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[1] (1857)
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Wer von mir hat was um Nichts? So Hab' ich denn nichts zu bereuen.

Einmal Hab' ich ein Gänschen geschont, das sagte: es wäreSeiner gestorbenen Mutter ihr Leib - Ki n d.Ei-Kind!" lacht' ich.

Aber ich merkte: es hatte den Pips! und so bin ich denn Reu-frei.

Aus ist der SchmauS. Doch giebt es denn gar nichts mehr zu genießen ?"

Hei, da entdeckt' er das Rebhuhn, letzte, im Nacken ihm hangenUnd stillschweigend nun hielt er die LebensHenkersmahlzeit."

Aber er war doch gerührt; denn um die Gebeinchen vom RebhuhnSammelten froh Ameisen sich an und er sähe sie essen;

Die Lust strich er noch ein. Doch er sollte noch Vieles erdulden:

Keinem je gehet das Leben so aus, und so hin, wie der Mond Nachts.

Plötzlicher Föhn fiel grad' aus der Höh', als stürzte der HimmelDumpf, unsichtbar ein, und pfiff sein schauriges Berglied;

Wolken verschneiten die Sonne; der Schnee die Gelände der Felsen;

Donner erschütterte Mark und Gebein des verwitterten Schlosses;

Kopf und Nasen, vermummelt in Schnee, abstürzte vor Furcht sichSpringend und rutschend und rollend mit lautem Getos in den Abgrund.

Und er verschneiete tief und bohrte die Schnauze sich höher.

Lästerlich schrie er vor Angst und Noth, nurblosumzuschreien, j

Voll und heulte, er Einer, zu Neun.. . Zehn Füchsen vervielfacht. i

Höre... da saust es her!... Siche... da setzt es sich! Rieche... da istSelbst Frau Königöadlerin, warm vom duftenden Nestweg.

Nicht mir dem Horste genaht! Du Ei ausschlürfcnder Lüstling,

Falscher! Was kriechst du hier oben herum in dem heiligen Bergschloß?

Ich bin Königin hier, ohn' Unterthanen ich hole

Welche mir, immer so viel ich bedarf für das Haus und die Kinder."

Also drohte sie. Und er beschwatzte sie, Glück nun sich ahnend:

Königin wärst du? mit Nichten! nur so Frau Adlerin schlechtweg!

Aber du könntest sie sein, o die Königin aller Gevögel!"

Sag'mir: wieso denn? Das hat mein Mann^mir immer verschwiegen!"

Seinen erfahrnen Betrug! ...und die Dummheit! die er »ersehn hat;

Eh' du mich tadelst, höre mich erst, daß du alles genau weißt."

Und nun erhob er sich: Nicht nur Fuchs bin ich, nein, auch Gesandter.

Siehst du denn nicht aus dem Kopf mir das weiße, das blühende Kirschreis?

Wer das trägt, geht überall ein und überall aus, frei,

(Wenn man ihm nicht auf den Pelz brennt, schaltet' er dumpf ein)

Höre mich wohl, mich sendet der Bär, der Verweser des Rauchvieh's

Der Krieg hat mir dem Herrn Schneekönig! Die Sache nun war so: ^

Einmal wollten die Vögel, vor thörigem Stolze, sich einen

König erwählen aus ihrem Geschlecht. Zwei Flügel nur mußt' er

Haben und nur Zwei Beine, dabei Kopf, Schwanz und Gefieder;

Schnabel, den nicht zu vergessen! Das alles denn kurz so nur, oderLang; grad, krumm; und Stimme zum Schrei'n, wenn auch zu Gesang nicht;

Dann, wie der Sperling nicht zwölf Weiber, nur Eins, wie die Schwalbe,

Daß ihr Vogelgeschlecht durch zu viel Weiber nicht ausgeh'.

Diese nur waren die Stück, die erfordert wurden zum König;

Wer zum Beweise der Kraft, und daß er von Schwindel befreit sei,

Nun um den Steinwurf höher als alle die andern geflogen,

König das sollte der werden und sein und heißen und bleiben

Vier unermeßliche große, gewaltig- verschiedene Dinge.

Alle die übten sich lang' und brachen sich bald die Genicke.

Welch unzählich Geschwirr! welch' Lustgeschrei in der Versammlung! ^

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