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sich mit dem Angesichte dem Meister gegenüberbefand
„Elender Erdwurm!" brüllte er, „wieschaut es mit der Wette? Jetzt mache dichbereit zum letzten Tanze; ich will Dir Einesaufspielen lassen von meinen höllischen Musi-kannten !"
Bet diesen Worten entlud sich das langzurückgehaltene Gewitter mit wildem Grimme.Rechts und links brüllten die Donner und dieBlitze zuckten rasch auf einander folgend her-nieder. Starr vor Schrecken klammerte sichMeister Gerhard an den Domkrahnen. Dafuhr ein Blitz hernieder, gefolgt von einem ent-setzlichen Donnerschlage und aus des Meisters
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Wohnung wirbelten die Flammen Hachaus.Dem Meister entfuhr ein entsetzlicher Schrei,als er die Kammer, welche seine Pläne enthielt,in vollen Flammen sah. Wilde Verzweiflungerfaßte ihn und in hohem Sprunge stürzte erhinab von des Thurmes Höhe. Am andernMorgen fanden ihn die Arbeiter gräßlich ver-stümmelt todt am Fuße des Domes.
Zur Erinnerung an des großen MeistersEnde, zeugt noch heute der Stein. An derSüdseite des Domes erblickt man ihn oben ausStein gehauen, sich vom Thurme herabstürzend.Der Böse folgt ihm in Gestalt eines zottigenPudels.
M-eric.
Märchen von Fabricius.
Einstmals hauste in Flandern der schreck-liche Riese Phinard, der ein Schrecken derGegend war! Alle Wanderer hielt er an,beraubte oder erschlug sie, oder schleppte sieauch als Sclaven auf eine furchtbare, unbe-zwingliche Burg, die er sich im Lande gebauthatte! Viele Ritter und Edle waren schonzur Bezwingung des Riesen ausgezogen, aberKeiner war zurückgekehrt!
Nun geschah es eines Tages, daß FürstSalwart aus Frankreich mit seiner Gemahlindes Weges daher kam, und der Riese tratdem Füstcn entgegen und forderte ihn auf zumKampfe. Elmegardc, Salwarts Frau wollteihren Gemahl bewegen, dem Kampfe auszu-weichen, doch schon hatte Salwart, der eintapferer Degen war, sein Schwert gezogenund war auf den Riesen eingedrungcn!Phinard führte gewaltige Streiche und nachkurzer Zeit lag Salwart todt am Boden!
Nun wollte sich der Riese der schönen Elme-garde bemächtigen; diese aber floh in dasGebüsch, wohin ihr Phinard wegen der dicvtenBüsche nicht folgen konnte! Nah' einer Quelleim Walde gebar Elmegarde ein Knäblein!Hier lebte die unglückliche Frau mehrere Tage,bis sie die Knechte des Phinard entdeckten!Elmegarve hatte ihr Kind hinter einen Buschgelegt, und befahl es in Gottes Hände; dannfolgte sie gefangen auf das Schloß Phinard..
Nicht weit von jener Quelle aber wohnte
ein frommer Einsiedler, Namens Lyderic;dieser fand das Kind der Elmegarde, tauftees nach seinem Namen und widmete sich ganzder Erziehung deS Knaben!
Jahre waren vergangen, und der kleineLyderic war zum schmucken Jünglinge heran-gcwachsen. Der Einsiedler, bei welchem Ly-derie erzogen, war in seiner Jugend ein schmuckerRitter, der wohlgeübt in den Waffen manchenharten Kampf bestanden; dieser lehrte denJüngling die Handhabung der Waffen undhieß ihn dann hinaus ziehen auf's Gradewohl,damit er Welt und Menschen kennen lerne!
Lyderic trennte sich mit schwerem Herzenvon seinem Pflegevater, und gelangte nachvielen Abenteuern an den Hof des brittischenKönigs, dessen Gunst er sich bald erwarb!Die vielen Höflinge aber haßten den eindring-lichen Fremden und beredeten den König, ihnaus dem Wege zu schaffen. Graciana, desKönigs Tochter aber war dem Lyderic garhold; sie entdeckte ihm den ganzen Plan undbeschwor ihn, zu flüchten! Lyderic aber warauch der schönen Graciana gar hold, undwollte sich nicht von ihr trennen, sondern er-klärte, eher zu ihren Füßen sterben zu wollen!Die große Gefahr, in welcher Lyderie schwebte,bewog Graciana, mit ihm vereint nach Flandernzu Lyderic's Pflegevater zu fliehen.
Der alte Lyderic hatte inzwischen durcheinen Knecht des Riesen Phinard erfahren,