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Drauf vom geschmücketen Plan ausftogcn sie alle zugleich — Brrr!
Als der „Trompeter" geblasen; und weislich flogen sie schweigend.
All' Unfähige „König" zu werden, drum sämmtliche WeiberSaßen und schauten hinauf mit geblendeten thränenden Augen,.
Dem, Glückwünschend; dem, Unglück; jenen: die Hälse zu brechen,
Wenn sie vom Himmel gestürzt mit der eigenen Last sich erschlügen.
Siehe, der Hahn flog bis auf den Zaun — da kräht' er schon : „H o h l' E u ch!"Bis auf den Giebel erhob sich die dürreste Gans nur mit Gigak;
Bis zum Gipfel der Tann' aufflogen die Staaren; in WolkenStiegen die Lerchen, dazu mit Gesang auf; unter den WolkenSchwirrten die Schwalben umher, doch die Kraniche flogen im Kreise,Raben und Kräh'n und Dohlen und Elstern, die schwarzen, beflecktenSchwarz den begrüneten Wald; längst wieder herunter gefallen;
Schwer auf den Bäuchen und athemlos lagen die fettesten Enten;Gaubernd lag auf dem Bauche der Truthahn, kaum noch giebsend.
Einzig der Pfau war sitzen geblieben, in seinen Gedanken
Stolz sich bewußt: „doch der Schönste zu sein und daö Schönste behauptet
Schon so den obersten Rang, auch ohne Gefolg' und Pallast wo."
Auch so der Uhu war nicht erst nach der Krone geflogen,
Als grundhäßlich, der, um nicht als ein garstiger KönigTäglich dem Volk zum Verdrusse zu sein, sich des Fluges enthalten.Drauf mit gesenkctem Kops sahn' all' an der Erde nur schwarzeFlecke noch still hinschleichen von hoch, klein über den WolkenRuhenden Vögeln, die kaum vor Ermüdung droben sich hielten.
Deutlich der höchste von Allen Geflogncn erschien da der AdlerUnd ausrief ihn das Volk mit unendlichem Jubel zum König.
Siehe, da stürzt er, sich immer vergrößernd, mit sausendem WehenUnter sie mitten hinein. Und kaum erst steht er, da stürzenFalk und Lämmergeyer ihm nach, und zu Athem gekommenLaut vor dem Volke bedauern sie ihn als schändlich Betrogenen:
„König, so lang du vom Himmel gefallen, du Hahnschrei-kurzer!
Droben, von dir aus, flog ein winziges Kerlchen noch höher!
Also es hatte dir drunten sich schon auf den Rücken gesetzt, soRecht fest zwischen die Flügel, so hobst du unmerklich ihn, und soRaubt er dir Krön und Reich."-Ei, sehet, da kommt nun das Kerlchen;Und nicht Wir sind grade betrogen, nur grade der Adler:
Daraus flog er herbei - wie der Wind ein Blüthchen herabweht —
Aber mit keckem Gethu', und gesetzt auf den Schnabel des Storches,
Der ihn mit Ehrfurcht trug, stellt' Er sich schnickernd dem Volk dar.
Da Er am höchsten geflogen, und Wer da am höchsten geflogen,
König und Herr sein sollte, so blieb es der Herr Schneekönig.
Aber der Adler erflog hoch auf sein silbernes Bergschloß
Und zum verscherzen der Schmerzen erkohr er daS freudigste Weib sich.
„Wenn dein Mann nun sich nicht einmischt, und den Vögeln nur nicht Hilst,Schlagen wir Rauchen die Vögel!.. . Der Herr L-chneekönig verkriecht sichUnter das Kleinzeug. Neu wird Alles; das Aelteste wird neu;
Ohne zu fragen nur kommt dein Mann vom Himmel gezogenUnd wird König da über die Gäns' und Truthen und Geyer. - -Alles was Eier nur legt, so grade wie krumme. Das ehrt dich!
Lockt dich das nicht? Ein Weib, und nicht herrschsüchtig ?.-wie paßt das!"
Kaum daß der Fuchs so das Weibchen gereizt, daß sie eilte zum Heimflug,Schon vor ihm schwebend, srug sie nur noch ihn die Frage der Mütter:„Werden die Kinder mir reihweis Könige?" und er berieth sie:„Sämmtliche Vögel schon und Großväter der eigenen Kinder;