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[1] (1857)
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Rnlonio.

So komm, Geliebte,

Und sei hinfort mein Weib!

(Sie sicigen in den Kahn.)

Vierte Scene.

Hedwig. Rmw und Ritter (Keren ans.)

Hedwig (aufspringend.)

Ha, Kuno, Du?Was mußt' ich hören,Als ich in frommer Andacht hier gekniet IDie Roderich wußt' zu bethören,

Verräth ihn jetzt. Schau hm, sie flieht!

Anno.

Weh der Verrätherin! Wehe der Schlange!

(Rasch ab mit den Rittern, Hedwig felgt ihm.)

Fünfte Seene.

Hedwig, Manfred und Roderich (kcten von oerschie-

dencn Seiten auf, nachher Hedwig.)

Manfred.

Allein komm' ich und treff' auch Dich allein,Mein Ritter eilte vor. Ich seh' ihn nicht.

So mag Gott, der Gerechte, Zeuge sein,

Tritt her, so theilen gleich wir Luft und Licht.Ehrlich fei unser Kampf. Im GottesrechtSoll es beweisen Dir mein gutes Schwert,Daß Du unedler That Dich hast erfrechtUnd Deinen Ritternamen schnöd' entehrt. So zieh' und wehr' Dich, ehrlos falscher

Knecht!

Roderich.

Die Schande trag' ich nicht,

Wohlan, ich komme in'ö Gericht!

((fällt ans, läßt das Schwert aber wieder sinken.)

Manfred.

Ich seh' Dich zittern und schaudern,Einst hat Dich Waffenruhm geschmückt,Was soll das Zaudern?

Das Schwert ist gezückt;

Scheu'st Du das Gottesrecht,

Bist Du so feig als schlecht?

Roderich.

Ha! Mir das? Gott woll' uns gnädig sein!So wehr' Dich! Wehre Dich!

(Sie fechten.)

Sechste Scene.

Die Vorigen, Hedwig, Abtissin und Rönnen.

Hedwig : (Die Nonnen folgen ihr und bildeneinen Halbkreis ;nr Linken.)

Haltet ein!

Soll Bruderblut hier fließen?

Sich häufen Schand' auf Schande?Soll nie uns mehr umschließenGeschwisterliche Bande?

Des Vaters denkt im Grabe,

Könnt Ihr den Namen schänden?Senkt nieder Eure SchwerterUnd laßt den Kampf mich enden!

Du Roderich, wolltest mein LebenVersüßen, Du hast es vergällt,

Doch Hab' ich Dir vergeben,

Das Kloster ist jetzt meine Welt.

Dort ist jetzt meine Heimath,

O horcht! Mein Glöcklcin tönt,

So reicht mir eure HändeUnd seid vor Gott versöhnt!

Manfred.

Soll er die Schmach nicht büßen,

Die er Dir angethan?

Roderich, (niedcrkniecnb.)

Hedwig, zu Deinen Füßen,

O sieb mich gnädig an!

Hedwig.

Beschlossen ist mein Leben,

Entsagt Hab' ich der Welt,

Roderich, Dir ist vergeben,

Gott Hab' ich mich gesellt.

Roderich.

Hedwig hat mir verziehen,

O Bruder, Bruder, verzeih'

Auch Du mir. Laß uns knieenUnd Frieden schließen!

Manfred.

Es sei!

(Alle drei kiricen.)

Hedwig.

O Vater! Vom Himmel schau niederAuf Deine Kinder voll Huld!

Sie beten in Eintracht wieder:

Vergib uns unsre Schuld!

Chor der Nonnen.

Ora, ora p>ro nodis!