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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
Seite
607
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vom he«. Römischen Reich.

607

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WerUbfatz:

Von

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und Wcrren.

sJesen haben wir deshalber denvorzug allhier gelassen/ die-weil im letztern Reichs-ab-schiede von allen übrigenReichs-Gräflichen coüeßiisihnen dergleichen vom Chur - MayntzischenReichs-Oireöloric,gegeben worden. Inderordnung/ welche sie unter sich selbst ha-ben / hat sich ein und ander zweiffe! Herfürgethan/ daher ist vor gut angesehen worden/ ei-nen unverfänglichen rang der alphabetischenlocZtion zu erwehlen. Und gehören sothaneGrafen und Herren unter verschiedeneReichs-kreise / sonderlich den Ober-und Un-ter-Rheinischen und Ober-Sächsischen/wenige auch unter den Vurgundischen undBayerischen. In diesem Metterauischen

und andern nachfolgenden HochgräflichenCoüeßiis sind zwar verschiedene Chur-undFürsten/ welche Reichs - Grafschafften undDynastien/ denen das juz status anhänget/ be-sitzen/ und deshalber bey jedem voto curiawmit concurriren. Dieweil aber bey dieser ab-handlung sürnehmlichaufdie jegt-florirendeoder doch wenigstens noch nicht gar abgesto-bene Reichsgraf-und herrliche geschlechtergesehen worden/als hat man ausser Verant-wortung zu seyn ermessen/ die hohen innhaberder abgestorbenen alten Grasiund herrschaff-ten/ deren höchste und hohe Häuser ohne demoben tractiret worden/anderweit nicht beyzu-fügen/zumahlen ohne dem vi^derselben eximi-ret/ und gegen das Reich von andern Stän-den vertreten werden.

Des ersten Absatzesßrster Uunct:

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scrgm.

It zu seinem stamm -vaterPhilippen/ Hrn. zuN)ase-naer/ welches^geschlecht un-ter denen Holländischen ade-. lichen familien vor das aller-

ältcste/ gleichwie das Brederodische vordas edelste / und das Egmondische vor dasreichste ausgegeben wird / und kan man des-sen Ursprung vonHr.Halewyn?,derA. 1092.als Castellan zu Leyden und Herr vonRheinland fioriret/gar ordentlich herleiten.Dessen enckel Halewynlll sollA. i 198 gestor-ben seyn/ und zwey söhne Jacobuin Nurg-Grasen zu Heyden/ der aber seinen stammmit Thonia einem eintzigen söhn beschlossen;und anfangs gedachten Philippum hinter-lassen haben/ derselbe ist etwan A. 122z mittode abgangen und ein vater gewesen^ Die-trichs und Philipps / wiewohl des alternsohnes nachkommenschafft sich schon mit Hr.Arnolden IM. 1616 den 28 Aug. geendiget/des jünger» Posterität aber hat biß zu unsernzeiten gedauret. Er nennete sich von Vuven-voord und polanen/ und hatte zwey söhneArnolden und Johannsen / davon der letzte

mit Catharina von Nrederode Johann-sen u gezeuget/ einen glücklichen vermehrerseines Hauses/ indem er die herrschaffr Bredavon Hertz. Johannsen zu Nrabant A.izsigekauffet/ welche aber seines sohnes Johann-sen lil, der sich Herrn zu polanen / Leck/

Breda und Gertruydenberg geschrieben/eintzige tochrer Johanna an Gr. Engelber-ten von Plastau transferiret/ wie anderswonacbricht zu befinden.

Der andere söhn hingegen Hr. Otto Herr Stamm-v«.zu Heel/der die jetzigen Grafen zu Bergen t-r der Gra^absproffen lassen/ crheyrathete mit seiner ge-g^mahlin Sophia/ Hrn. Friedrichs van'«: Hee-renberg erb-tochter/jetztermeldle herrschafft/welche hernach seinem enckel Hr. Oswaldenzu gute von der Graffchaffr Aütphen ab-gesondert/ und derselbe von Kays FriedrichenA. 147z darauffbegraftt worden.

Dieses sein enckel Gr. Mihelm iil warzu ansang der Niederländischen unruhe einerVon dest Vornehmsten gstb-erenten Px. N)il-he!,ns von Oranien/ als dessen schwester Fr.

Mariam er zur gemahlin hatte/ bemächtigtesich auch verschiedener ömr in denen provin-

tzien