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[1] (1857)
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Aus der Begeisterung; und wie er sah daß er höre, da sprach er:

Schreihals! Todtenerwecker! all' Holdes in Einem: Du Esel!

Einstmals hört' ich: Ihr habt auf Erden ein Wörtchen, das heißttoll;"

Jetzo versteh' ich das Wort, Langohr du, ich Hab' es gesehen.

Wenn Wir Sterne begraben das hört kein Ohr bei Euch unten;

Wenn Ihr nur Töpfe zerbrecht, davon schweimelt die Sonne bei uns hoch.Hundcgebell auch hör' ich hindurch und Katzenmiauen,

Aber du singst und du löschest da Kindergeseufz wie mit Donner!

Schrecklich, wenn ganz ich die Nacht die verliebeten Katzen zu hörenAmtlich verdammt bin; doch da noch lacht man; ... Aber wenn du singstDein zermalmendes Lied ... mich entzückt der erhabene Einsall:

Daß noch andere Leute ich nenne bescheiden da keine

Nicht so zu lieben beglückt aus mehr als himmlische Art sind:

So wie die Katzen zu schreien! denn da wär's mitdem Schlafinder Welt ausUnd zum Mann' im Mond' mehr meldete nicht sich der Taubste!"

Aber der EselHder Muth sich geschrieen, antwortete halsstarr:

Ich, ich schrei' auf Befehl!" und rasaunete ärger denn vorher.

,,Mein Weltbruder!... als Erdkind duIch,als himmlischer Bauer..Hast du, verschaffe mir Wachs, mir die Ohren damit zu verkleben!

Und ein sanftes Tuch um den Kopf, in die Erde zum Schlaf mit!

Mußt du denn singen?" Da sang ihm gestättig der Esel die Antwort:

Gieb mir die Schuld an meinem Geschrei nicht gieb sie dem Hasen!

Der hat Dummes gerathen; und dummer ist: dummes befehlen;

Und ich Gehorsamer führ' es nur aus, und mach' es zur Lust mir!

Sprich, was hätten wir Esel denn sonst von demAllengehorchen"?

Reiß mir die Ohren nicht ab, und lasse sie Andern genädig!

Schlag' mich Geschlagenen nicht! nein, strafe du lieber an Geist mich!"

Das Wort rührte den Mann aus dem Mond, und er redet' ihm sanft zu:

Kann nicht Alles in Stille geschehen? in Frieden erduldet?

Fanget nur Lärm nicht an, wie ja Ich nie! Alles geduldigUnd hübsch schweigsam läßt es sich tragen, und abthun, Alles,

Selber den Kopf abschneiden sich lassen und Anderen schneiden,

Und nachher nicht schwatzen! Das ist vollkommene TugendUnserer aller, der Thiere mit Haaren, wie nacketer Frösche,

Und zum Muster für Euch stehn Bäum' und Steine da rings um,

Die nicht mucken, zersplittert von Blüz'das nenn ich mir Leute!

Kriegst du Schläge, so denk' du gelassen:Mich lecket der Hase!"

Hast du Schläge bekommen, so glaube:Mich leckte der Hase!"

Sollst du zu schwer Sack tragen, so hoffe:der Hase der wird michLecken!"Er hat mich ... er leckt mich ... er wird mich ja lecken-Das ist der Eselsglaube; dann hast du die Schläg'-und den Frieden!"

Dafür biß ihn der Esel sogar in den Arm, als der schändlichen SpötterSchändlichsten über die dummen und armen geduldigen Esel.

Aber der Mondmann griff zur goldenen Hacke von Zorn roth,

Ihn für den nimmer erfahrenen Biß auch nimmererfahrenTüchtig zu bläuen; doch war cs ihm lieber ihn geistig zu strafen.

Und er benahm ihn, die Rede: hinfort nur :J Ja" zu sagen,

Oder zu singen, zu denken in ewigen Zeiten nurI Ja."

Und zum Abschied sprach er bewegt zum hörenden Freunde:

Man will schlafen! Das kannst du den Todten sogar nicht verdenken!"

Darauf kehrt er zum Mond und tauchete rasch mit ihm unter.

Als der mit Strafe-Belegte, der Esel, zum Weibe nach Haus kam,

UndGut Nacht" ihr zu sagen gedacht, da vernahm sie nurI ja!"

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