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1 (1836) Düsseldorf und das Rheinland : mit einem Anhange: Ausflug nach Paris
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FRANKFÜRT, STÄDELSCHE STIFTUNG.

Gebäude allmählich vorgenommenen Veränderungen und der Anbau einesneuen Flügels haben die Ausgaben, mit Inbegriff des Kaufgeldes für dasHaus bis auf 230,000 Gulden gesteigert; und noch findet man, dafs derRaum nicht hinlänglich ist für die Bedürfnisse der Anstalt, und dafs dasganze Gebäude eben keine der Bestimmung würdige Ansicht darbietet. Ichweifs nicht, in welchem Maafse alle diese Urtheile gegründet sein mögen.Die an die Spitze dieser Anstalt gesetzten Künstler sind:

Philipp Veit, als Director;

Hessemer, als Professor der Baukunst;

Zwerger, als Professor der Bildhauerkunst;

Wendelstädt, als Aufseher des Museums.Der Professor Hessemer aus Darmstadt, Zögling des Baumeisters Mol-ler, hat von seinen Reisen in Aegypten und Italien viele höchst merkwür-dige Erinnerungen heimgebracht: Ansichten, Zeichnungen von Zieraten undanderen baulichen Gegenständen; welche, wie man mir gesagt hat, mitGeist aufgefafst, und kunstfertig gezeichnet sind. In den Deckenverzie-rungen, besonders des Antikensaales der Anstalt, hat er Geschicklichkeitund Einbildungskraft entfaltet, und zugleich die reichen Sammlungen vonseinen Reisen zu benutzen gewufst. Diese Decken erfreuen das Auge undhaben mir den angenehmsten Eindruck gemacht. Hessemer gilt für einenMann von mannigfaltigen Kenntnissen und grofser Lebhaftigkeit des Gei-stes. Der neue Flügel des Gebäudes ist nach seinem Entwurf und unterseiner Leitung ausgeführt.

Es wäre zu wünschen, dafs die Verwaltung dieser Anstalt in dem Ge-bäude selber eine möglichst grofse Anzahl junger Talente vereinigte, unddafs sie unter ihnen jenes Künstlerleben einzuführen wüfste, welches inDüsseldorf einen so edlen Wetteifer rege erhält und so viel Vertrauen be-wirkt. Nichts scheint günstiger für die Entwicklung der geistigen Anla-gen. "Wo viele Fähigkeiten beisammen sind, wird die Aufgabe des Mei-sters der Schule um so leichter. Ein Talent facht das andere an; sie be-