Druckschrift 
2: 1887
Seite
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Hierotheken von edlem Metalle aufbewahrten Heiligthümern, für deren Ver-ehrung Papst Jnnocenz XII. einen Ablaß ertheilte, fand sich auch ein an-sehnliches Stück des Hemdes des h. Erzbischofs Engelbert von Köln vor,womit dieser Heilige in dem Augenblicke bekleidet gewesen, als er ermordetworden. Deutlich konnte man an diesem Ueberbleibsel des großen Mannesnoch Verblutungen wahrnehmen. Das Marienbild wurde in der Folge soberühmt, daß die alle sieben Jahre aus Ungarn und Böhmen nach demRheine pilgernden Wallfahrer nicht nur Köln, Aachen und Cornelimünster,fondern auch Schillingskapellen zu besuchen pflegten und sich in manchenJahren die Opfer auf 2666 bis 3666 Rthlr. beliefen.

Nach der Säcularisation der Klöster auf der linken Rheinseite zurZeit der französischen Revolution ging das Kloster und die Kirche in dasEigenthum eines Herrn Tenne und dann in das des Freiherrn von Bösc-lager in Bonn über. Die Kirche wurde zerstört.

Die Wallfahrt zum h. Kreuze und den 14 hh. Not-Helfern zu Stoffeln bei Düsseldorf.

n unmittelbarer Nähe von Düsseldorf in der Richtung nach Südenliegt in der Pfarre Bilk das Dörfchen Stoffeln und in demselbeneine Kapelle, welche dem h. Kreuze und den l4 hh. Nothhelfern geweiht istund welche sowohl aus den benachbarten Dörfern als namentlich von Düssel-dorf aus besonders au den Freitagen, von den frommen Gläubigen starkbesucht wird.

Diese Kapelle ist nicht alt; wie das über der Eingangsthüre befind-liche Wappen anzeigt, wurde sie im Jahre 173-1 von dem Kurfürsten KarlPhilipp erbaut. Es muß aber auch früher hier eine Kapelle gestandenhaben, wie aus nachstehenden Ereignissen hervorgeht:

„Im Jahre 1655 hatten die Eheleute Heistermanns das Opfer derKapelle zu Stoffeln propria auctoritatö verwendet und dem Pastor Helpen-stein den Schlüssel verweigert, weshalb dieser dem Dechanten solches ange-zeigt, welcher zwei Schlüssel zu machen verordnete, nachher aber auch bravll.saac. angerufen, wo solches Decret approbirt. W. Jllgen, anverwandtHeistermann, meldet, daß auf ihrem Erbe die Kapelle sich befindet."

Im Jahre 1767 stellte der derzeitige Pfarrer von Bilk, JohannJakob Kürten, eine Spezifikation der Küstereieinkünfte von Bilk auf, inwelcher es in Z 5 heißt: „daß ein zeitlicher Custos mit seinem Herrn Pastor