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erhoben sich erstickende Dünste. Gerippe vonMenschen lagen umher. Zwei furchtbare Drachenbewahrten den Eingang zum L-chlosse! Vergebenssann der Page hin und her nach einem Mittelin das Schloß zu dringen.. Tiefe Verzweiflungbemächtigte sich seines Innersten. Seine Augenunverwandt auf die Wohnung des Zauberersgehefteff sagte er:
„Lw nah dem Ziele und dennoch dieUnmöglichkeit, meinen Herrn glücklich zu machen!Meine Kräfte sind zu Ende. Gute Fee, wennDu mir nicht hilfst, ist alles verloren!"
Kaum hatte Elwin diese Worte vor sichhingesprochen, als eine weiße Taube aus demFenster des Zauberschlosses hervorflog demBaume zu, und als sie nahe kam, setzte sie sichtraulich aufElwins Schulter und ließ aus ibremSchnabel in Elwius Hand ein goldenes Kreuzgleiten. Ehe noch der Jüngling ein Wort desDankes hervorstammeln konnte, verwandelte sichdie Taube wieder wie damals in eine Wolkeund aus der Wolke stieg wiederum die holdeFee empor und sagte:
„Treue für seinen Herrn und unerschrockeneAusdauer in Gefahr und Noth finden immerihre Belohnung. So ziehe denn heim zu deinemPrinzen mit der holden Prinzessin, und begründedas Glück Deines Wohlthäters I"
Schon war die gute Fee verschwunden, alsElwin sich noch nicht von seinem Erstaunenerholt hatte. Daun schlich er wie er gekommendurch das Gestrüppe zu seinem Pferde zurückund jagte in vollem Galoppe dem ischloße zu.
Die Rückkehr des Pagen rief in diesenRäumen einen unermeßlichen Jubel hervor.Gerührt sank die Prinzessin in des JünglingsArme. Dann mußte er sich Angesichts desganzen Hofes neben sie auf den Thron setzen under wurde mit Ehren überhäuft. Auch schenkreihm die Prinzessin die unermeßlichen Schätze,welche man in dem Riesenschlosse gefunden hatte.
Den ganzen Tag und die Nacht durch über-ließen sich die Schloßbcwohner ungestört ihrerFreude und am andern Tage gab die PrinzessinBefehl, Alles zur nahen Abreise vorzubereiten.
In Elwius Heimath standen unterdessen dieSachen noch beim Alten. Aus Furcht, der geliebtePrinz möchte sich in Gefahr begeben, hielten dieBürger noch alle Ausgänge der Stadt besetzt.
Der Prinz selbst saß mißmuthig auf derWarte seines Schlosses und schaute vom frühenMorgen bis zum späten Abend in die Weite,ob sein Page noch nicht heimkehre. Wochenwaren vergangen und noch immer keine Kundevon Elwin' augekonnnen, und schon begann derPrinz den vermeintlichen Tod seines geliebten
Pagen zu betrauern, als eines Tages ein Reiterstaubbedeckt in der Stadt anlaugte und auf dasSchloß zusprengte. Der Reiter sprang vomPferde, neigte seine Knie vor dem Prinzen undwollte sprechen.
„Halt ein!" rief der Prinz; „so du mirtraurige Kunde bringst von meinem treuen Elwin,warte bis ich mich gefaßt sie zu vernebmen."
„Mein theurer Prinz!" ries der Reiter mitfreudestrahlendem Antlitz, ich bringe gute Kunde!Elwin rückt au mit Eurer hohen Braut, meinertheuren Fürstin! Morgen mit dem Frühestentreffen sie ein.
Ritter und Mannen stießen einen unendlichenJubclruf aus, und umringten den theuren Fürsten,der gerührt und sprachlos in ihrer Mitte, stand.
Vom Schlosse verbreitete sich die Kundewie ein Blitz durch die Stadt! Alle Bürgereilten vor dasSchloß, um jubelnd ihrem Herrndie unermeßliche Freude auszudrücken, welchealle über sein nahes Glück empfanden. Denganzen Tag und die ganze Nacht über beschäf-tigte man sich mit den Vorbereitungen zumEmpfange der hohen Braut. Freudenfeuererglänzten die Nacht über und die ausgehendeSonne fand die ganze Stadt zum feierlichenEmpfange geschmückt.
Im prächtigen Gewände bestieg der Fürstsein bestes Pferd und ritt, von deni ganzenHofe begleitet, strahlenden Antlitzes seiner hohenBraut entgegen. Das Zusammentreffen wareinrührendes. Kaum fand der Prinz Worte, seinGlück auszudrücken. Im Beisein des ganzenHofes fiel er seinem Pagen um den Hals undnannte ihn seinen theuren Sohn.
Zwar rümpften der Kämmerer und vieleHofherrn gewaltig die Nase, aber sie wagtendoch kein ÄZort gegen den Pagen zu sagen underfaßten die erste Gelegenheit, sich beschämt nachHause zu schleichen.
Der Prinz ritt überglücklich neben seinerschönen Braut der Stadt zu. Beide hattenverlangt, daß Elwin den Ehrenplatz an ihrerandern Seite einebme! So ritten die hohenBraurleute mit ihrem glänzenden Gefolge derStadt zu, durch die Bürger, welche, auf beidenSeiten der Straßen aufgepflauzt, ihren Jubel-ruf erschallen ließen.
Die Feste dauerten mehrere Wochen.Abwechselnd folgte Spiel und Tanz. Auchließ die Prinzessin von ihren mitgebrachtengroßen Schätzen große Summen an die Hülfs-bedürftigcn vertheileu. Lange lebten sie frohund glücklich und Elwin blieb bis an sein Endehochgeehrt neben dem Prinzen der erste Mannim Lande.