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[1] (1857)
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Und nun schwirrt es und rauscht es; dann laut trompetet' cs gräulich,Kinder und Volk zu versammeln es war der Trompeter-VogelMit der Trompete, die schnarrend erklang, dann schrie es von allenBäumen und Zweigen herab in die Höhle betäubenden Ausruf.Sperlinge mit Halskrausen geschmückt, vielfarbigen buntenUnd auf dem Kopfe zum Fürchten bemalt hochspitzigc Mützen,

(Selber den Kindern der Bären zu Freud', die der Vater bedrohte)Zeterten:Auf! Krieg! Krieg ist beliebt von dem König der Vögel;Drum auf! Alles was fliegt und Federn- und Schnabel-begabt lebt,Was sich des Namens Vogel berühmt, bis zur Mücke herunter,

Und der bestachelten Biene, bis auf zu dem Uhu, dem Habicht,

Trapp' und Weihe, dem Schlangen- und Frösche-vertilgenden Storche,Dem langbeinigen Kranich und Strauß auf alle zum Kriege!

Wetzet die Schnäbel am Stein, spitzt euere Krallen zum AngriffGegen das Alles, was auf vier Beinen da wandelt und Thier sichRühmet zu sein! Auf, gegen die sämmtlichen Ochsen der Erde,Grunzende Schwein und Hirsche im Wald, sammt Böcken und Ziegen,Auf bis zu Gemsen der Alp, und die Dachs' und Füchs' in den LöchernBis zum tampferem Hamster im Bau und dem wühlenden Maulwurf,

Selber den Mäusen im Mausloch und langschwanzigen Ratten!

Aber vor allen vertilgt bei Gelegenheit sämmtliche Katzen,

Unfern listigen Feind', Eichhörnchen und Marder, und wär esMöglich den Menschen, den uns hartherzigsten grausamsten Nrfeind.Wißt ihr ja: Viererlei sind wir heiligen ErdenbewohnerWir, wir Federnthiere, begabt mit erhebenden Flügeln!

Dann Haarthiere; die feinen mit Wolle, die groben mit Borsten;Schuppenthiere dann,Fische" genannt von dem Alles was lebetFressenden Menschen; er selber das nackende fröstelnde Hausthier,Welches von allem Gethiere die Kleider sich borgt, ja vom Brummbär,Welcher geduldig, ja wärmend ihm schweigt auf dem Leibe und Pelz heißt.Auf! kratzt Allen die Augen nur aus mit den Krallen! mit SchnäbelnHacket sie blind! denn die Feinde, die blind sind, sind die Verlornen.Habt ihr gehört? Nun so thut es! Nun frei ist die KriegswuthWer ein Häckchen gehabt auf den Andern, der räche sich frei jetzt!"

Also riefen und schwirrten in's Land sie, bis Nacht es zu rufen;

Schon ganzßheiser an Stimme, doch froh: ein Schrecken zu künden.

Aber der Reichsvcrweser erblassete ganz auf dem Rücken;

Selber die Ohren, sie wurden ihm blaß und im Munde die Zunge,

Und ihm zitterten Tatzen und Knie vor Sorgen um sein Volk,

Dem der Gewissenhafte die Ehre zu opfern bereit saß,

Wenn er das Volk nur erhielt um dem König das Reich zu erhalten;

Und sein Weib saß neben ihm stumm und kraut' ihm die Ohren.

Drauf zu der Füchsin sprach sie gewandt ganz leise die Angst aus:

Jetzo, Gevatterin, sprech' sie ein Wort! zeitlebens ein Fuchs sein,

Oder gar Füchsin und dann in der Noth dumm-stumm ist erbärmlich!"

Und die Gevatterin drückt' ihr die Hand, ihr die Wange bestreichelnd:WaS ist Krieg denn nun weiter? wir leben beständig im Kriege!

Was ist Krieg erst für euch Große? nur wenig! das stolzeFest zwar, euere Macht Nachbarn und dem Volke zu zeigen,

Nur Angst dem, wer sich ängstigen wollte. Denn Frieden ja wird stets!Ich jung Weib weiß schon von zehn Frieden . .. und hörte von zwanzig!Aber das Wichtigste bliebe zum Krieg': ein Heer! so vermeinst duWohl?doch mit Nichten! : Das Essen ist immer das HauptdingAllen im Krieg, wie im Frieden; das wissen wir Armen am besten,