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[1] (1857)
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Und kaum schlug sie die Augen nur auf, o, da tritt ihr der Mann ein!Wieder sich finden" ist zehnmal werth: einmal sich verlieren,"

Rief sie da nicht; o sie lebt' es, wie selbst ein Mäuschen im HerzenKöstlich und unaussprechlich ihr Leben wie Alle genießend.

Zeig' dich dem Volk, daß es schaue: Du lebst!" bat sanft sie ihn drängend;Wen man todt glaubt, o, der ist todt! Wir leben vom Scheine.

Auch ja kennst du den Vogel, den etwas albernen freilich,

Aber doch guten, der singt so wie ein Karr'rädchen uns quitschet,

Während er Hanf, Leinsaamen und auch Wachholder sich knuspert;

Der hat sehr mir gerathen: ich möcht' ihm erlauben zu bittenBei dem gewaltigen Vogel, dem Ruck der da wohne. . . Er weiß esEinzig alleinund er steh' im vertrauten Verkehr mit ihm heimlich:

Daß er zum Schlachttag heut dennall' uns Vögeln doch ja nichtSchrecklichen Sturm, und Donner und Blitz und prasselnde SchlossenSende! Das woll' Er verhüten!Ich nickte. Du mußt es doch wissen."

Waffenlos ganz, nur Muth in der Brust, nach zärtlichem AbschiedJetzo begab er sich selbst in die Schlacht als König und Feldherr,

Setzte sich hoch aus dem Gipfel der Eich' in die goldene MispelNach dem gefräßigem Volk Heuschrecken begierig umberschau'nd

Aber da standen die Wälder noch grün und die Wiesen in Grasschmuck!Darum sprach er empört:Nichts schändlicher, schädlicher lebt wo,

Als die versprochene Hüls' in der äußersten Noth zu versagen!

Lasse das setzt nur geschehn; viel muß man erdulden in Kriegszeit,

Aber wer da uns Böses gethan, Uns Gutes gelassen,

Dessen gedenken mit Rache wir dann! Da ist Zeit zur Vergeltung!

Wozu wäre der Frieden denn sonst, als im Stillen zu schaden?

Doch ein Anderes Hab' ich gesehnund also gelernt, gleich!

Denn ein reisender Herr, o der lernt ja so viel wie er ansiehtAlles; da Hab' ich dennBiseln" gesehn! das verrichten die Rinder,

Aber die Bremsen erregen es ihnen mit wenigen Künsten.

Biseln", das sollen sie mir die gewaltigsten Feinde! davon mirLaufen, in's Meer da sich stürzen, so viele mit Schweifen begabt sindSie zu erheben, und Bein' und Athem zu Tod sich zu laufen!

Trotz dem, bleib ich dabei: Nur den Feldherr schlage! Da schlägst duSämmtliche Feind' ohn' einen nur einzigen Schlag! Doch bedürfenHeiteres Wetter wir Vögel, die Bremsen sowohl, wie die Horniß:

Darum nicht mir gedonnert, noch weniger SchlvssengcprasselMir auf die Rücken und Flügel und Hals' und Köpfe der Vögel,

Mein Herr Großherr, Ruck! und gute Geschäfte dir, Gimpel!

Nichts ist Narrheit, Klugheit nichts; was nützt, das ist Weisheit.

Und mit Vergnügen nun schaut' er hinab und umher in dem Blachseld,Draus und darum in der Nacht schon immer die Vögel geschlafenReihnweis unter den Führern, und lies anrufen die Wachen.

Ganz unermeßliche Schwärme von Mücken und Krimmlingen spieltenWimmelnd im goldenen Strahl der in Pracht ausgehenden Sonne;Bremsen, die Blutaussauger der Pferd', und Völker von BienenFreudig bereit: an dem Wäre sich heut für das Zeideln zu rächen,

Jedes geführt durch seine, die schlankeste Königin selber.

Aber im Morgengewölk hoch droben umschwebt' ibn der AdlerOder die Adlerin nur, auf ruhigen Fittigen schweigendGroß im erhabenen großen Bezirk.

Ihn erblickte der Fuchs da,

Zeigte ihn droben den Freunden, geschmeichelt von seiner Erscheinung: