St
In ein Faß einpöckeln! Wie würden sie schrein, wenn Wir ihnenSolch Elend anthäten! — Doch todt, auch könnten sie nicht schrein.
O, das Abscheulichste ist in der Welt das Verschwiegne, das Stumme.
In der Verbannung sinne was aus: wie das Volk wir vertilgen,
Redlicher Bär, sonst dummer! Doch thut sich Verbannten der Kopf auf!
Hast Du's gesunden, dann sei auf's neu' uns Reichesverweser!
Nur Heuschrecken genug! und den König zu Freund uns erworben,
Dann hin sind sie!... und müßten wir selber darüber zu Grunde gehn.
Nicht wahr, Herr Elephant: Nichtleben, ist edler, bequemer,
Als der erbärmliche Sklav' da von jeglichem albernen Kind se>n!"
Darauf reicht' er dem Bären die Hand zu geneigtem Abschied,
Und für so gnädig Entlassen bedankte sich tief der Verweser.
Und zum Könige neigte der Tiger sich wieder und sprach leis:
,.Weißt du denn um die Bestechungen, Herr?... und um das Verkaufen?Grundrechtschaffene Leute nur müssen bestechen sich lassen,
Daß cs die Schändlichen dann nicht werden, wenn ihre BestecherGlauben, sie hätten ja schon von Bestochenen genug in der Tasche!
Leicht zu bestechen auch sind die Bestecher! das merke sich Jeder!
Herr Elephant der beschwur mir: der Hausen des Goldes, womit sieHinten in Indien einstens im Krieg einander bestochen,
Habe gelangt: Vierhundert Pagoden zu bann, und das Gold Hab'
So ganz eigen gerochen, daß Kenner es leichtlich erkennen.
Und Herr Feldherr Fuchs riecht mir nach so eisigem Gold ganz"
Jetzo erhob sich der König erzürnt und fuhr so den Fuchs an:
„Schelm du? Ich habe dich gnädig bestraft um bewiesene Feigheit,
Und ich gedachte, du würdest dich selbst anklagen um deinenSchändlichen Diebstahl, den du am Volke begangen, der größerNicht sein kann und schwerer: Du hast da lebendige Streiter,
Prächtig gehörnte und weidlich gemästete, welche mit ArglistDu abkommandirt, da an Händler verkauft — als Rindfleisch!
Selbst Hab' ich die Verkauften gesehn, die sich bitter beschwerten.
Darum verdamm' ich dich — weil sie noch leben —zu Galgen und Strang nur;
Wäre nur Einer verkommen, da wäre das Rad dir zu wenig!
Geh' und bereite dich weise zum Tod an der Henkersmahlzeit.
Jetzo zur Jagd! „denn man ist kein recht Thier... ohne die Thiere."
Und nichts sagte der Fuchs zum verdienten Strang, doch er dachte:
„Uebergänge nur sind schlimm Ding! Wenn der Fuchs noch den Balg hat,
Und auch wenn er gestreift ist, da ist ihm Wohl — er ist todt! DochWenn er gestreift wird, dann ist ihm schlecht; da verwünscht er das Fuchs-seinMehr, wie den Jhn-Abstreifer. Der, wär' nicht, mär' Er der Fuchs nicht!"
Jene nun zogen zu Wald; jedoch Er schlich heimlich zum Henker,
Zum Hofhenker, vorher fein Freund und lieber Gevatter.
Rührend sprach er zu dem: Thu' heut mir den letzten Gefallen— Einen, der dir nichts kostet, sonst kosten uns stets die Gefallen —
Dir thut bitterlich leid mich zu hängen, das hoff' ich! Drum EinenKnoten nur knüpf'in die Schlinge des Stricks, daß sie mir sich am Hals nichtZuzieht! Wer weiß das? Ich verspreche dir grauslich zu ächzen...
Aengstlich nach Athcm zu gurgeln und ganz leibhaftig zu sterben...
Schauerlich will ich dir zappeln zum ganz Schlimm werden für Weiber . .
Ganz weiß will ich die Augen verdrehn; mein buschiger Schweif sollGanz zum Erbarmen sich winden, als wär' er gehangen und ich nicht...Fürchterlich häng' ich die Zunge zum Halse hinaus, daß davon läuftWer mich sieht! Und des Nachts dann lauf ich, mich lösend, der Schlinge