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[1] (1857)
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Nichts da, entgegnetc der Schmied, dusollst mir gar nichts anhaben! Gieb den Con-tract heraus oder ich schlage dich todt.

Da die Schläge immer hageldichter fielen,so mußte sich der Teufel begnemen, wie ungerner es auch that. Der Schmied aber verbrannteden Contract in der Esse und begann seinlustiges Leben von Neuem. Aber er war schonalt und das viele Whyskytrinken machte ihngebrechlich und schwach, so daß er bald starb.

Es wird wohl noch ein Plätzchen im Him-mel für mich sein, wo sie doch auch Schmiedebrauchen, dachte er und machte sich auf denWeg. Der heilige Petrus aber wies ihn ab

und sprach: Dich können wir hier nicht brauchen!Gehe du zur Holle, wo du mehr Bekanntschafthast.

Als er nun sah, daß es dem h. Petrusdamit wirklich Ernst war, so machte er sichzur Hölle auf und klopfte mit großem Gepolteran das eiserne Thor. Der Teufel freute sichauf neuen Zuwachs uud öffnete rasch; da eraber des Schmiedes ansichtig wurde, brach erin ein ängstliches Geheul aus und schlug ihmdie Pforte vor der Nase zu.

Der Schmied aber wandert nun bis zumjüngsten Tage umher und sucht vergebens einenOrt, >vo seine Seele Ruhe finde.

Traumliebe.

Ei» Aindheilsmärchen von Ellen.

^Märchenhafte Erlebnisse sind ohne Zwei-fel Vorrechte unserer Kindheitsperiode. Wasuns auch begegnet, bei späterer Erinnerungkleidet es sich in ein mehr oder weniger poe-tisches Gewand. Die harten Aeußerlichkeitender Thatsachen treten in den Hintergrund, dieEmpfindung, mit der das kindlich unbefangene! Gemüth den Gesammteindruck empfing, bleibt> allein in der Vorstellung zurück, und es bedarf! meisthin nur der einfachen Gestaltung, um das! Gesehene als reines Phantasiegebilde erschei-nen zu lassen.

! Ich möchte wenigstens gern für das nach-

! folgende Märchen die Richtigkeit dieser Be-

hauptung in Anspruch nehmen. Wissentlichhabe ich keinerlei Ausschmückung hinzugefügtund Alles rein nach der Erinnerung niedergeschrieben.

Der Inhalt des Märchens ist eine Her-zens-Angelegenheit. Wie überraschend es ge-nannt werden mag, in das frühe Alter vonsieben oder acht Jahren, in dem man die Lieb-kosungen größerer und selbst schöner Mädchennoch mit vollkommener Kälte aufzunehmen pflegt,l fällt dies mein erstes Abenteuer zärtlicher Art,ein süßes, traumhaftes Liebesereigniß, das viele! Jahre mit der größten Lebendigkeit in mir fort-! gewirkt, und im Geheimen eine größere Gewalt! auf mein Inneres ausgeübt hat, als wohlirgend eine spätere Begegnung.

Wer möchte es glauben, daß ursprüng-- lich das Gesicht eines kleinen, keineswegs sehr

schönen oder sehr zierlichen Mädchens von mei-nem Alter, das wahrscheinlich ehrlicher Hand-werkSleute Kind war, mein Herz vollständigeinzunehmcn, und zu verstricken im Stande war?Ich habe das Kind nur selten gesehen und niegesprochen. Eben so wenig habe ich je erfah-ren, wer sie war und wie sie hieß, aber ichhabe auch nie das Bedürsniß empfunden, michnach ihr zu erkundigen, oder sie aufzusuchcn.

Einmal sie gesehen zu haben, reichte voll-ständig hin, mich dem tiefen und schmerzlichsüßen Eindrücke, den die Kleine auf mich ge-macht hatte, für lange zu eigen zu geben. Siewar in daS Traumleben meiner Kindheit ein-getreten und mir damit dergestalt zu einer Ge-nossin meines rein innerlichen Seelenlebensund zu einem lieben Eigenthum geworden, daßich eben so wenig nach dem Ursprünge diesesBesitzes zu forschen geneigt war, als ich auchüber ihre wirkliche Person außer Sorge blieb.

In langer Folgezeit sind ihr Gesicht undbesonders die dunklen, stillen Augen, bald inentzückender, bald in erschreckender Weise durchmeine Träume gegangen. Ihre körperliche Ge-stalt war durch die kindliche Phantasie vielleichtfeiner und edler geworden. Die Umgebung,in der sic mir erschien, mochte etwas Märchen-haftes gewonnen haben, aber Gesicht und Augenblieben dieselben und gehörten trotz der ver-schiedenartigen Traumscenen stets der ersten Er-scheinung dieses Mädchens an.

In einer der Kirchen, in welche ich als

Märchen und Sagen VN.

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