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Des Europäischen Herolds erste Haupt- Handlung
tern obgemeldten Gr. Martins hintritt dieganye Grasschafft Oettingen alleine über-kommen/ istsonstm wegen seines eifers ob derAugspurgischen eonfellio^ und bey demSchmalkaldischen bündniß/ darüber er auchland und leute verlohren / und A. 1552 erstden Kayser begütigen können/ vor andern be-Allgemeiner kandt worden. Dieser ist cher gemeineee?Oettl?^lnin - vater beider linien / der Oet-sischenHäu .tingischen und wallersteinischen / vonser. welcher unten an behörigem ort bericht ergehenwird.
Jene aber hat erbauet Gr. Ludwig xvi,ein alter Herr vater Gr. Joachim Ernste/welcher A. 1612 gebohren/ und seiner Gottes-furcht/klugheit/und in demlangwierigenTeut-schen kriege geführten guten regiments hal-ber/ vor seinen Herren vorfahren einen Vor-zug und gloire verdienet. Sein Herr söhnGr. Albrecht Ernst 1 geb. 1642 hat die beyeinigen feiner Herren ahnen auffeine ZeitlangErhebung bestandene Fürstliche würde seinem Hauseerblich zugebracht/ indem bey der jetzo regie-ve, renden Kayserl. Majest. derselbe A. 1674 denFürstenstand also erlanget/ daß in dem Kay-serl. diplomate ihm das gewöhnliche Für-sten-przeckcat unser lieber Oheim ertheiletund der trsozlocstion auff die weltliche Für-stenbanck bey Reichs- und kreiß - tägen nichtnur ausdrücklich mitgedacht worden/sondernauch zu fortsetzung der imro^uÄion von Kay-serl. Majest. tub clato den 19 Nov. gedachtenjahres an Chur-Sachsen als Reichs - Ertz-Marschallen/unddie kreißausschreibende Für-sten in Schwaben den ic) Jan. 1675 behöri-ge schreiben ergangen/ darauffauchden4(i4)Febr. besagten jahrs bey damahligem kreiß-tage in Schwaben die trunzloLation auff dieweltliche Fürstenbanck in würcklichen fort-gang kommen. Auff dem Reichs - tage abersetzte es grössere schwierigkeiten/welche beyJhr.Fürstl. Gn. leben nicht konten gehoben wer-den/ wie gleich jetzo folgen soll.
Sie legten das zeitliche ab den 29 Mart.168z/ nachdem sie jahrs vorher eine ungewöhn-liche/ doch wohl überlegte und von vielen geist-und weltlichen gelehrten approbirte Vermah-lung beliebet/ und nach der ersten gemahlin Fr.
' Christinen Friedericen/ Hertz. Eberhardzu N)ürtenbcrg Princeßin tochter/ableben/deren leibliche schwester Fr. EberhardinenCaeharinen sich antrauen lassen/ wiewohl nurvon der erstem annoch vorhandenJbr.zmtü. Oer durchlauchtige Fürst und Herr/Gn.zu Oet- Herr Albrecht Ernst Ii, des heil. Röm.ttuge«. Reichs Fürst zu Oettingen/Ihr.Raiserl.Maj.General-Major/geb.A .1669 den 8 Aug.Zu deroFürstl-gemahlin haben sicPrinceß.So-phienLouistn/Landgr.Ludwigs Vi zu Hes-sen-varmstadt Fr.tochter/ den 11 Ott. 1688erwehlet/von welcher am leben Princeß. So-phia Magdalena Elisabetha / geb. 14Mart. 1691. Dero Fr. schwestern sind:
(1) Princeß.Christina Louysa/geb.A. 1671den 16 Mart./Hertz.Ludwig Rudolphs vonBraunschweig - Lüneburg gemahlin A.1690.
(2) Princeß. Henriette Dorothea / geb.1672 dm 14 Febr./ welche Fürst George Au-
gust von Nassau - Idstein geehlichet A.
1688.
Von ihres Hn.vaters Fr. schwestern lebenannoch:
1 Fr. Susanna Iohanna/g.16 Sept.^z/Hr.FriedrichsMagni/Grafens vonCastel-Remlinge»/gemahlin A. 1678 den -4Dec.
2 Fr. Hedwig Augusta/ geb.9Dec.16s2/Ferdinand! Freyherrns von Stadel/Hrn.vonReckersberg/ hernach Grasens/Raiserl.Generals und Commendantens zu Costnitzhinterlaffene wittwe.
z Fr. Eberhardina Sophia Julians/g.2O Oct.16) 6/ ist ihres Herrn vettern Gr.phj-lipps von der Wallerjteinischen linie / dessenreligio» sie angenommen / überbliebene witt-we.
Die gesamten Oettiugijchen lande be-Oetti«gWlangend / so liegen dieselbe in dem theil von^'Schwaben/welcher das Rieß genennet wird/von dem stifftElwangen/demMarckgrasthum
Anspach / Hertzogthurn Neuburg / Marck-grafschafft Burgau und Würtenbergischenherrschafft Heydenheim umgeben/und sind de-ren vornehmste städte und ämter Allerheim/Valdern/Vürwangen/Flockbcrg/Hoch-undNieder - Hausen / Harburg / Rayenstein/Marek-und Mmder-Oeffmgen/ Octtiu-gen/Spie!berg/N)a!!erstein / davon desitzetdas Fürstl.Hauß sieben zwölffthei!/ und diedarzu geschlagene amter und pflegereien 2ii-lerheiin / 2lufkirch/ Christgart/ Harburg/Hochhauscn / ^irchhei»n/ Münchsroth/Oettingen / Sammenheim und Atmmern:das Gräfliche aberfünffzwölfftheil.
An flkssen findet man darinnen die Breny/Eger/Egwaid und einige andere; der bo-den aber ist sehr geschlachtig und von gutemkornbau.
Indem obangeregten Kayserl. 6ipiomate,Vottugtiesworinnen die Fürst!, dignität Ihr. Fürstl. Gn.
Herrn vater hochftligsten andenckens ertheiletHMf.worden/ wird pro motivZ angeführet/daß Kays.Zllbertus i seine jüngere Princeßin Guthaman Gr. Ludwig von Dettingen vermählet/auch dieses Hochgräfl. Hauß mit viel andernFürstl. Häusern / Pfaly / Brandenburg/N)ürtenberg/Baden/Anha!t/denen Burg-grafen zu Nürnberg / Leuchtenberg/ Mün-sterberg in Schlesien/Göry und andern sichalliiret habe. Diesem Vorzug wäre noch mitbeyzusügen / daß es vormahls das Landgraf-thum Nieder-Eljaß in besitz gehabt/wie dennauch noch biß dato die Freiherren von Fle-ckenstein ihre herrschafft/daselbst gelegen / vondem Hause Oettingen als lehn recoxnolcirmmüssen. Ehemahls waren auch die HerrenGrafen Herren und Patronen der Reichs-stadt Nördljngen.
Mit den Wallersteinischen Gräflichen Ag-Tamwnaten hat das Fürstl.Hauß/ungeachtet der vor-erwehnten theilung/ annoch gemein das land-gerichte/die gleits-gerechtigkeit / die zolle/bergwercke/ wie auch die zinsen / welche unter-schiedene dörffer/ die zwar im Oettingischen tsr-ritorio liegen/ab er andere Herren haben / ihnenum friedens halber zu geben pflegen/ welchesman den Friedschatz nennt / wiewohl diese
c<sMMumon zu vielen streiligkeilen bißhero an-
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