Schiffe der Kirche beerdigt, wie die Umschrift des Grabmales besagt imJahre 120V. Seine Gemahlin Adelheid wurde mit ihren beiden Töchternim Kapitelhause vor dem Altare beerdigt und es ist zu bemerken, daß inMitte des Kapitelhauses ein rundum von Steinen schön eingeschlossenerRaum sich befindet, der sich von der Umgebung unterscheidet und auf demin einem Strauche die Statue der allerseligstcn Jungfrau gestanden habensoll, welche die Veranlassung zum Baue des Klosters gegeben hat.
Diese Statue befand sich bei der nördlichen Thüre des Chores undwar von einem eisernen Gitter eingeschlossen. Auf der südlichen Seite derKirche befindliche deutsche Verse schildern diese Geschichte wie folgt:
Als man Dußendt hondert und Neuntzig zehlt,
Ein Ritter Wilhelm Schilling von Buschfeldt
Herr zu Bornheim aufs die Jagd geweist
Viel wildt woldt fangen zu selbiger frist
Gott aber der alle Ding weißlich regirt
Ihn durch das bellen seiner hondt führt
Zu einer Hecken, darin daß rechte wildt
Gefunden vnsre lieben Frawen bildt
Zwischen zweien brennenden Wachskertzen stahn
Ein kleines Klocklein hieng auch auf dein plan
Darab der Ritter sich hoch bewundern thet
Vnnd auf das orth ein Capel gebawt hett
Daß bildt mit Reuerentz er darin gesetzt
Daß Klöcklein in die große Klock zuletzt
Gegoßen wardt darnach der Ritter auß andacht
Sich vber Meer zum heiligen Grab gemacht
Als er mit glück nun wiederumb zu hauß anlendt
Ein Kirch gebawet hat an diesem endt
Dieselbe reichlich vnd wolbestifftet
Noch zweimahl zum heiligen Grab geschiffet
Viel heiligdumb von dannen mit sich gebracht
Die alhie gezeigt werden mit andacht
Sein haußfraw Alheidt mit zwo Dochtern fein
Zum ersten in diß Kloster gangen Sein
Deren die eine Laetitia gnant
Vor die erste Fraw Meisterin erkant
Der Ritter aber Herr Schilling von Buschfeldt
Wie ein Einstedler gelebt in der weldt
In dieser Kirchen er auch begraben ligt
Und rawet biß ahn das jüngste gerietst
Gott der dieses Closter so viel hondert Jahr
Bewart hat gnedig vor mancher gefahr
Wolle daßelbig hinfüro behuetten
Vor Krieg brandt vnd der seyenden wuetten.
In der Kirche des Klosters Schillingskapellen befanden sich auch vieleHeiligthümcr, welche der Stifter bei seiner Reise nach Jerusalem zum heili-gen Grabe erhalten und dem Kloster geschenkt hat; unter den in vierzehn