164 Oes Euro päischen Herolds erst e Haupt-Handlung
me leßirjmsrioo sich erkläret/daß die Chur- nicht berechtiget seynd / jemand mit eröffne-VaMsche reprorettstion keine andere mei- tem Reichs-lehn von neuem zu belehnen/ vielnung und verstand gehabt/ als der Chur- weniger über dergleichen streitigen Reichs-lehnpfäly. prorellsrjon AU begegnen/ und Chur- äekvinve zu erkennen und zu sprechen. Es wür-Nayezu un deroChur-hauses recht zu schü- den sich auch die hohen Herren Viearii ungernyen/atso bey der reproretiation keinen 2M- eines solchen spruchsunternehmen / wogendermum injurianäi gehabt hätte/ so könte und gefahr bey denen partheycn/ und wegen deswürde Chur-Pfalg ohne p5Tjucliy dero re- hernach erwehlten Kaysers sich nicht gern inxutstlon sich folgender gestalt erklären: den Mißstand setzen/ ob es möchte recht gethanVaß nachdem Chur-Pfalg davor gehab seyn oder nicht/ und der rcformalwr, unter-ten/daßdieChur-Nayrische reprorellsuon worffen seyn. Bey dem kämmet -gerichtZuAu ihrer verschimpffung gemeinet gewe- Wetzlar / oder an welchem orte es sonstcn zusen seye/ nun aber vernehme/ daß Chur- seyn pfleget/ verrichten beyde Chur - Für-Bayern eine solche Meinung nicht gehabt/ sten/ nemlich Bayern und Sachsen / dasso sey Ihro letd/ was ihres ehcils vorge- Vicariat- amt/ welches nach absterben Kay-gangen/und begehre mitChur-Bayern in sers Maximiliani l und Ferdinand! !U würck-fteund vetterlicher verständniß zu stehen/ lich also beobachtet worden/ und haben sichwenn dieselbe dergleichen thun würde/ die Reichs-Vicarii A. 1612. und 1619 adson-und solte die fache hiermit sanglich ab- derlich dahin verglichen / daß ihrer beydevgethan undauffgehoben /auchdeßwegen Chur mll^nien dem Cammer-gerichts-inste-weitcr nichts an Chur-Pfalg begehret gel einverleibet werden soltem So viel aberwerden der Kayserl. Reichs-Hoffrath betrifft/wirdMcaÄ ^üs Chur - Hachsen anlanget/ so hat es selbiger bey verledigtem Kayserl. thron geschlos-»ant>s. ' bey dero Reichs - Vicariat mehr ruhe/ und er- sen / von Chur- Mayntz durch den Neichs-Vi-strecket sich dero hohe ussicht und Reichs-ver- ce-Cantzlar versiegelt/ und nicht eher als nachwaltung nicht allein auffdie Kreiße der Ober- antritt der neuen Kayserlichen regierung wie-und Nieder-Sächsischen lande/als Thurm- der eröffnet. Jeder Reichs-Vicarius ist abergen/ Meissen/ biß ans Francken-land/ Ober- berechtiget an seinem hoff ein hoff-gericht oderund Nieder-Sachsen / dieMarck Branden- Vicariars- regimentzu bestellen / und denenbürg/ Pommern / von der Weixel an biß an jenigen/ welche unter eines jeden Vicariat ge-die Weser und über die sämmtlicheMagdebur- hören/auf verlangen diejMtz wiederfahren zugische / Halberstädtische / Anhaltische/ Hol- lasten. Die Verwaltung aberdesgerichteszusteinische undHartz-Grasiiche lande würcklich/ Rotweil verrichtet Chur-Pfaltz/ als unter seinsondern auch von rechts und alter ver- Vicariat gehörig/weil sothanes gericht sichfaffung wegen noch weiter auff die Königrei- nicht über das gantze Reich/ sondern nur überche Böhmen/ Polen/ alle Schlesische Fürsten- einige länder erstrecket»thümer / Lausitz/ Mahren/ Preußen/Frießlknd . Wann die lehrer der Rsichs-rechte denenund Westphalen/ und darzu gehörige Reichs- Vicarien des Reichs die Majestät zulegen / ge-lande / nemlich überall/ wo das Sächsische hen sie zu weit: denn die beeden Reichs-Ver-recht in oblcrvÄvtz gewesen oder noch ist/ wesere stkeÄircn dergleichen selbst nicht/ son-st ferne solche länder des Rom. Reichs gericht- dern gehen sehr behutstm in wichtigen dingen/barkeit noch unterwürffig sind» rLferiren lieber an das gantze ChurfürstlicheOder nach der eincheilung derer Kreyfe zu Collegium/ als daß sie voreilig sich in schwererechnen/ so erstreckt sich das pfälyische Vica- fachen / daraus zumahl Weiterung entstehenriat über den Ober- undNieder-Nheinischen/ könte/einmischen sslten; dannenhero weil dieWestphälischen/Fräncktschen/Schwäbischen/ kriegs-und ftiedcns-geschaffte nach des West-Oesterreichischen / Bayrischen und Burgun- phälifchen frieden - schluffes anleituug vor ge-dischen/ das Sächsische aber über den Ober- famte Chur-Fürsten/Fürsten und Stände ge-und Nieder-Sächsischen. hören/ würde auch das Churfürstliche ColZe-Sewalt deö Die gewalt derer Durchlauchtigsten gium bedencken tragen/dergleichen vor sich al-ear!m/ ^ Reichs - Vicarien beschließet in sich alle und lein zu ziehen und gefahr dabey zu lauffen / esjede Müjestats - rechte und Regalien / welche wäre denn periculum in mors und sonder waf-einem Kayser sonsten zustehen / und nicht fon- sen durch schickung oder schreiben das werckzuderlich ausgesetzet und vorbehalten sind. Da- traQiren. Daher A. 1658/als die Cronvon giebtdie güldene bulla K. Carls i'ir.v Schweden nach denen grossen psogrellen infolgende klare maße/ daß die Reichs - psie- Polen/ auch in Dänemarck conyuecen machte/gere macht haben/ geeichte auszurichten und das Reich eines so gtoßmächtigen nach-und zu üben / GOttes gäbe zu verleihen/ bars und Mit-Standes prXpotentz mit sorg-die reuten und nuyen einzustmlen/ die fältigen äugen ansähe/ und das Chursmstli-lehn-empfängniße zu verrichten/ und den che Coltegium eben zu Franckfurt war/ eineneyd der treue von des Reichs vasallen an- Römischen König und Kayser zu erwehlen/ je-zunehmen/ jedoch fahn-lehn der Fürsten doch aber mit dem gantzen Reiche keine com-ausgenommen; worunter auch diejenigen zu mumcstion pflegen konre/ hat höchstgedachtesrechnen/welche heutiges tages mit dem schwcrd Cottegium eine Gesaudschafft an den König inpflegen in lehn gereicht zu werden. Verbo- Schweden/ der eben dazumahl zu Flensburgten aber ist/ ichtwas von den Reichs-gütern war/abgeschickt/und ihme zum frieden vorstel-zuveräusern oder zu verpfänden/als welches lung thun lassen.
der Kayser stlbst nicht berechtiget ist. Da- Wie nun diest hohe Verwesung Haupt- AA,
hero nicht unbillich zu schlüßen/ daß sie auch sachlich stattfindet/ wenn das heilige Reich smv/
auff