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begab er sich mit der schönen Königin Trudain das Schlafgemach.
Nicht lange, so begann ihn die schöneKönigin zu küssen, aber Sila Zarewitschsprach keine Silbe und regte sich nicht.
Als aber die Königin Truda ihre Handaus seine Brust legte, und ihn so gewaltigdrückte, daß er kaum zu athmen vermochte,sprang er auf seine beiden Füße, ergriff denStock, den ihm Jwaschka hingestellt hatte, undbegann sie tüchtig durchzuprügeln.
Gleich darauf erhob sich ein Sturm undein sechsköpfigcr Drache kam in das Schlaf-gemach hereingeflogen und drohte Sila Zare-witsch aufzufressen.
Jwaschka aber ließ chn nicht bis zu diesem ge-langen, ergriff ein scharfes Schwert und fing an,mit dem Drachen zu kämpfen. Sie kämpften dreivolle Stunden und Jwaschka hieb dem Drachenzwei Köpfe ab, woraus dieser wieder fortflog.
Hierauf gebot Jwaschka dem Sila Zarewitschsick schlafen zu legen und keine Furcht zu haben.
Sila Zarewitsch gehorchte, legte sichnieder und schlief bis an den Morgen.
Kaum als dieser angebrochen, ließ sich derKönig Salom erkundigen, ob sein vielgeliebterSchwiegersohn noch lebe, und als er vernahm,daß er noch am Leben und gesund sei, freuteer sich sehr darüber, da er der erste war, dersich vor seiner Tochter gerettet hatte, und be-fahl, ihn sogleich zu ihm zu bringen, woraussic den ganzen Tag mit Lustbarkeiten zubrachtcn.
In der darauffolgenden Nacht sagteJwaschka zu Sila Zarewitsch, daß er auchin dieser Nacht, wie in der vorhergegangenenmit seiner Gemahlin verfahren sollte.
Als sich Sila Zarewitsch mit seiner Ge-mahlin in das Schlafgemach begab, und sieabermals ihre Hand auf ihn legte, sprangSila Zarewitsch auf und fing wieder an, siedurcbzuprügeln.
Gleich darauf kam der Drache wiederunddrohte Sila Zarewitsch auzufressen.
Jwaschka aber sprang mit seinem Schwertehinter der Thüre hervor und kämpfte mit demDrachen und hieb ihm abermals zwei Köpfe ab.
Hierauf entfloh der Drache wieder undSila Zarewitsch legte sich schlafen.
Am frühen Morgen befahl der Königseinen Schwiegersohn zu ihm zu bringen, undsie brachten auch diesen Tag mit Lustbar-keiten zu.
Auch in der dritten Nacht gebot Jwaschkadem Sila Zarewitsch dasselbe zu thun unddieser that wie ihm geboten wurde.
Jwaschka hieb diesmal dem Drachen die
letzten zwei Köpfe ab, verbrannte sodann die-selben sammt dem Rumpfe und verstreute dieAsche auf dem Felde.
In der vierten Nacht fragte Sila Zare-witsch den Jwaschka, ob er jetzt seine Gemahlinumarmen dürfe, aber Jwaschka sagte, er solltees nicht früher thun, bis er es ihm heißenwürde.
Auf diese Weise lebte Sila Zarewitschbei seinem Schwiegervater ein volles Jahr,ohne seine Gemahlin zu umarmen.
Hierauf sagte Jwaschka zu ihm, er solltesich von seinem Schwiegervater die Erlaubnißerbitten, in sein Vaterland zurückkehren zudürfen.
Sila Zarewitsch that, wie ihm gerathen,er verfügte sich zu dem König Salom, um ihnum dieses zu bitten.
König Salom bewilligte seine Bitte undgab ihm zwei Abtheilungen seines Heeres zurBegleitung.
Als sie die Hälfte des Weges zurückge-legt hatten, sagte Jwaschka zu Sila Zarewitsch,daß er nun Halt machen und ein Lager auf-schlagcn sollte.
Sila Zarewitsch gehorchte und befahldie Zelte zu errichten.
Am nächsten Tage legte Jwaschka mehrereStücke Holz von dem Zelte des Sila Zare-witsch aufeinander und brannte dieses an.
Hierauf führte er die schöne KöniginTruda aus dem Zelte, entkleidete sie und alssie gänzlich nackt war, hieb er sie mit seinemSchwerte auseinanver.
Sila Zarewitsch erschrack hierüber undweinte bitterlich, aber Jwaschka sprach zu ihm:Betrübe dich nicht, denn sie wird wieder le-bendig werden.
Sobald die Königin Truda in zweiHälften gehauen war, kroch allerlei Gewürmeaus ihrem Leibe hervor, welches Jwaschkasogleich in das Feuer warf.
Siehst du, sprach er zu Sila Zarewitsch,was sich in dem Leibe deiner Gemahlin fürGewürme befunden hat; dieses alles sind böseGeister, die in ihr ausgewachsen.
Nachdem Jwaschka alles Gewürm ver-brannt hatte, legte er den Leib der schönenKönigin Truda wieder zusammen, bespritzte ihnmit dem Wasser des Lebens und die schöneKönigin wurde sogleich wieder gesund undwar nun eben so milde, als sic vorher bösegewesen war.
Da sprack Jwaschka zu Sila Zarewitsch:Jetzt erlaube ich dir deine Gemahlin zu um-armen, denn von nun an hast du nichts mehr
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