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[1] (1857)
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Die erkannten denn bald, wie und warumdas so gekommen und Huben herzlich an zulachen und umarmten wechselweise sich undden wackern Guillalmet.

Rothbart, was giebst du mir für meinenRath zu dem Eidam?" sprach Saladin. zuerstgar lustiglich.

Saladin die Freiheit!" rief der Kaiserund darin stimmte Guillalmet ein, denn erkonnte dem Sultan nicht grollen um seinerGüte und edlen Freundschaft willen gegenden Rothbart. Also waren bald die drei ein-trächtig und glücklich beieinander, fuhren auchwieder ans Land, denn Saladin wollte sich'snicht nehmen lasten, die beiden Frunde, die ernun hatte, vor dem Abschiede festlich zu be-wirthen und Guillalmet und BerthaHochzeits-geschenke erlesenster Art zu rüsten.

Das geschah unter viel Jubel, also daß

der Rothbart sagte:Nun nimmt er uns wiederdurch die liebenswürdige Großmuth seinesHerzens gefangen."

Nein!" sprach Saladin,fahrt nur hin,ihr Freunde, und grüßt mir eure Hausfrauendaheim und sagt ihnen, sie sollten nicht übeldenken von uns Muselmännern."

So trennten sie sich unter viel herzlichenUmarmungen und Küssen und ein guter Windbrachte die mit Geschenken überladene Galeereglücklich heim nach Deutschland und mit welcherFreude da Hochzeit gehalten wurde und welchZureiten zum Kaiserhofe war von Nah undFern, das brauche ich wohl nicht zu sagen-

Also kam der gefangene Rothbart ausdem Morgenlande zurück, wie ich habe berichtenhören und wieder erzähle, weil mir's gefallenhat. Andere erzählen die Rückkehr anders.

Der Domtmumeister.

Eine kölnische Äage von Fabricius.

Erzbischof Conrad von Cöln hatte be-schlossen an der Stelle des im Jahre 873 durcheine Feuersbrunst zerstörten Domes einen neuenTempel zu erbauen, wie die ganze Christenheitkeinen zweiten auszuweisen habe. ZahllosePilger, welche nach Cöln kamen um die seit1162 in der Stadt aufbewahrten Reliquien derheiligen drei Könige zu besuchen, brachten reicheOpfer, welche der Bischof zu dem Wiederaus- !bau des Domes bestimmte. Auch hätte der !Pabst Jnnocenz IV im Jahre 1248 in einerBulle die ganze Christenheit aufgefordert, durchmilde Gaben den Bau zu ermöglichen. AlleFürsten und Edlen gaben freudig den herum- >ziehenden Sammlern große Summen und der ^Erzbischof ging allen mit hohem Beispiele !voran.

Im August des Jahres 1248 erfolgte !schon die Grundsteinlegung und die Stadtvermochte kaum die große Zahl der heran-strömenden Gäste zu' fassen. Vom ganzenRheinstrome waren die Bischöfe und Aebteherbeigeeilt. Au den Herbergen prangten dieSchilder der edelsten Geschlechter, als einZeichen, daß die edelen Herren dort abgestiegenwaren. Am 13. August war die Stadt in

der höchsten Aufregung. König Wilhelm solltevon Aachen kommen, das Fest mit seiner Ge-genwart verherrlichen. Ganze Schaaren von ^

Rittern und Fürsten im feierlichsten Gewände l

zogen ihm zum Hahnenthor entgegen. Gegen i

Abend hielt der zwanzigjährige und schöne ^

Herr seinen Einzug in die Stadt. Auf reich !

geschirrtem Rosse in goldprangender Rüstung !

ritt er ein an der Sitze der Edlen. Unterdem Kronhelme, den ein grimmer, aufstehender >

goldener Löwe zierte, blickte sein freundliches !

Auge hervor und ruhte wolgefällig auf dem !

Gedränge der Bürger, welche auf den Straßen, !

welche der König passiren sollte, in dichten ^

Reihen beisammen standen. Zur Linken des ^

Königs ritt der Kardinal Capoccio und spendete :

den Segen bis zu dem Domplatze, wo der !

König vom Erzbischof empfangen, in der i

Wohnung des Prälaten abstieg. !

Am 14. August, an, Vorabende des !

Festes:Maria Himmelfahrt" wurde der I

Grundstein unter erhebenden Feierlichkeiten !

gelegt. Dann folgten Sängerfeste, Nitterspiele, i

Tanz und Fesifahrtcn auf dem Rheine, von >

denen man sich noch Jahrelang erzählte. §

Der Bau des neuen Domes, welcher rasch -