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[1] (1857)
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Auf die Frage dann: willst du was essen? vernahm sie nurJja!"

Aus ihr: willst du zu Bett gehn? eben vernahm sie nurJja";

Bist du verstummt?Jja"! Wie? bist du ein Esel?Jja ja,"

- Willst du Prügel?Jja!"JaI!"Und dabei blieb er.

Bang da berief sie den Bruder herein und klagt' ihm das Schrecken:Miss': Ich lasse mich scheiden von ihm! Denn wer ewig nurJja"Sagt, nur der höchst Langweilige, das ist der schrecklichste Schwätzer!

Aber der Bruder er lacht und tröstete sie mit dem Rechtsspruch:Stummsein ist kein Grund zur Scheidung!" wüsit' ich mir halberEine so köstliche Braut, die zu Allem mir sagte nur: Jja!...

Kannst du mir auch gut hungernin Noth?" ein wichtigesJja!"Willst du mir unsere Esel, die Kinder mit Lieb' aufziehen?"Jja! ja!"Willst du für tüchtiges Dumme die tüchtigen Prügel in Ehrfurcht?"

Und sanft spräche sieI ja", der lieblichste Engel von Esel

Bor der fiel ich auf Knie und Kopf und Hintergebeine.

Jja", das ist Rede genug für die Beste der Weiber."

Laut da lachte die Frau, mit dem Jjasager zufrieden.

Sonderbar war ihm zu Muth, denn er furcht' und wünschte das Bett, müd'.Kann ein Schlafender stumm sein ohne Gefährde, so mein' ichKann ein Stummer auch schlafen, und Träume sich reden im Herzen!Niemand ist so gescheit» wie ich gramlos wandelnder Esel;

Lebetcn alle wie ich, wär' ewiger Frieden auf Erden!

Selber der Mann im Mond' säß ruhig als Esel im Himmel!

Hum! da der Grobian der!... steigt aus, um mich Edlen zu dreschen!Aber ich Hab' ihn gebissen das war schon außer dem Frommsein;

Geb' es da droben ihm Leute doch auch, die da Leute curiren:

Arm' und Bein' und Eselsgebiß und zerschlagene Köpfe!"

Draus, wie mit allem zufrieden, mit Hunger so gut wie mit Schlägen,Streckt' er sich auf sein Stroh und vermummelt' es halb im Entschlafen.

Achter Gesang.

Die Bergfahrt.

Als nun der Tag anbrach hoch droben zuerst in den Wolken,

Welchen die Lerchen erstiegen, wie goldene Flämmchen die sangen,

Als an den Wänden der Felsen das rosige Licht wie ein breiterGoldener Himmelsstrom stillschweigend herab in das Thal floß,

Und von den mächtigen Fichten und selbst von den Röschen, den kleinen,Jedem die Sonne den Schatten da langaus neben ihn streckte;

Da schon kam zu dem Lager der Gems mit der Frau und den KindernDie das Geleit ihm gaben, ver Fuchs und rief zu den jungenSchlafenden Eheleutchen hinein mit ermunternder Stimme:

Auf, Frau Gems! und den Schlaf aus den Augen gewaschen am Brunnen!Er, Herr Gemsbock schlafe; denn Schlaf ist das Beste den Kranken.

Weit ist der Weg zum Gipfel hinauf, wo der alberne AdlerHorstet und haust. Wir müssen vor Nacht wohlweislich zurück sein.

Denn sonst brechen wir Hals und Bein'! und das sollte mir leid thun.Ganz dumm ist da die Sonne doch nicht als TageslaterneLängst vor Alters erfunden. Heraus mein niedliches Rößlein!"

Mürrisch hinkte der Gemsbock vor, mit verbundenem Schienbein,

Hinter ihm schlich sein Weibchen beschämt und die Glöckchen sich putzend,Und gleich wollte der Fuchs auf die Gemse sich sehen, und saß schon.