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[1] (1857)
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Der Zauberer im Sarg.

Allrussisches Volksmärchen von llr. Zoh. Nep. Vogl.

Ws lebte einst ein Czaar, mit NamenChotni, dieser Czaar hatte drei Söhne, vonwelcher sich der erste Aspe Zarewitsch, derzweite Adam Zarewitsch und der dritte SilaZarewitsch nannte.

Die beiden älteren Brüder baten den Czaarum die Erlaubniß in fremde Länder reisen zudürfen, um andere Menschen zu sehen undsich selbst zu zeigen.

Der Czaar bewilligte ihre Bitte und gabjedem von ihnen ein Schiff, in welchem sienach den fremden Königreichen reisen konnten.

Aber auch der jüngste Bruder, SilaZarewitsch bat den Czaar Chotni, daß er ihmdie Erlaubniß ertheilc, mit seinen Brüdernzu reisen.

Czaar Chotni aber sprach: Mein vielge-liebter Sohn, Sila Zarewitsch, du bist nochzu jung, und der Mühseligkeiten einer Reisenicht gewohnt, daher bleibe lieber zu Hause.

Sila Zarewitsch aber hatte ein zu großesVerlangen, fremde Länder zu besuchen, undhörte nicht auf, den Czaar Chotni, seinenVater zu bitten, bis dieser ihm seine Bitte be-willigte und ihm auch ein Schiff gab.

Als die drei Zarewitscha ihre Schiffebestiegen hatten, befahlen sie vom Lande zustoßen.

Und als sie auf die offene See gelangten,fuhr das Schiff des ältesten Bruders voran,nach ihm das Schiff des zweiten Bruders,nach diesem jenes des Sila Zarewitsch.

Nachdem sie drei Tage sortgesegelt waren,sahen sie einen Sarg auf dem Meere. Diebeiden älteren Brüder ließen ihn vorüberschwim-mcn, der jüngste Bruder aber befahl seinen

Schiffsleuten den Sarg auszufangen, und aufdas Schiff zu bringen.

Am nächsten Tage erhob sich ein gewal-tiger Sturm, welcher das Schiff des SilaZarewitsch aus seiner Bahn warf und in! eine unbekannte Gegend an ein steiles Ufer trieb,l Sila Zarewitsch befahl den Schifferni den Sarg ans Land zu bringen, und als dieses

> geschehen war, ließ er alldort ihn in die Erdej verscharren.

Hierauf sagte Sila Zarewitsch zu demSchiff-Führer, er solle hier auf ihn drei volleJahre warten und wenn er nach Verlauf dieserFrist nicht wiedergekommen sei, so könne er in? das Czaarthum seines Vaters zurücksahren.

Sodann nahm er Abschied von ihm und! den Schiffsleuten und ging wohin seine Augenj sahen, und wanderte eine lange Zeit, ohne! einen Menschen zu erblicken, weder vor sich,noch hinter sich.

Am dritten Tage endlich hörte er einenMenschen hinter sich laufen, welcher ein weißesKleid anhatte.

Sila Zarewitsch wendete sich um undbemerkte, daß der Fremde ihm schon nahe ge-kommen sei und zog sein Schwert, denn er be-fürchtete, daß es ein Bösewicht sei.

Als aber der Fremde ihn ein geholt hatte,

^ warf er sich vor ihm nieder und dankte ihmfür seine Rettung.

Sila Zarewitsch fragte ihn: wofür dank stdu mir und für welche Gnade?

Da sprang der Fremde auf seine beidenFüße und sagte: Ach, du junger Mensch, SilaZarewitsch, wie sollte ich dir nicht danken?

> ich lag ja in dem Sarge, welchen du im Meere

Märchen und Sagen VI.

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