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Remagen nach Siegburg, welches Kloster wegen seiner strengen Disciplindamals in hohem Rufe stand, und dort ward dem Kloster Siegburg dieKirche übergeben. Alsbald wurde nun bei der Kirche von den Bürgern inRemagen ein Kloster errichtet und dieses sowohl von der Stadt Remagen,als dem Erzbischofe, als auch dem Abte Kuno von Siegburg mit Güterndotirt. Als nun bald darauf der Erzbischof nach Rom reiste, schlössen sichihm mehrere Bürger von Remagen an und sie erwirkten vom Papste Paschalisdie Bestätigung der neuen Stiftung. Nachdem sie von Rom. zurückgekehrtwaren, wurde sodann die Crypta durch den Bischof Erlungus von Würz-burg zu Ehren der allerseligsten Jungfrau Maria, des h. Apostels Thomas,des h. Martin, des h. Nikolaus und aller Heiligen feierlich eingeweiht. Soerzählt uns Erzbischof Friedrich stelbst in einer Urkunde vom Jahre 1117die Stiftung dieser Propstei.
Nachdem nun für die geistlichen Bedürfnisse der Wallfahrer hinreichendgesorgt war, nahm der Zudrang zu diesem Wallfahrtsorte immer mehr zu;besonders aber erfreute sich derselbe der stetigen Fürsorge der Aebte vonSiegburg. 1295 und 1296 erwirkte Abt Adolf von Siegburg von 13 Bi-schöfen in Rom einen vierzigtägigen Ablaß, welcher in der Propstei St.Apollinaris an bestimmten Festtagen gewonnen werden konnte.
Im Jahre 1392 hatten der Herzog Wilhelm von Jülich-Cleve-Bergund seine Gemahlin Anna von Bapern das Stift zu Düsseldorf bedeutenderweitert. Der Herzog schrieb sodann an den Papst Bonifazius XI. umUeberlassnng von Reliquien, welche ihm auch zugeschickt wurden. Ferner er-hielt er von Köln viele Reliquien.
Als er bald darauf mit dem Abte von Siegburg in Streit gerieth,überfiel er die Propstei auf dem Apollinarisberge und nahm einen großenTheil der Reliquien des h. Apollinaris weg, welche er sodann in die Stifts-kirche zu Düsseldorf überbrachte. Das Haupt des h. Apollinaris war nachder Burg Landskron geflüchtet worden. Mit Bewilligung des ErzbischofsFriedrich von Saarwerden überbrachte nun der Abt Kuno 1394 in Beiseindes Priors Godfrid Winter, des Subpriors Johann von Meßdorf und desCustos Rütger die noch in der Apollinariskirche befindlichen Reliquien nachSiegburg, ließ daselbst einen kostbaren Schrein anfertigen und legte in den-selben diese Reliquien mit denen des h. Alexius. Bei dem Friedensschlüssemit Adolf von Berg, dem Sohne Wilhelms, wurde bestimmt, daß die nachDüsseldorf gebrachten Reliquien daselbst verbleiben sollten. Das Hauptaber, welches 1394 wieder nach dem Apollinarisberge gebracht worden war,wurde in eine mit Silber beschlagene Tumba gelegt.
Im Jahre 1460 ließ der Abt Wilhelm von Siegburg eine kostbareKapsel aus Gold und Silber anfertigen, das Haupt ebenfalls in Silberfassen und dasselbe in die Kapsel legen.
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