Druckschrift 
Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
Seite
270
Einzelbild herunterladen
 

2,/S

Des Europäischen Herolds zwsyte Haupt-Handlung

Vereintgung

zween Danen erschlagen worden. Notwil-den/Carln l,Grimmern/ einen kirchen-räu-ber/den die feinde mit einer eisernen ketten er-würget. Thoedo/Gotharn/Adulffen/Al-gohten Erich llund.L.indormen/und meldenvon vorgedachtem König Alarichen/daß er sichzur zeit der heildringenden geburt ChristiNor-wegen bemächtiget/ und mit Gestiblmden/derGothen Könige/blutige kriege viel jähre ge-führet haben solle. Andere setzen solche selig-machende geburt des Welt-Heylandes unterdie regierung König Erichs ill, beygenahmetder Veredsame / welcher Schweden undz^ng der Gothen vereiniget/ und seine macht grösserSchwedischchmaus geführet als seine vorfahren; indemUenoÄclie. durch die kühne saust eines Helden/ Aringrimgenannt/die Könige inViarm undFinmarckhinrichten ließ/und diese lande den seinigen in-corporirte.

Äessen söhn Haldan l wurde auf eine Zeit-lang von Aringrims zwölffsöhnen/ welche be-ruffene rauber waren/ der Reiche vertrieben/und durch des Königlich - Dänischen PrintzensFriedlevs hülste wieder eingesetzt. Dessensöhn Sivarc! muste das Gothische Königreichwieder fahren lassen. Nach dessen todte wirdsein enckel/ Erich iv, von der tochter ulviläen»ei-ner gemahlin des Helden krockoms» auf denthron gesetzt. Andere amores zehlen darzwi-schenGoterichen/und schreiben ihme zu/ daßer die lande durch fchwerdtschlag vermehret.Ferner Filimer Store/ dessen söhn dergleichengethan/da zu Hause Printz Sivard inzwischendas regiment verwaltet/ daher er auch mit un-ter die alten Könige gesetzet worden. WeiterCarlen m Gordian/ der aus Mangel gnugsa-. mcr miiitz vom Moscoviter oder R ussen Röni-se Hernith überwunden/und Schweden einezettlattg einekurtze zeit zur Russischen promny gemachtKvvmtz. worden. Dann folget erst Erich v, HaldanIi, welcher Schweden und Dänemarck untereineCron wiederum gebracht/und Erichen »vdurch list in einer see-schlacht überwunden undgetödtet/der auch vor den tapffersten kämpfferseiner zeit paßiret. Er verordnete im testa-ment / daß Ungwin über Dänemarck/ Schwe-den und Gothen regieren solte; Die Schwe-den aber berieffen einen Printzen / nahmensReginaldus/der sich mit dem Unßwmc> herumbalgte / und ihme Cron und zepter abjagte.Sein söhn Frotho bekäme noch Schweden inunruhigem zustande der zeiten. Ihme folgtex.olmu, sein söhn/der in eine kufe voll wassersvon einem bodenlosen gemache fiel/ und ersauf-fen tnuste. Andere erzehlen nach Kr^inaläo denKönig Amunden undHachonem/ und nachdiesem den König Ingo l, welcher wegen deskostbaren und in gantz Europa berühmten gö-tzen tempels zu Upsai die orcijnzr.residentz all-hier genommen / und daß die nachstrhrer amReiche allhier auch das Hoflager beständig hal-ten möchten/verordnet. Dessen Herzen söhne/ZTlcarck und Frotho der Friedfertige/zugleichregieret/und ihrer großen rügenden halber gott-liche ehre von denen umerthanen empfingen ha-^den sollen. Sie nennen auch KönigUrbaru/undsagen/daß er die samtlicheReichs-lande unter sei-ne drey Printzen dergestalt gecheilct/daßver äl-teste/nemlichOestan/Schweden/PrintzNore

Norwegen/und Dan Dänemarck bekommen»K. Oestanen sey König Fiolm nachgefolgt/ wel-chem seine bedienten einen süssen tod anzuthunvermeynet hätten/ indem sie ihn in einem faßevoll mecth erträncket. Hernach wird KönigSchwercher benennet/ welchen aber/wie vor ge-dacht/^esseniu,alsofort nach König kiolmenKtReginalds söhn aufführet.^ Er stll durch einenbösen geist in eine hole verführet und weiter niegesehen worden seyn. Sein söhn Valanderzeugte mit der Princeßin in Finnland ei-nen söhn/ nahmens Visbur / und wurde durchhexerey derselben von einem teust'el bey nacht er-drosselt/ Konig Visbur aber von seinen eige-nen dienern auf befehl seiner sohnc/und dergemahlin einer unholdin/ in einem gema-che mit ftuer zu todte geschmäuchet. Kö-nig Oomalder / der seinem Herrn vaterfolgte / muste sich der göttin Leres zum opfferschlachten lassen / um die schwere theurung itteine reiche erndte zu verwandeln. K. Doma-rus hatte mehr glück und ruhe/ als seine vorfah-ren. R.Attilus lli hat mit denen ihme der zeittributbaren Dänen ihrer Widerspenstigkeit undrevolten halber das meiste zu thun gehabt. K.Dlgner führete zu erst den nahmen Kouung;K.Oager/und K.Agmns/ wie auch König Ale.rich/ vater/sohn/ enckel und vor-enckcl haben ei-ner nach dem andern den zepter geführet. Desletztem söhn K. Ingo wurde um unkeuschheitwillen von seinem bruder Alver erstochen / be-käme aber eine tödtliche gegen-wunde/ davon erauch ins gras beißen müssen. Dessen söhnHuglec wurde um seines gesamleten schatzeswillen erschlagen. Andere melden/ es sey K.Alerichs Nachfolger gewesen. R. Ingemar/dervon stiner eigenen untreuen gemahlin an ei-nen bäum mit einer güldenen kette aufgehencketworden/und zwar aufdem platze / da itzo die Kö-nigl. residentz Stockholm stehet. Ingellusdessen söhn/und Germunder dieses söhn / wa-ren bcede auch erwürget worden: Des letzterntod rcv-nZn'te sein söhn und Cronfolger K. fa-ctum/ Ring genannt/in der blutigen MachtaufBrawallaheide/darinn 24OOO/andere setzenZOOOO Dänen auf der wallstadt blieben/ undhätten sich in Haquins flotte 2sOo schisse befun-den / und in der schlacht habe er bey 12000Schweden veriohren. Der Danen damahli-ger König Harald wurde von siinem eigenenkutscher mit einer streitkolbe todt geschlagen.Oaneinarck wurde hierauf zur Schwedischen Mw-kProvinz und Scho en derCronree. Der König soll sein leben verlängert ha-SciMben durch schlachtung seiner Printzen / welcheszum opffer dem götzen Orbsn, wie einem andernMoloch/geschehen.' Aufdiese art schickte er' 9söhne in die ewigkeit/und als es an den zehndenkam/hinderten es die hof-diener; also starb Ha-quin/da er dem teusseNnchtmehr söhne opffernkunte. Dessen Herr söhn K. Egill Vandel-kraka genannt/hatte mit einem gewaltigen Re-bellen viel blutige rencomres. und als er diesen zuboden aeleget/ muste er sich von einem wildenochsen todt stoßen laßen / da er sich auf der stier-jagt ciiverrirte.

König Gothar oder Othar/dessen Herr söhn/ließ durch seinen Gesandten / nahmens Obbo/mn K.Sivars in Dänemarck schwester / eine

.. --

lÄN--

«WM

1.s"

sf - ^

HM! ' >7"

--^