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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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GESCHICHTLICHE WANDGEMÄLDE

IN DEN ARKADEN DES HOFGARTENS.

BEFREIUNG DES DEUTSCHEN HEERES IM ENGPASSE VON CHIUSA DURCH OTTO DEN

GROSSEN VON WITTELSBACII 1155.

Oeit die Burg der alten Schyren Kloster Sclieyem geworden (im Jahre 1113), bewohnte derPfalzgraf Otto der ältere mit seinen Söhnen den neuen Thurm und das Haus zu Kelheim,wo die Altmühl in die Donau strömt. — Bald darauf baute Otto sich die Burg Witteisbach.Die Bedrückungen aber, welche er und seine Söhne der Kirche zu Freising zufügten, zogenAcht und Bann über sie.

Otto, sein ältester Sohn, ein herrlicher Jüngling, kam als Geisel an den Hof Konrads, desersten Kaisers der Hohenstaufen. Dort wurde er für seine ganze Lebenszeit der Freund desköniglichen Neffen Friedrich, Rothbart benannt.

Als der Barbarossa nach Italien zog, trug der junge Otto von Witteisbach das grofse Reichs-banner mit dem Adler.

Im Spätherbst 1154 zog Friedrich vom Augsburger Lechfeld in die Ronkalische Ebene beiPiacenza. Otto war stets in der Vorhut, und bewies zuerst seine Tüchtigkeit in der Bezwin-gung der Stadt Tortona. Als Friedrich (18. Juni 1155) durch Hadrian IV. die Krone Karlsdes Grofsen empfangen, das Römervolk aber ihn gleich darauf heimtückisch überfallen hatte,war es das Lager der Baiern, auf das sie zuerst stiefsen. In demselben befand sich auch,nebst Otto, der junge Heinrich der Löwe von Sachsen. Die Niederlage der Meuterer warvollständig. „So ist denn (sprach der Kaiser zu Heinrich dem Löwen, der, das Haupt vollBlut, aber auch voll der Jünglingsfreude des ersten Sieges, vor ihn trat) erfüllt, was die Rö-mer selber nicht anders gewollt. Wir haben ihnen das Kaiserthum auf Deutsche Weise ab-gekauft!"

Anfangs Septembers 1155 erreichte der Barbarossa wiederum Verona. Die Stadt war heim-lich im Bunde mit Mailand, dem Haupte der nach Unabhängigkeit strebenden Lombarden,welche mit dem heiligen Stuhl eng und fest wider den Kaiser verbündet waren.

Die Veroneser gedachten des Kaisers Heer schon beim Übergang über die Etsch zu vernich-ten. Es wurde ihm eingewendet, dafs, nach altem Vorrechte, kein Fremdlingsheer durch Ve-rona ziehen dürfe, sondern es müfse oberhalb der Stadt über die Etsch gehen.

Er widersprach nicht, sei es aus Rechtsgefühl, oder aus Klugheit. — Die Welschen hattennun die Brücke vorsätzlich also gebaut, dafs sie einstürzen mustc. Schwere Flöfsc und Bai-