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Heiligen Bullen mit seinem Gebrumm! der begeistert die Kühe!
— Das nur sag! ich „im Fall;" denn er machte wohl Aerger und Störung.Und jetzt hält man aus Zucht ja der Kinder — und Kälber ja sind Kuh-Kinder — die sicherlich ihm nachkiefen, dem einzigen Vater."
Jetzt sprach fröhlich der Bär: „Mein Weib wird schön dir es danken,
Daß du das geistige Werk ihr gelobt; ich erzähl' es zu Nacht ihr.
Für Reckt haben und ihr Recht geben, bedankt sich der WeiberSchlimmste! Sie wird gleich still! und thut zu Gefallen dir — Alles."Und nun hoffte der Fuchs auch seines Verlangens Gewährung,
Da er dem Bäre mit Lob sein Siegsmalsctzen gepriesen.
Einiges thäte noch wohl Roth, sprach er, zu unserem Vortheil:
Feinde dem Feinde zu machen, und ihm abwendig die Freunde,
Nichtige Feldherrn loben und Nützliche tadeln dem Feinde;
Oder die Mächtigen klüglich zu rein gleichgültigen Nichtsen.
Sieh', uns lebt kein Wichtigerer, wie der Adler da oben
Hoch auf der Alm, wer nur kühn und schlau zu ihm wagte die Bergfahrt!
Wenn ein Pferdchen ihn trüge; ich meine da grade den Gemsbock,
Der erst gestern vom höchsten Gebirg mit der Gemse zu Thal kam.
Hülfe der Aar auch uns nicht, bliebe jedoch fern uns zu bekriegen,
Weil ihm die Vögel verhaßt, da er nicht ihr König geworden,
Weil am Tage der Königswahl mit dem Fluge von ihm ausHerr Schneekönig „betrogen," wenn offene Wahrheit noch gilt.
Zornige sühnt man schwer, drum sende den klügsten Gesandten,
Der sich an sein Weib wendet und Lust ihr zur Königin einschwatzt;
Und herrschsüchtig, das sind ja die Frau'n, und sie leugnen es selbst nicht.'/
„Thue du mir als Freund ein Uebriges — mache die BergfahrtDu!" bat jetzt ihn der Bär als redlicher Reichesverweser.
„Sieh', ein Feldherr ist es ja nicht am Tage der Schlacht nur —
Ja, fast schlafen da kann er; die Anderen können da schlachten!
Ein Feldherr muß hinten und vorn sein, oben und unten.
Jegliches selbst sehn, hören, ja kosten... das Wetter noch riechen! —Und wer wittert von weitem so gut schon Alles — d'rum schlag' ein!"
Also gebeten noch wurde der Fuchs um den innersten Herzwunsch.
Und einschlug er; doch macht' er sich fest zur Bedingung: KeinerSolle hinaus ihn reiten, allein nur der kundige Gemsbock,
Selber der Steinbock nicht; denn der Weg ja verschneie die Nacht oft.„Lasse den Gemsbock kommen und sag' ihm," sprach er zum Bären,„Gemsbock, du mußt morgen zum Aarhorst unseren FeldherrnReiten!" — Versetzt er: Ich bin ja lahm; so versetze du: „LahmeGehn fein langsam." — Sträubt er sich noch — nun so herrsche ihn barsch an:„Kennest du Kriegsstand nicht? und muckst du noch, laß ich dich hängen!"Seufzt er: da muß mein Weib, mein liebliches Gemschen ihn reiten!
Das nimm zürnend an, und befiehl, daß sie zeitig bereit sei!
Lobe sie, daß sie dem Manne sein Bein schont!... streichle ihr die Glöckchen!"
Und nun schieden die Freunde, die einzigen Männer, worauf allHeil vom Volke beruhte. Der Fuchs, der gelungenen List froh:
Eigene Lust schlau unter erhabenes Verdienst zu verbergen,
Ging, um das Schreckensgeschrei des Gethiers einüben zu lassen;
Aber der Bär, um die Küh' in richtige Reihen zu ordnen.
Schnell noch zum Abschied frug er: „Doch was wird deine BetagteZu dem gefährlichen Gemsritt sagen?" — „Nun sagen," versetzte er,„Wird sie mir: Komme gesund mir zurück und brich dir den Hals nicht —Doch in Gedanken, da läßt sie vom Halsbruch neidisch das nicht weg!"