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[1] (1857)
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Und daß hispansche Schiffe heimgetragenIhn und sein Volk. Schon ist er hier zu Land.Von der Provence zog er nach dem Rhein,

Er stieg zu Schiff alsbald mit seinen Helden,In wenig Tagen wird er bei uns sein,

Er sandte mich, um schon ihn anzumelden.

Hedwig.

Er kommt, er kommt! Er kehrt zu mir zurück!Wer kann den Jubel sagen und ermessen?

Es schwelgt mein Herz im höchsten Wonneglück,Der Heimathliebe hat er nicht vergessen.

Er kehrt zurück! Schon trägt auf seinem

Rücken

Des Rheines Woge sein ersehntes Schiff,Mög' gute Fahrt den theuren Freund beglücken,Daß er entgeht dem Wirbel und dem Riff!Dort ragt der Lurleifels mit finstrer Stirne,Trag sanft und schnell sein Schiff vorbei, o

Rhein,

Und du auch, Lurlei, schöne ZauberdirneVoll falscher. Liebe, woll ihm gnädig sein!

Er kommt zu mir zurück, zu seiner Braut,Komm, Wandervogel, senke Dein Gefieder,Voll Zuversicht Hab' ich auf Dich gebaut,

O komm und nimm in Deinen Arm mich

wieder.

Daß meiner Sehnsucht Hauch Dein Schiff-lein triebe,

Daß an dem Steuer saß' der Liebe starker Sinn,, Selige, selige, selige Liebe,

Einzige Menschenbeglückcrin,

Sei ihm zur Seite,

Gicb ihm Geleite,

Führe ihn schnell aus den Wogen dahin! -Ha seht dort! Seht

Das Banner, das aus Sternberg weht!

Er kommt, er kommt! die theuren Schiffe nahn!O eilt mir nach, daß wir den Freund empfahn!

(Herwig eilt in das Schloß ab.)

Fünfte Scene. Die vorigen ohne yedwig.Muck.

Ja, Noderich ist's, er sandte mich vorausUm wenig Stunden nur dem Heer der Krieger,Heimkehrt er, in sein wohlbefestigt HausAls mächt'ger Held und ruhmgekrönter Sieger.

Manfred.

Ihm gönnt' es unser Vater, eh' er starb,Dem Jüngeren, sich mit dem Kreuz zu zieren,Und als von Lothring man zum Kreuzzug

warb,

Die tapfcrn Streiter Bouillon zuzusühren.

stkmck.

Er war an Tapferkeit dem Besten gleich,

Nun kehrt er heim an Kriegesehren reich,Doch sürcht' ich, Alle sind Euch nicht will-kommen,

Die mit ihm jetzt in unsre Heimath ziehn.Manfred.

Was ist's, o Freund, was uns Dein Mund

verschweigt?

O zög're nicht! Ich Hab' es wohl verstanden,Daß Du uns nicht das ganze Bild gezeigtVon seinem Thun in den gelobten Landen.

älurt.

So hör' o Freund, den traurigen Bericht,

Er kehrt, doch wie er ging, so kehrt er nicht.Als nach der Feldherrn Rathschluß unser Held^ Zum Stadthauptmann Nicaas war bestellt,War er gar mächtig dort nach kurzer ZeitUnd hochgeehrt von Allen weit und breit.

Da nun als Fürst er Hof hielt, kamen gernDes Landes Edle zu dem neuen Herrn,

Mit Schmeicheln kamen sie und Huldigung.Er war nicht frechen Sinn's, doch allzujung,Weshalb der Lockung er nicht widerstand,

Bald lebend wie ein Fürst im Morgenland.

! Es kirrten ihn des Landes junge Schönen,

! Die seinen Thron umschwärmten wie Sirenen,j Und hört's, die schönste aus der Jungfrau

Zahl -

Sie heißt Haidie, nahm Roderich zum

Gemahl!

l Manfred.

! O arme, arme Hedwig!

Auno.

! Zum Gemahl!

Er nahm sie zum Gemahl? O sag es nicht!Sag es, daß fälschlich so der Leumund spricht,O frevle nicht an seinem edlen Herzen,

Sag es, daß Lug und Arglist ihn verschwärzen;Daß sie ihm unsre Liebe wollen rauben.

Er nahm sie zum Gemahl? Ich will's nicht

glauben.

Mut:

Haidie ist schön wie die Töchter des Ostens,Blühend und lieblich und zart von Gestalt,Glühend ihr Blick, ihre Lippe voll SchmeichelnUnd ihre Rede voll Zaubergewalt.

Gänzlich verstand sie's, den Freund zu bethören,Daß als Gemahl er ihr reichte die HandUnd sich nicht scheute, ihr Treue zu schwören/Mit sich sie führend in's Vaterland!