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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
Entstehung
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prunkvollen Friedensfeste des Barbarossa zu Mainz hatte Deutschland nichts Ähnliches mehrgesehen. Otto wurde von seinem herzoglichen Vater wehrhaft gemacht und zu ritterlicherWürde erhoben. Dann wurde das junge Paar eingesegnet vom Salzburger Erzbischof Eber-hard, der auf demselben Tage zu Passau Frieden mitteile.

Das Bild ist gemalt von Wilhelm Röckel aus Schleifsheim; der Genius des Glücks gegen-über, nach des Professors Clemens Zimmermann Entwurf, von K. Sittman.

„Bayern und Pfalz, Gott erhalts.Dieser inhaltsschwere Wahlspruch tönt in jeder treuen Baierbrust wieder, in zahlreichen, grofsenErinnerungen des Hauses, des Staats und des Ruhmes.

EINSTURZ DER INNBRÜCKE BEI MÜHLDORF MIT DEN DARÜBER FLIEHENDEN

BÖHMEN 1258.

Die Baiernherzöge, Ludwig der Strenge und sein Bruder Heinrich, waren im Mai 1257 inAachen bei der Krönung Richards von Cornwall zum Deutschen König, als dem HerzogeHeinrich von Niederbaiern die Aufforderung Ottokars, Königs von Böhmen, zukam, Neubur,und Scharding am Inn herauszugeben.

Einige W 7 ochcn später eroberte Ottokar mit grofser Heeresmacht diese Städte, welche ihmaber kurz nachher von den Baiern wieder genommen wurden.

Auf der hölzernen Innbrücke bei Mühldorf war das Gedränge so grofs, dafs sie brach, undan 5000 Böhmen im Wafser den Tod fanden. Die zum Ufer Schwimmenden wurden mitStreitäxten niedergemacht; auch liefs Herzog Ludwig den festen Thurm, worin viele geflüch-tet waren, mit Feuer umlegen.

Bei dieser Gelegenheit geschieht Erwähnung, unter vielen grofsen Herren aus Böhmen undOsterreich, des Preufscn- und Ungarn-Helden Heinrich von Lichtenstein, der 14 Tage langdie hartnäckigste Gegenwehr in Mühldorf leistete.

Vier und sechszig Jahre später ward dasselbe Mühldorf noch berühmter durch einen nochherrlicheren Sieg. Diese und viele andere glorreichen Thaten rechtfertigen das BairischeSprüchlein und machen es wahr: „Tritt mich nit, ich leid's fein nit!"

Um dieselbe Zeit erlosch das Babenberger Geschlecht. Deutschland kennt kein fruchtba-reres Heldenhaus. Es war aus dem Bairischen Nordgau hervorgegangen. In der Lcithaschlachtwider den Ungarnkönig Bela fiel (15. Juni 1246), erst 35 Jahre alt, der letzte Babenberger,Friedrich der Streitbare.

Mit Friedrich n. Tode (23. December 1250) brach die schreckliche Zeit des grofsen Zwi-schenreichs über Deutschland und über Welschland herein. Baiern war die Wie,ten Hohenstaufen, Konradins, welcher im siebenzchnten Lebensjahre auf dem Blutgerüste zuNeapel starb (29. October 1268).

Karl Stürmer aus Berlin hat dieses Bild gemalt. Gegenüber steht das Sinnbild des Kriegesvon E. Förster.

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