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auffangen und am Ufer verschaaren ließest,und wenn du das nicht gethan hättest, so wäreich vielleicht ewig auf dem Meere herumge-schwommcn.
Wie aber kamst du in diesen Sarg hinein?fragte ihn Sila Zarewitsch.
Ich werde dir alles erzählen, antworteteJwaschka. Ich war ein mächtiger Zauberer.Meine Mutter aber erfuhr, daß ich den Men-schen durch meine Zauberkräfte großen Schadenzufügte und befahl, mich in jenen Sarg zulegen und diesen ins Meer zu werfen.
Ueber Hunderl Jahre trieb ich auf demMeere umher, aber Niemand mochte michfangen, dir aber danke ich meine Rettung undwill dir dafür dienen und in allen Nöthenbeistehen.
Bor Allem muß ich dich fragen, ob dunicht gesonnen wärest, dich zu verheirathen.Ich kenne eine schöne Königin, Namens Truda,welche wohl würdig wäre, deine Gemahlinzu heissen.
Sila Zarewitsch antwortete: Wenn
diese Königin schön ist, so möchte ich sie wohlheirathen.
Jwaschka mit dem weißen Hemde sagte,daß sie die vollkommenste Schönheit aus dieserErde sei.
Als Sila Zarewitsch dieses vernommen,bat er den Jwaschka, ihn in das Reich derschönen Königin Truda zu führen. DiesesReich aber war von einem großen Zaun, alswie von Pallisaden umgeben, und auf jedemZaunstockc war ein Haupt aufgesteckt.
Als dieses Sila Zarewitsch erblickte,erschrack er sehr und fragte Jwaschka, was diesesfür eine Bedeutung habe.
Jwaschka antwortete: dies sind lauterHelden, die um die schöne Königin Truda sichbeworben.
Sila Zarewitsch erschrack, als er dieseshörte, und wollte sogleich wieder in seine Hcimathzurückkehren, ohne sich dem Vater der schönenKönigin Truda zu zeigen.
Jwaschka aber sagte, daß er sich nichtfürchten und nur dreist mit ihm gehen sollte,und Sila Zarewitsch folgte ihm und beidegingen miteinander.
Als sie in das Reich der Königin Trudagelangten, sprach Jwaschka: Höre Sila Zare-witsch, ich werde von jetzt ansangcn, deinenDiener vorzustellcn. Wenn du in die steinernenGemächer gelangest, so grüße den König Salom,und wenn er dich frägt woher und aus welchemReiche kommst du, und welches Vaters Sohnbist du, und wie du dich nennest, so sage ihm
Alles, und verschweige ihm nichts, auch nicht,daß du gekommen seist, um seine Tochter zuheirathen, er wird sic dir mit großer Freudegeben.
Sila Zarewitsch begab sich in das Schloß,und als König Salom ihn erblickte, kam erihm entgegen, nahm ihn bei seinen weißenHänden, führte ihn in die weißen steinernenGemächer und fragte ihn : Ach, du guter Jüng-ling, woher und aus welchem Reiche bist du,welches Vaters L>ohn und warum bist du zumir gekommen?
Ich bin aus dem Reiche des Czaars Ebotni,nenne mich Sila Zarewitsch, und bin zu dirgekommen, um die schöne Königin Truda zuwerben.
König Salom freute sich über die Maßen,daß der Sohn eines so berühmten Czaar seinSchwiegersohn werden wollte und befahl seinerI Tochter, sich zur Hochzeit sogleich bereit zui machen.
^ Und als der Tag kam, an welchem dieTrauung vor sich gehen sollte, gebot KönigSalom allen seinen Fürsten und Bojaren sichim Schlosse zu versammeln.
Nachdem dieses geschehen, fuhren sie indie Kirche und Sila Zarewitsch wurde mitder schönen Königin Truda getraut.
Hieraus kehrten sie in das Schloß zurück,setzten sich zu Tische, aßen und tranken, undwaren guter Dinge.
Als aber die Stunde kam, in welcherSila Zarewitsch, in das Brautgemach gehensollte, führte ihn Jwaschka auf die Seite undsprach: Höre Sila Zarewitsch, wenn du deineGemahlin in das Brautgemach geführt, sohüte dich, sie zu umarmen, denn thust du dieses,so wirst du nicht am Leben bleiben und deinKopf auf den leeren Pfahl, welchen du gesehenhast, gesteckt werden. Sie wird dich küssenund dir liebkosen, du aber darfst nichts mitihr sprechen.
Sila Zarewitsch fragte den Jwaschka:Warum aber verbietest du mir dieses Alles.
Jwaschka antwortete: Weil die schoneKönigin Truda mit einem Geiste in Verbin-dung steht, welcher sie jede Nacht m Gestalteines Menschen besucht, die Luft aber in Ge-stalt eines sechsköpfigen Drachen durchfliegt.Wenn sie daher ihre Hand auf deine Brustlegt, und dir beklommen zu Muthe wird, sospringe auf deine beiden Füße, und schlage sieso lange mit einem Stocke, bis sie kraftlos zuBodeii sinkt. Ich aber werde um diese Zeitbei der Thür deiner Schlafkammer Wache halten.
Als Sila Zarewitsch dieses vernommen,
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