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kleinen Umstand beifügten: daß derjenige, derden Versuch wagen würde, ohne daß binnendreien Tagen eine Besserung erfolgte, ohne Gnadeund Barmherzigkeit würde gespießt werden.
Eine natürliche Folge von der Bekannt-machung dieses Aufrufes war daher, daß sichdie gelehrten Herren allgemach wieder von demKönigshofe verloren. Jetzt, meinte Joka, sei esdie rechte Zeit für ihn, Hand an das Werk zulegen; er säumte daher nun nicht länger, seineReise nach der Residenz auzutreteu.
Dort angelangt, verfügte er stch sogleichnach dem königlichen Paüaste und begehrte vonden Trabanten, welche die Pforte desselben be-wachten. als ein berühmter Arzt, der gekommensei, die Prinzessin von ihrer Raserei zu heilen,sogleich bei dem König gemeldet zu werden.
Die Trabanten freuten sich, als sie dieseNachricht vernahmen, über die Maßen, undliefen in größter Eile zu dem König, ihm die-selbe zu hinterbringen.
König Rada befahl, den vermeintlichenWunderarzt augenblicklich in den Pallast zuführen, nahm ihn auf das freundlichste auf undgeleitete ihn sogleich in das Gemach der Prinzessin.
Diese lag, als sie dasselbe betraten, vonden Wächtern gehalten auf ihrem Lager, mitHänden und Füßen um sich schlagend, und dazuauf das Kläglichste wimmernd. Da seht, sprachKönig Rada, welch' unselige Krankheit meinarmes Kind befallen. Versuchet nun, ob ihrim Staude seid, ihm zu helfen- Ach, meinzerrissenes Vaterherz läßt mich nichts andereserwarten, als daß meine Tochter rasend bleibenwird, und ich Euch auf dem Markte gespießterblicken werde.
Joka aber, ohne auf die Worte des Königszu hören, trat mit ernster Würde zu dem Lagerder Prinzessin, legte verschiedene Male seineHand aus ihren Kopf und murmelte einige un-verständliche Worte.
Augenblicklich verließ der Teufel, dem Ver-sprechen'gemäß, seinen Wohnsitz, den er in ihraufgeschlagen hatte, und raunte nur noch, bevorer sich davon machte, dem Wunderdoctor in dasOhr: Ich glaube dich nun hinreichend für dei-nen Freundschaftsdienst belohnt zu haben undwerde mich jetzt zu der Prinzessin des benach-barten Königreiches verfügen. Wage es aberja nicht, sie von mir befreien zu wollen, denndeine Mühe würde vergeblich sein.
Joka versprach ganz nach seinem Willenzu handeln.
Die Prinzessin aber fühlte von der Minutean ihre Besserung und sowohl König als Hof-staat waren fast vor Freude darüber außer sich.
Elfterer ließ sogleich seine Tochter mit Jokavermählen und diese Feierlichkeit in seinemganzen Reiche bekannt machen.
Die Prinzessin, welche bald wieder voll-kommen hergestellt war, lebte hierauf mir ihremGemahl, den sie als ihren Lebensretter be-trachtete, in der größten Eintracht und Zufrieden-heit. Der Teufel aber trieb mit der Tochterdes Nachbarkönigs ein solch arges Spiel, daßdas ganze Reich darüber in Verwirrung gerieth,welche Unruhe sich auch bald auf jenes erstreckte,über welches König Rada zu gebieten hatte.
Der benachbarte König hatte kein Mittelunversucht gelassen, die gelehrtesten Aerzte ausallen Weltgegeuden herbeizuschaffen, um seineTochter von dem Bösen zu befreien, aber alleVersuche blieben fruchtlos.
Unter den vielen Heilkundigen jedoch, welchedie Prinzessin besuchten, befand sich auch Einer,welcher ffich eben an König Rada's Hofe auf-gehalten hatte, als Joka der Tochter desselbendie Gesunvheit wieder verschaffte.
Er erzählte dem Könige, was sich an Rada'sHofe begeben, und rieth ihm, sich an PrinzJoka zu wenden, da dieser wahrscheinlich dereinzige Mensch auf der Erde sei, welcher diePrinzessin retten könne.
Sogleich sendete der König mehrere seinerersten Hofbedienten mit kostbaren Geschenken anRada und dessen Tochtermann, und beschworden letzteren in einem eigenen Handschreiben,die Prinzessin mittelst seiner Wunderkraft vondem bösen Geiste zu befreien.
Die Abgesandten kehrten aber traurig undniedergeschlagen mit der Nachricht zurück, daßRada's Tochtermann sich durchaus nicht dazuverstehen wolle, sein Begehren zu erfüllen.
Der König schickte hierauf nock reichereGeschenke an diesen, aber imnier vergebens.
Endlich darüber in Zorn gebracht, sendeteer an den König Rada die Botschaft, daß, wennsein Tochtermanu nicht in kurzer Zeit erscheine,um die Prinzessin zu retten, er zur Vergeltungfür seinen Trotz, sein Land mit Krieg überziehenund kein Menschenleben verschonen wolle.
König Rada wurde durch diese Erklärungin keine geringe Verlegenheit gesetzt, da er derMacht seines Nachbarkönigs durchaus nicht ge-wachsen war. Er bat daher Joka auf dasDringlichste, die Prinzessin zu retten, wenn sienicht beide von Thron und Land kommen sollten.
Als dieser sah, daß alle seine Ausflüchtevergebens seien und Rada nur noch immermehr in ihn drang, ergab er sich endlich indessen Willen und reis'te nach dem Reiche desNachbarkönigs, in der Hoffnung, durch vieles