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[1] (1857)
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ZRanfred.

Die Gluth der Liebe mußt' ich dämpfen,

Mit meinesHerzcns Schmachten täglich kämpfen,Ich wollte fliehn, doch konnte ich nicht scheiden,Ihm fiel es leicht, die Braut zu meiden.

Er konnte sie verrathen, heil'ge Eide brechen,Doch wird ein Gott cs rächen,

Der Frevel trägt in sich der Strafe Keim,Denn jede Schuld kehrt zu dem Schuld'gen heim.

Runo und Manfred.

Er konnte sie verrathen, heil'ge Eide brechen,Doch wird ein Gott es rächen,

Der Frevel trägt in sich der Strafe Keim,Denn jede Schuld kehrt zu dem Schuld'gen heim!

Zluno. >

Doch horch, sie nahn. Laut schallen die Trom-peten,

Komm komm! Laß schweigend uns zur Seite

treten.

(Tröten zur Rechten.)

Zweite Scene. Jubelmarsch.

Roderich. Haidie. Antonio. Gefolge.Doppelchor der Deutschen und Griechen.

Die Deutschen stellen sich rechts, die Griechen links auf.

Chor der Deutschen.

Heil unsrem Herrn, der den heimischen AuenWieder genaht ist nach Kampf und Sieg.Heil unsrer Herrin, der schönsten der Frauen,Die jetzt mit ihm unser Ufer bestieg!

Chor der Griechen.

Heil unsrem Herrn, den wir fröhlich begleitenUeber die Meerfluth nach Kampf und Sieg,Heil unserer Herrin, die ihm zur SeitenJetzt seine heimischen Küsten bestieg!

Doppelchor.

Heil, Heil! Gebe der Himmel Euch Heil!Schönheit und Kraft,

Glückseliger Verein,

Schönheit und Kraft,

Mögt ihr in ewiger Liebe gedeih»!

Heil, Heil! Gebe der Himmel Euch Heil!

Roderich.

Die Meeresfluth haben wir glücklich durch-schwommen,

In herbstlichem Segen begrüßt uns der Rhein,Freunde, so heiß' ich Euch Alle willkommen,Lade zum festlichen Taumel Euch ein.

Labt Euch am Wein, der hier feuriger fließet,Als in den Landen weit und breit,

Reihet Euch, daß Ihr zum Tanze Euch schließet,Jubelt, es ist jetzt des Jubels Zeit!

(Unter Tanz und Gesang geht der Chor ab.)

Dritte Scene. (Vorige ohne den Chor.)Roderich.

Und Du, Geliebte, die aus fernem LandMir gern gefolgt bist an des Rheines Strand,Laß Strom und Berg und meiner Veste HallenDich froh begrüßen, laß sie Dir gefallen!Dein süßes Herz, bas Du mir hast geweiht.Lohnt meine Liebe Dir zu jeder Zeit/

Haidie.

Mein edler Freund, ich bin bei DirUnd meine Heimath ist nun hier.

Wohin Du winkst, ich folge Deinem Wort,In Deinem Arm ist meiner Sehnsucht Port,Ein Weib, das liebt, ist allzeit heimathlos,Doch selig, überselig in der Liebe süßem Schooß!

Antonio.

Du singst es so lieblich,

Du sagst es so wahr,

Es bauet die MinneMit fröhlichem SinneIn Süd und in Nord,

An jeglichem OrtSich ihren Altar.

Antonio, Aoderich, Haidie.

Es bauet die MinneMit fröhlichem SinneIn Süd und in Nord,

An jeglichem OrtSich ihren Altar!

Antonio.

Laut lasset zum Preise der Liebe uns singen,Möge vom Schloß in die Thäler es klingen,Denn wie das Gold den edlen Stein,

Fasset das Leben die Liebe ein.

Haitzie.

Singt Euer Loblied nicht zu laut,

Es möchte dort auf Liebenstein,

Das mürrisch ernst herüberschaut,

Nicht gar willkommen sein!

Antonio.

Ja wie das Gold den edlen Stein,

Fasset das Leben die Liebe ein!

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