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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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war es, der mit Pappenlieim vor 50 Jahren dem Rudolf von Habsburg ankündigte,zum Kaiser gewählt worden.

Die Folgen der Ampfinger Schlacht waren Ludwigs allgemeine Anerkennung im DeutschenReiche, und die Erwerbung der Mark Brandenburg (1323).

Das Schlachtgemälde ist von Karl Hermann aus Dresden; das Sinnbild der Mäfsigung ge-genüber, nach F. W. Eberle's Entwurf, von Georg Hiltensperger.

LUDWIG DES BAIERN KAISERKRONUNG ZU ROM 1328

Dem Papst Johann XXII. war der Zwiespalt der Deutschen Kaiserwahl angenehm gewe-sen. Er hatte Vorwand, weder Ludwig, noch Friedrich zu bestätigen, und gedachte die Kai-serkrone auf Frankreich zu bringen, wo jetzo der päpstliche Stuhl zu Avignon stand.

Auf Bitte der Lombardischen Gibcllinen, welche durch die Weifen sehr bedrängt waren,sandte ihnen Ludwig den Grafen Bertold von Neyfen mit einer Schaar Baiern, welche denpäpstlichen Legaten und seine Kriegsvölker aus Mailand verjagten.

Folge dieses Ereignisses war Ludwigs fortwährender Kampf mit Johann XXII., der ihn1327 zu Avignon bannte und absetzte, gegen den er jedoch sowohl in Italien, als daheim dieWürde der Deutschen Krone behauptete, so dafs endlich 1338 ein Rcichsbeschlufs die Unab-hängigkeit des Kaiscrthums vom Papst aussprach.

Den 13. März 1325 setzte Ludwig den Schönen Friedrich in Freiheit, der, als sein BruderLeopold die Bedingungen nicht erfüllte, im nächsten Jahre freiwillig zur Haft zurückkehrte,aber von Ludwig als Freund aufgenommen ward, und in inniger Traulichkeit mit ihm lebte: sodafs Ludwig, als er den Feldzug gegen die heidnischen Litthauer unternahm (1325), ihn zumVertreter und Verweser in Haus und Land, wie zum Mitkönig im Reiche, förmlich annahm.

Der Reichstag zu Ulm bestimmte (7. Januar 1326), dafs Friedrich allein Deutschland ver-walten, Ludwig aber nach Italien ziehen und als Römischer Kaiser gekrönt werden sollte.

Den 31. Mai am Pfingsttage 1327 wurde Ludwig zu Mailand mit der eisernen Krone, undseine Gemahlin Margaretha von Holland mit der goldenen Krone der Lombarden gekrönt. Se-nat und Volk riefen ihn nach Rom. Castruccio Castracani erwartete ihn in Toscana. DieVisconti hatten ihm Obcritalien gewonnen. Alles schien ihm günstig: aber schon umschlichihn Verrath. Galeazzo Visconti unterhandelte heimlich mit dem Papste, verweigerte Ludwigdie in Trient verheifsenen Hülfsgclder, und trachtete, ihn zu vergiften. Ludwig bemächtigtesich dieses Visconti und seiner Familie, und setzte sie zu Monza fest. Die Furcht vor Lud-wig wuchs, aber damit auch der Hafs gegen die Deutschen. Mailand wurde durch ihn freierklärt, Pisa bezwungen.

Am 7. Januar 1328 zog Ludwig willkommen in Rom ein, begab sich in feierlichem Auf-zuge auf das Capitol, mahnte in einer Lateinischen Rede an die alte Herrlichkeit, und verhiefsHerstellung. Am nächsten Sonntage (17. Januar) erhub sich der glänzendste Krönungszugvon S. Maria Maggiore nach St. Peter, wo Ludwig mit seiner Gemahlin vom Bischöfe vonCastcllane gesalbt, von Sciarra Colonna gekrönt wurde, und von Pietro Colonna das mit Öl-zweigen umwundene Scepter empfing, worauf der Herold ihn zum Römischen Kaiser undHerrn der Welt (urbis et orbis) ausrief. Ludwig war damals 46 Jahre alt, und den Römern