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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
Seite
839
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vom heil. Rom. Reich.

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ssnsten/ wenn der r-us der stadt -obrigkeit un- den zu ihrer unmecketät und hohen gercchtsil-terworssen / derselbe und dessen abstrassung der men m tacns und prokanis wiederum verhoiffenstadt zustehen / und zwar biß in notorischen werde. Im übrigen bleibt e6 bey dem aus-fällen ohncmlrägig also gehalten werden soite. spruch eines fürnehmen ?olitici: vertäte or-Wann es aber/ ob der fall civil oder criminal, clmum temperetur principatus öc dic temperetau6) Mi? was straffen der Verbrecher zu belegen libertärem vrllmum. dle in principatu libiclo,fty / noch zweiffelich / und dcrmißthätige von nec in liberwte lieentia emergat.der Reichs. Stände Gesandten oder Bot- Zumahl ist auch ein starckband zu conlerva-schafften gesinde ist/ soll alsdenn der Reichs- tion des Reichs - prXeminen?.daß der Römi-Crb-'Marschall die co^nicionem deshalben al- sehe Kayser vor sich und im nahmen des Reichs

lein haben/jedoch förderist hierinnen/ nach de- jeden Stand in schuldige huldigungs-undnen jedes orts / da die Reichs - versamlur.g ist/ lehns-pfiicht nehme / und ihme und dem Heil,statucen und gewohnheiten / oder in deren er- Rom. Reiche zur treu/gehorsam und gewärtig-

mangelung den gemeinen beschriebenen Kay- keit verwandt mache/ und dieselbe durch aller-

sertichen rechten erkennen und verhandle«/ un- Hand mittel der gefalligkeit/ und/da es von nö-

terdessen aber und biß solche common erfolgt/ then/des zwangs zu einem wahren respect und

der Verbrecher ohnverlangt in des Neichs-Erb- liebe gegen sich je mehr und mehr reitze und

Marschall« haffcung gelieffert und aussgehal- bewege.

ten werden. Diecaptur oder beyfahung der Welches dann desto ungezweiffelter erfol-verbrecherer aber in allen und jeden crimmal- get/ wann ein Kayser seine gegen-schuldigkeitfallen/ ohne unterschied der Personen / entzwi- mittels unverbrüchlicher beobachtung der be-schen dem Reichs-Erb-Marschalln und derseb schwornen wähl - capimlation in der that erwei-ben stadt gemein seyn/ und die Prävention doch set/ der fachen nicht zu viel und nicht zu wenigalso statt haben/ daß / wann einer m Kagran- thut; und wie die Stande ihme/ also auch erti crimine von eines theils hierzu verordne- wieder ihnen gebührende ehre / llignität undten dienern ergriffen und beygefangen/ der- Handhabung ihrer gerechtsame und privikgi-selbe alsbald demjenigen theil / dem er zu be- en ohne unterschied der religionen/ wiederfah-rechten und abzustraffen notorie gebühret / ge- ren laßt / das alte herkommen allenthalbenliefferr würde. möglichst behalt / durch emhaltung aller neue-Wann aber obgemeldter der Reichs-Stän- rungen sich aller luspicion und Hasses eussert/de Gesandten oder Botschafften gesind ge- die hohen regalien und senmadern der Maje-fanglich genommen worden/ und es den um- stat in aufrechtem gesunden stände ohne krän-standen nach zweiffelhafftig / ob die mißHand- ckung mainteniret; aufder angräntzenden Po-jung civil oder crimmal, und auch ob sie eine tentaten undRepubliquen cousilia und handlun-pecuniztism oder corporis aKiäkivam poenmil gen ein wachend auge hat/ bey denselben ohneaus sich habe / derselbe / wie nechst obgemeldt/ Ursachen nicht jaloulis und mißvernehmen ver--dem Reichs - Erb - Marschall« gelieffert / von anlasset / mit ihnen gute vertrauliche corre-ihme die obgesetzteerkantniß förderlichgethan/ sponäen? und nachbarliche freundschafft stiff-und alsdenn ferner/ wie ob lautet / verfahren tet und cukiviret. Auf alle vorfaiienheitenwerden solle. gute Verfassung / sonderlich auf den grantzen/Innerliches Allhier ist noch eine kurhe general - anzeige und da die besorgniß amgrösten/machet / undcheswercsse uachzufügen / wie nemlich vor allen dingen da- den frieden sud cl/peo wider allen beschwerli-deö Reichs, hin zu sehen/ daß das Römische Reich/ als das chen mißbrauch und ungelegentliche extensiv-höchste in der Christenheit/in seiner krafft und nen verwahret; und zu solchem ende nach er-relpeä innerlich und äußerlich erhalten/ alle ftr- forderung der aspecten sich in nützliche einigun-nere clismemdrationes und schwächungen ver- gen und verbündnisse mit andern einlasset/ da-hütet/ die benachbarten sowohl als eingesessene durch nicht allein alle gefahr/ ein-und üder-in ihren schrancken behalten/ das wahre Teut- fälle von aussen her abgewendet / sondern auchsche vertrauen und Harmonie zwischen dem O- innerlichen schwürigkeiten und unruhen/bevor-oerhaupte und gliedern / und diesen unter sich ab denen res!. mconveniemien und thätlichkei-selbst je mehr und mehr befestiget/ jedem gleich ten/ welche aus dem zwiespalt der religion zwi-und recht allmimttriret/ und wider unrechte ge- schen gemeinen Standen sich ereignen können/walt nachdrücklicher schütz gehalten / die Zra- vorbaulich entgegen tritt/ und allen fielß zu wie-vamina der Stände/zumahl protestirender re- derergantzung der geschmählerten Reichö-ligion/ erlediget/ diegravirten/ sonderlich die/ grantzen fürwendet. Denn hierauff beruhetwelche ex cgpits Zmnettise, vermöge des West- in summa die wahre ratio 8ratüs des Ober-phälischen ftiedens/zu rettituiren sind/mit ver- Haupts im Römischen Reiche/und dessenlanqter satisssckion versehen / auch denen von unnachbleiblicher wohl - undFranckreich unterm prsetext der llepenllsntien wehe-stand.undcoruiexen/reuliirten und bedrängtenStän-

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