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! anstrengungen und vielleicht wäre es dem
! Fischer dennoch schlecht ergangen, wären ihmdie Wassernixen nicht zu Hülfe gekommen,und froh, daß ihr Feind wieder unschädlich' gemacht, lötheten sie den Deckel mit Blei anl den Kessel fest und plautsch! lag der Riese
E wieder auf dem Meeresgrund,j Der Fischer 'aber hatte sich durch seine
Klugheit die Wassernixen zu Freundinnen ge-macht! Bon diesem Tage begünstigten 'sieseinen Fang. Wenn Martin das Netz ausdem Wass er emporhob, drohte es unter derungeheuren Last zu reißen. So kam Wohl-stand in die arme Fischerwohnung und alsMartin starb, hinterließ er seinen Kindernein st chereö Auskommen für ihr Leben.
Die Gründung der Kirche zu Gerresheim.
Eine Sage von W. Herchenbach.
^ Jur Zeit, da Ludwig der Deutsche auf dem! Kaiserstuhle saß, sechs Jahre vor dem Ende seiner
> Regierung, Anno 870, also vor fast einem Jahr-j tausend, stand auf dem größten Berge zwischen
i Grafenberg und Gerresheim, dieHaardtj genannt, die Burg des Ritters Gericus.
^ Heute findet man dort nur Haidekraut, Ginster-estrüpp und Sand, und die fleißige Hand desandmannes nimmt alljährlich ein Stückchenj mehr von dem unfruchtbaren Boden unter denPflug, um ihm ein paar elende Halme abzu-! trotzen. Nicht viele Jahre mehr, so wird auch
^ von dem Gestrüppe nichts mehr zu sehen sein,
das dem Berge jetzt noch zur Sommerzeit ein, romantisches Ansehen verleiht. Fast mit TrauerI sieht der Naturfreund diesem Zeiträume ent-
i gegen, aber der Wechsel ist ewig; war doch
> auch zur Zeit unserer Geschichte an der Stelle,
! wo jetzt die schöne Stadt Düsseldorf steht, ein^ üppiger Wald ohne Haus und Feld, und erst! 400 Jahre später, da Gerresheim schon eine
berühmte Stadt war, wurde aus dem allmählig^ entstandenen Fischerdorfe die jetzige Stadt der! Künste.
Wenn du auf der Haardt bekannt bist, soist dir, lieber Leser, gewiß das hölzerne Kreuznicht entgangen, das ungefähr auf der Höhe,dicht am Wege steht. Lw einfach und kunstlosj es auch ist, so giebt es doch der Haardt einen! Schmuck, einen Gedanken, und selbst derjenige,l welcher von dem Kreuze weniger weiß, als ich,! oder auch gar nichts, kann nicht umhin, zu
i bemerken, daß nirgends ein Kreuz besser an
seinem Platze sei, als gerade hier. Nicht weit^ von diesem Kreuze, in der Richtung auf den
> Gallberg zu, hast du "gewiß einen trüben,schlammigen Pfuhl bemerkt. Dort nun, wojetzt der Pfuhl ist, bis an den bereits der Pflug
- und die Sichel reichen, dort soll des Gericus
Burg gestanden haben, worin er mit seinemholdseligen Töchterleiu Regen birg lebte.Weder von der Burg aber, noch von demGallberge will ich Dir heute erzählen, obschonich von beiden noch Mancherlei weiß, was dudir vielleicht nicht träumst, vielmehr handelt es !
sich jetzt nur um die Gründung der schönen >
Kirche in Gerresheim, das da unten im Thale ^
zwischen den Bergen so freundlich gelegen ist. Mit !
Ausnahme der alten Kirche in Bilk ist sie ge- '
wiß die älteste von allen, welche jetzt noch im ^
Bergischen auf dieser Rheinseite bestehen, sicher- !
lich aber von den ältesten die schönste.
Ungefähr 60 Jahre früher hatte Karls desGroßen Schwert sich durch diese Gegendeneinen Weg zu den heidnischen Sachsen gebahnt, ^und da sie gleich jenseits der Anger ihre Wohn-sitze hatten und häufig in das Gebiet derdiesseitigen Franken fielen, so ist es gar nichtunwahrscheinlich, daß sie auf dem in Frage ^
stehenden Gebiete manchmal blutige Raubzügehielten, wie dies aus der Geschichte des heiligenSuitbertus in Kaiserswerth wohl bekannt !
ist. Wenn die Sage auch nichts davon zu i
berichten weiß, so ist doch anzunehmen, daß !
Gericus noch als Knappe sich dem Heere Karls !
des Großen angeschlossen hat und mit hinüber-gezogen ist, zu den wilden Nachbarn. Demsei nun aber, wie ihm wolle, jedenfalls theilteer den frommen Sinn dieses großen Kaisersund dachte darauf, in der Nähe seiner Burgdem Herrn einen Denkstein und ein heiligesHaus zu errichten, wo die Töchter des hohen ^
Landesadels eine Zuflucht fänden und dem !
Herrn ungehindert dienen könnten, bis irgendein Gewaltiger unter den Franken ihre Hand >
begehre und sie heimführe als sein christlich l
frommes Eheweib. j
Gericus sandte darum in die Steinbrüche -