Druckschrift 
Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
Seite
158
Einzelbild herunterladen
 

«58 Des Europ äischen Her olds erste Haupt - Handlung

M/alle diese gefährliche anschlage nicht besstr allein derselbe entschuldigte sich nach gechaner«Wäret und mithin des heil. Reichs sicherheit dancksagung / welcher gestalß er sonder Ihr.befestiget werden könte/ als wenn man wegen Kayserl. Majest. als dero Herrn vaters rächeines zukünfftigen 5uccelwr»§ Hey zetten rath und einwilligung sichdarzu nicht erklären kön-pflegete und solches werck in guten stand setze- te ; worauf Ihr. Kayserl. Majest. um ihrenie. Da nun das heil. Rom. Reich sich unter gnadigsten, eonser,-- bmlichm ersuchet wurde,regierung des löbl. Ertz-Haufes Oesterreich biß- welchen sie auch ertheileten, und zugleich Ihr,hero nicht übe! befunden / auch Jhro Königl. Königl. Majest. wegen der auf sie gefallenenMajest. zu HuNgarn von solchen ungemeinen wähl ^»culirten. ^ ^ ^gaben ausgezieret waren / daß hiervon sich die nigl. Majest. der -cceptarwa halben zur rich-gantze Christenheit viel nützliches zu versvre- tigkeit gediehen/ und Chur-Maintz im nahmenchen hätte; als trügen Ihre Kayserl-Majest. zu seiner Mt-Churfursten und Gesandten disdenen gegenwartigen Churfürsten und der ab- dancksagung abgestattet/ so wohl auch ein jederwesenden Herren botschafftern das feste ver- insonderheit die grsculsrwri abgelegtt hatte/trauen / sie würden ihren freundlich geliebten wurde der neu-erwahlteRom.Kömg der vergli-Herrn söhn bey dero sreyen wähl in gefallige chenen Wahl-csplw!srl(Zll erinnert/ und wie esvbacht nehmen/und ihm die Rom. Königl. nöthig solche durch einen eyd zubekrafftigen/würde ccmfsriren. Dieser Vortrag fand bey worzu er sich auch willig finden lassen/ und er-denen verfammleten Churfürsten und der ab- meldten eyd mir abgenommener Crsne vomwesenden Gesandten so viel beyfall / daß nach Haupte und legung zweyer finger auf das aufdenen vorhergehaltenen nöthigen coosuk«tio- dem altar im conclavi gelegene Evangelien-nen der 24 Jan. zum wahl-tag bestimmet Mw- buch würcklich geleistet. Nachdem diesesde;dadenn/wiegebräuchlich/derausländischen vollzogen/wurde Jhr.Königl. Majest. von demPotentaten Ministri und alle fremden tags Churfürsten zu Mayntz für einen Rom, Königvorher sich aus der stadt begeben und die thore öffentlich ausgeruffen/ und gieng dannenherogesperret werden musten. Die gegenwarti- die pkocelllon aus dem conclavi in die kirche/gen Herten Churfürsten von Mayntz / Trier/ woselbst anfanglich der neue König von denenCölln/Bayern und Psaltz benebst denen Abge- Churfürsten und Churfürstl. Abgesandten vorsandten von Chur-Böhmen/(welche Cron und den altar geführet / und von dem Herrn Prä-Chur vormahlen bey keiner lellion . da die laten das gewöhnliche gebet über ihn gesprs-Wahl-caxim !-rioll behandelt und aufgerichtet chsn/ auch das Ie vLum lsuäamu» jnwlliretworden/mitgewesen/itzo aber durch den obri- wurde; hernach verfügteman sich auffeine be-sten Cantzlar in Böhmen / Herrn Grafen sondere an dem gatter des thors inwendig auf-Kinsky/concurnret hat )Sa6)ftn und Bran- gebauete dühne/ da denn jederman in die kirchedenburg ritten in prächtiger csv-lcsc!« nach der hinein gelassen wurde / und der MayntzischeSanct Ulrichs kirchen/allwo nach verrichtetem Herr Dom-Probst den neu-erwahlten KönigGottesdienste und abgelegten wähl - eyde die vor allem volck verkündigte; hiernechst zu drey-wahl vorgenommen worden/ welche per unani- mahlen vivsr «.ex Zotepkuz proclsmirte/ wel-mia vors auf Ihre Hungarische Königl. Ma- ches das volck beantwortete/ womit diese solen-jest. ausgefallen. Die ordnung war bey der nität ihre endschafft erreichte und beyde Ma-lelLoo diese: Chur - Maintz in der mitten / zu jestäten über eine mit roth-weiß - und gelbendessen rechter Hand Chur-Bayern/weiter der tuche belegte brücke sich zu fuß in folgenderBöhmische/und am ende des lsrer» der Bran- vrdnung nach dero residentz zurück erHuben:denburgische erste Gesandte. Zur lincken

Hand faß Trier/denn Cölln/ferner Pfaltz/und 1. Der Reichs-Qvartier-Meister mit des

endlich der Sächsische erste Gesandte. Zur Herrn Reichs- Erb-Marschallen zween tra-

seiten stunde der Reichs-Erbmarschall. Wor- banten/ hierauf sind

aus so fort eine «Kput-tioa von denen Herren 2. Der Herren Churfürsten / wie auch Jhro

Rathen anJhre Kayserl. Majest. abgefmiget König!, und Kayserl. Majestäten bediente

wurde/ umdieselbenebstJhr. Königl. Majest. gefolget/dann

in« conclave zu erbitten-allermass-n sich diesel- z. Die Churfürstl. Konigl. und Kayserlichc»

den auch beyderseits einstelleten / und giengen Cavallier.

ihnen die Herren Churfürsten und Gesandten . Die Ckuriurstl tromveterund vauc?,r/we,--

ge auch / nachdem ste dte relpeA»ve Kayserl. -5° - , < ^ e- ,und Königl. inKZnia angethan / ins conclave 5' Churfurstl. Kontgl. und Kayserl. da-hinein. Das erste war/daßderChurfürst von . ^ .Mayntz in nahmen des gantzen Churfürstlichen ^ Die Kayserl. trompeter und paucker/welchec->lkßii Ihr. Kayserl. und Königlichen mit denen vorhergehenden eine HarmonieMajest. unterthänigstenbanck abstatteten/daß

sie sich in das conclave zu erheben gnädigst ge- 7- Die sunff Herolden in ihrem wapen - Habit

fallen lassen wollen / gäbe anbey zu erkennen / mit weissen staben.

wie sie aus hochwichtigen Ursachen bewogen 8. Die Churfurstl.Erb-Marschallen mit denen

worden/ noch bey Jhro Röm. Kayserl.Majest. Chur - schwerdtern/ die spitzen abwärts ge-

lebzeiten einen Rom. König zu erwählen und kehrr in der scheiden.

darzu ihren gegenwärtigen König in Hungam 9» Die drey Churfürstl. Herren Gesandten,

und Ertz-Hertzogen in Oesterreich Herrn Jose- Böhmen/Sachsen/Brandenburg.

phum zu erkiesen / nicht zweiffelnd/ er würde iv. Der Churfürst von Bayern undChurfutst

sich belieben lassen solche würde anzunehmen; vonPfalhin ihrem Chur°HM>

n.Der