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[1] (1857)
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Warte du kleiner Betrüger, du niedlicher Schelm du! So flieg nurHeim, bei Frau und Kind ist Jedem am wohlsten das ebr' ich.

Und rasch flog er empor, nach dem Abendstern sich zu richten:

Wo die Heimath läg? Dann schwirrt er fort in die Nacht hinUnter des Mondes Geleucht; und über ihm brauste am HimmelEin Zug klappernde Störche von Mittag her;.,. dann von Abend:

Sich anrufcnde Schwäne, wie silberne, schimmernd im Mondglanz;...Dann ein Zug sich im Kreis hinwindender Kraniche, südher;

Aber im gackernden Dreieck, vorn an der Spitze den Führer,

Heerden von Gänsen; sic alle zur Schlacht mit dem Heere des Bären.Lächelnd des gütigen Volkes, das kam um für ihn zu sterben,

Für die noch nacketcn Jungen, unflüggc schon trotzigen Herzens,ä^ört' er sie rauschend darauf in den Teich einfallen zur Nachtruh;

Flog dann von hinten in seinen Pallast, nach den Kindern zu fragen,

Und er begegnete glücklich der treuesten Wärterin Blaumeis,

Die, den schon heimlich Beweinten doch wiederzusehn, erfreut sprach:

O, Hoheitchen geruhen zu ruhn, und lächeln im Schlafe!

Schmeichelnde, sehn da die Elben; doch Grade bedauern die Zwicker;Grobe, vermuthen nach Schlimmers; Abscheuliche, hören es kollern. . .Aber mir wär' ein Wunder: wovon?wach, schreien sie Hunger,

Oder doch Hungerchen! Blos als Vögelchen schrein sie nach AllemBringt man es, nehmen sie Nichts,Schneekönigskinder" sich rühmendAechte von Wort wie von Ehre und leis dazu weinet die Mutter.. .Wollt' ich sagen. .. das Herz läuft Unserereiner mit Redens -Artchen davon, und die Wahrheit schlägt wie der Rahm aus der AngstrufWollte ich sagen: der Milch. Man wird hie verdreht im Pallast ganz!"

Und er beruhigte sie er beschenkte sic; leise dann sprach er:

Morgen ist Schlacht. Ich verrathe zuerst dir das große Geheimniß;

Und wir Vögel gewinnen sie! Oder, von Katzen gefressen,

Ruhn wir äls Federn im Winde. Erhalte das Nest nur bis morgen.Mache den Kinderchen nur Apetit ich vertrau: auf die MädchenNimm und lege die Kerne nur hin daß sie früh sie gewahrenlind sie sie essen, noch eh' sie sich völlig besonnen: Wer sie sind.

Und sie ging, Blaumeise genug um sich Einen zu stehlen;

Und er setzte sich schlafen, die Schlacht voraus zu beträumeu.

Heute vermied er die süße, die Königin liebe, daß ja ihmNicht wohl werde bei ihr; denn Freude verscheuchet die SorgenGanz dem Bekümmerten, ganz zur Unzeit macht sie ihn faul ganz.

Elfter Gesang.

Die Schlacht.

Redliche Königin, ganz unschuldige Mutter der Kindlein,

Trotzigen; schuldlos Weib des Gemahls mit erschlichener Krone,

Wie schwer littest du heut in der Nacht, da der Gatte dir fehlte. ..

Da er gefangen dir saß, schon todt dir erschienen im Traume;

Denn ein Grünspecht halt' ihn im Wald' da gefangen gesehen!Aengstlich ihn schnickern gehört, ihn erkannt, und die Kunde verbreitet.

Aber sie fassete Muth zum Wort der smaragdenen Schlange,

Die ihrden Bären" gedeutet, der, Klauen beraubt und Gebisses,

Nie mehr schaden ihr werde, vom Rattenkönig verbürget.

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