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[1] (1857)
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Heil dir, mein theures, deutsches Vaterland!Und Heil vor Allein dir, du klare Fluth,

Traum der Entfernten, lieber, alter Rhein!

Wie schwellt dein stolzer Anblick meinen Muth,Mögst du allzeit von Gott gesegnet sein!

Zu Krieg und Sieg rief uns das Kreuz hinaus,Doch in dem Drangsal dackcken stets wir dein,Wir sahen dich, wir hörten dein Gebraus,Gesegnet sei, du lieber, alter Rhein!

Chor.

Wir Alle stimmen in den Jubel ein,

Gesegnet sei, du lieber, alter Rhein!

Nuno.

Im treuen Schutz des KreuzpaniersZogt Ihr zur heil'gen Stadt,

Wo unser Heiland, Gottes Sohn,

Für uns gelitten hat. l

Er hat Dich wieder heimgeführt,

O Freund zu guter Stunde,

So gieb uns von des Kreuzes Sieg

Und von ven Freunden Kunde! l

Nurl. j

Der langen Ausfahrt Roth und Ungemach !Soll ich vor Euren Ohren nun erneun,

Wie wir gestritten manchen schweren Tag,

Um endlich uns des schönen Siegs zu freun. !Vom Rhein durch Ungarn nach Gallipoli !Hinzogen wir als treue GotteSstreiter, S

Nicäa, hätten wir erreicht es nie! - !

Nicäa fiel, dann ging die Kreuzfahrt weiter.Antiochien und Edessa hielten lang' ^

Die tapfren Streiter fest, bis unsrem StürmenNach viel Verlust zuletzt der Sieg gelang, ,Und hoch das Kreuz erglänzte von den Thürmen. !Uns führte Herzog Gottfried von Bouillon, -

Sein Bruder Balduin, Robert von Flandern, >Der tapfre Tancrcd, Raimund, Bohemund I

Sic folgten willig ihn, mit all den Andren.

So zogen nah und näher wir der Stadt, iBei Tag im Kamps und in Gefahr bei Nacht,Bis eines Morgens endlich wir sie sahnVor uns in unbeschreiblich hoher Pracht.Jerusalem, Jerusalem! erschollDer Zubelruf durch alle Haufen hin,

Und auf die Knie bei seinen Fürsten sankDas ganze Heer mit dankerfülltem Sinn.

Des Tages denk' ick stets mit sel'gcr Lust,

Nach Noch und Müh' war er uns süße Labe, !Die Thrüne rann, stolz hob sich unsre Brust, ,Wir waren nah des Heilands heil'gcm Grabe, j

iMansred. ^

Ihr Glücklichen! Wär' doch mit Euch dahin ^

Ich mitgezogen auch zur heil'gen Stätte,

Daß ich im Kampf mit frommem ChristensinnDort Ruhm und Tod und Grab gefunden hätte!

Nurt.

Es floß viel theures Blut vor jenen Mauern,Eh' Gottfried stieg auf den erkämpften Thron,Und mancheMutter wird umsonst mit TrauernErwarten den hinausgezognen Sohn.

Um Ehristi Grab aus Heidenmacht zu retten,Erlag gar mancher Held des Todes Macht,Bei Ehristi Grabe mußten wir sie betten,

Bis einst der Auferstehungsmorgen lacht.

Hedwig.

Vielwerther Freund, Ihr gabt uns trübe KundeVom Kamps, der um das heil'ge Grab getobt,Laßt mich Euch fragen noch mit bangem MundeNach Manfreds Bruder, der mir anverlobt.Er war der Kühnsten Einer von den HeldenUnd blühend schön wie erstes Morgenroth,Könnt Ihr von ihm mir gute Botschaft melden,Ach, oder riß auch ihn dahin der Tod?

O sprecht, o sprecht! O nehmt aus meinem

Herzen

Die Angst und Sorg', in der es stündlich schwebt,Verscheucht mit einem Wort die Lvehnsuchts,

schmerzen

Um den geliebten, süßen Freund.

Nurt

Er lebt.

Hedwig.

Er lebt, er lebt! O Dank zu tausend Malen!Er lebt, er lebt! Verschont hat ihn der Tod,Erlöst bin ich von namenlosen Qualen,

Des Kriegers Schicksal hat ihm nur gedroht.Er lebt, er lebt! O Dank zu tausend Malen!Er lebt, er lebt! Verschont hat ihn der Tod.Doch sagt nun auch, wo der Geliebte weile?Ist er gekund und froh? O thut mir's kund,O zögert nicht, o sagt es mir in Eile,Sprecht, Ritter, sprecht!

Zsurl.

^ Er lebt und ist gesund.Als wir Nicäa kühn im Sturm genommen,Ward Roderich zum Hauptmann dort bestellt,Von seinen Thaien Hab' ich oft vernommen,Daß er gefochtcn stets als tapfrer Held.

Dann hört' ich auch, da weit der Feind ver,

schlagen,

Daß er zuruck zur Heimath sich gewandt,