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2: 1887
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U. L. Frau am Von zu Spabrücken.

as Dorf Spabrücken, in der gesegneten Rheinprovinz gelegen undzur Diözese Trier gehörig, war früher im Besitze des ange-sehenen freiherrlichen Hauses Dalberg. Laut alten Urkunden befand sichdaselbst schon im Jahre 1359 ein prächtiges Gotteshaus, welches der aller-seligsten Jungfrau geweiht war und deren Verehrung die Spabrücker Kircheauch ihre Berühmtheit verdankt. Den Hauptschmuck derselben bildet ein un-gefähr 3 Fuß hohes und über einen Fuß breites, aus Holz geschnitztesMarienbild mit dem göttlichen Kinde (auf dem rechten Arme, im linken einScepter, das Kind in der Rechten die Weltkugel), das dieselbe auf einemLehnstuhle sitzend darstellt und heute noch wie vor 690 Jahren Gegenstandallgemeiner Verehrung ist, um so mehr, als an dieser hl. Stätte auf dieFürbitte Mariens Unzählige seit Jahrhunderten Hülfe in geistlichen undleiblichen Nöthen gefunden haben. Spabrücken genoß einen solchen Ruf,daß das Mainzer erzbischösliche Vikariat die Urkunde vom 23. Sept. 1680,durch welche die Kirche an die Franziskanerväter abgetreten wurde, mit denWorten beginnt: „Die der seligsten Jungfrau Maria geweihte Kirche zuSpabrücken am Sonwalde, welche durch Alterthum und zahlreiche Wunderberühmt ist, übergeben wir hiermit w." Zur Zeit der Reformation wurdevon fanatischen Bilderstürmern nicht blos die Kirche geschändet, sondern auchdas Gnadenbild den Flammen preisgegeben, denen es aber wunderbar ent-ging, auf der Rückseite nur einige Spuren des Feuers davontragend. Nach-dem später das profanirte Gotteshaus dem Gottesdienste zurückgegeben unddas Gnadenbild zur allgemeinen Verehrung wieder in demselben aufgestelltwar, vollzogen die Reichsfreiherren von Dalberg die Restauration der Kircheaus eigenen Mitteln und traten dieselbe am 29. April 1681 an die Fran-ziskaner ab. Zu Anfang dieses Jahrhunderts wurde das Franziskanerklosteraufgehoben und das Wallfahren dahin geradezu verboten; doch war dieseHeimsuchung nur eine vorübergehende; denn heute blüht die Wallfahrt wieehedem, was die jährlich hier ankommenden vielen und großen Züge an-dächtiger Pilger beweisen.

Eberhardsklause.

i^m Kreise Dauu auf einem Scheidewege, wo 3 Straßen sichkreuzen, deren jede zu einer Stadt, nämlich Trier, Köln undMainz führt, stand vor mehr als 300 Jahren ein Bild der schmerzhaften MutterGottes, zum großen Troste derjenigen, die Maria verehrten und in ihren