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Keineswegs!" lachte der Fremde.Geldbrauche ich nicht, wohl aber ein gutes, braves! Weib im Haushalte. Ich lehr' Euch die Kunst,so viele Bibeln zu drucken, als Ihr nur möget,wenn Ihr mir Eure Adctta zum Weibe gebt!"

So wollet Ihr nicht mein Compagnonsein?"

I nun ja" lachte der Fremde.EuerKompagnon, wenn Jhr's so nennet. Die Arbeitrbeil' ick mit Euch, aber den Profit behaltet! Ihr ganz allein. Ist das Euch recht?"

Aber meine Tochter ist schon verlobt undschriftlich ist es auch!" murmelte der Meister.-

Narrensposseu!" lachte der Fremde,wolltIhr etwa Euer Kind verheirathen, daß sie nachdrei Tagen eine Wittwe werde!"

Eme Wittwe?" rief der Meister erschrocken.

Ja eine Wittwe!" widerholte der Fremde.In der Stadt ist es ruchbar geworden, daßEuer Schreiber geheime Dinge treibt und morgen! werden ihn die Schöffen vor Gericht laden, undI daun ist's aus mit ihm. Euer Haus ist bewacht,schaut hinaus zum Fenster. Die Rathsdienerschleichen in der Gasse umher, Euer Treiben zu> bewachen!"

Meister Michael trat zitternd ans Fensterund fuhr entsetzt zurück, als er unten auf derStraße einige dunkle Gestalten erblickte.

Nun?" sagte der Fremde,entschließtEuch! Ja oder nein!"

!Aber meine Tochter wird nicht einwilligen!"

seufzte der Meister,sie ist in den Burschen >vernarrt, das weiß ich!"

zWird sich schon machen!" lachte der An-

dere,laßt Euch von ihr einen Schein geben,daß sie mit Leib und Seele Demjenigen gehörenwolle, welchem Ihr sie bestimmt. Da sie glaubt,es wäre für den Firlifanz, so wird sie's Euchschriftlich geben und dann ist Alles gut!"

Wenn sie aber nachher nicht will!" be-merkte der Meister.

Das ist meine Sache!" sagte der Andere,wird fick, sckon geben!"

Meister Michael lief wie toll in der Stubeherum. Der Gedanke au das viele Gold,welches er durch das Geheimnis? verdienen könne,verwirrte ihm den Kopf. Plötzlich blieb er vorden? Fremden stehn und rief: !

Und wenn Ihr nun ein Betrüger wäret!" !

Ich kenne Euch nicht!" >

Nun, wenn's weiter nichts ist!" versetzteder Fremde,so hoffe ich Euch alsogleich von Idem Gegeutbeil zu überzeugen!"

Dabei trat er aus Fenster und fuhr fort:lDie Nathsdiener sind fort! In der Nähe ^

- warten zwei meiner Gesellen! Soll ich sie rufen?"

Und ohne die Antwort des Meisters ab-zuwartcn, that der Fremde einen gellendenPfiff. Gleich darauf wurde draußen eine Leiteraugesetzt und zwei häßliche schwarze Knabensprangen mit allerlei Balken ins Zimmer,sprachlos stand der Meister da, der Dingeharrend, welche da kommen sollten-

Auf einen Wink des Fremden fingen diebeiden Gesellen an zu zimmern und zu hämmern,aber in einer Weise, daß dem Meister die Haarezu Berge stiegen, denn die Hämmer flogen ansund nieder auf das Holz, ohne nur das min-deste Geräusch hervorzubringen und nach wenigenMinuten stand eine Buchdruckerpresse da undder Fremde und seine Gesellen standen an derArbeit ohne ein Wort zu sprechen!

Genug!" sagte endlich der Fremde undentfaltete vor den Augen des Meister Michaeleinen Bogen, worauf der Anfang der Bibelin den schönsten Lettern gedruckt war.

Haltet Ihr mich noch für einen Betrüger?"frug er dann gelassen den Meister. Dieser aberstand regungslos neben der Presse, dann sichermannend, rief er:Nein, fürwahr Ihr seidein großer Künstler! Hätte ich's nicht mit eigenenAugen erlebt, ich müßte Euch für einen Anhängerdes Teufels halten!"

Der Fremde und seine Gesellen lachtenlaut auf.

Nehmt mir's nicht für ungut" rief derMeister.

Sprecht leiser!" sagte nun der Fremde.

Schickt Eure Gesellen fort!" fuhr MeisterMichael fort,laßt uns allein bleiben, damitwir handelseins werden!"

Die beiden Gesellen huschten zum Fensterhinaus, so schnell wie sie gekommen waren, undder Meister blieb mit dem Fremden allein.

Den Schein sollt Ihr haben von meinerTochter!" rief der Meister,aber sagt an, wasmachen wir mit dem Caspar?"

Das will ich Euch sagen!" lachte derAndere.Morgen früh werden ihn die Schöffengefangen nehmen und der Schwarzkuust an-klagen! Ihr laßt sie ruhig machen! Ruft derSchreiber Euch zum Zeugen auf, so sagt Ihr,der Caspar sei mit dem Bösen im Bunde undhabe bei nächtlicher Zeit allerlei geheimenKrimskram in seiner Kammer getrieben!"

Aber das wäre ja ein falsches Zeugnis;!"rief Meister Michael.

Macht Euch dock keine unuützige Sorge!"lachte der Fremde.Verloren ist er ja dochund ein bissel Zengniß ist rasch abgelegt!"

Aber die ewige Verdammnis??"

Narrensposseu!" lackte der Andere, indem

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