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Dreihundert Jahre darauf war man in Folge der Kriege Ludwig's XIV.von Frankreich genöthigt, das Haupt wiederum zu flüchten; es wurde nebstden in Siegburg befindlichen Reliquien nach Köln in den sogenannten „Sieg-burger Hof", das Absteigequartier des Abtes gebracht, bis es dann am5. März 1750 wieder in die Kirche zu Apollinarisberg feinen Einzug hielt.
Beim Ausbruche der französischen Revolution war das Haupt 1793nach Düsseldorf geflüchtet worden. Als nun späterhin die Bürger von Remagendie Rückerstattung desselben begehrten, weigerte man sich Anfangs in Düssel-dorf, dasselbe herauszugeben und es dauerte bis zum 25. Januar 1826,daß dasselbe in feierlicher Prozession in die Pfarrkirche zu Remagen über-bracht wurde. Die Kirche auf dem Apollinarisberge war aber in den Kriegenso verwüstet worden, daß sie sich zum Gottesdienste nicht mehr eignete, wes-halb nun das Haupt in der Pfarrkirche zu Remagen verblieb und dorthindie Wallfahrten stattfanden.
Die Gebrüder Boisseree zu Köln, in deren Besitz der Apollinarisberggekommen war, verkauften denselben im Jahre 1836 an den Grafen vonFürstenberg-Stammheim, welcher beschloß, an Stelle der alten eine neueherrliche Kirche zu erbauen. Der Dombaumeister Zwirner von Köln fertigteden Plan an und im Jahre 1839 wurde der Grundstein zu dem herrlichenBaue gelegt, welcher eine Zierde des schönen Rheinstromes werden sollte.Die berühmtesten Düsseldorfer Maler, Ernst Deger, Andreas Müller, KarlMüller und Franz Jttenbach schmückten die Kirche mit prachtvollen Fresken,welche Scenen aus dem Leben Jesu, Maria's und des h. Bischofs Apolli-naris darstellen. Im Jahre 1859 war der ganze Bau vollendet und wurdenun dem Gottesdienste übergeben.
Der Graf von Fürstenberg errichtete sodann einige Jahre später beider Kirche ein Franziskanerkloster, damit für die geistlichen Bedürfnisse derzahlreichen Pilger hinreichend gesorgt werden könne. Die Zahl der Pilger,welche den Schutz des h. Apollinaris daselbst anrufen, wird auf jährlichetwa 20,000 angegeben.
Sk. Wendel.
m Regierungsbezirke Trier, zwischen Birkenfeld und der Rhein-pfalz, liegt an der Blies die über 4000 Einwohner zählendeKreisstadt Sankt Wendel, welche ihren Namen und Ursprung dem heiligenWendelinus verdankt. Die Legende berichtet über ihn Folgendes:
Der h. Wendelin stammte aus dem schottischen Königshause und wurdeseinem Stande gemäß erzogen. Reich an Kenntnissen, und was noch mehr