Druckschrift 
2: 1887
Seite
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Schiffe der Kirche beerdigt, wie die Umschrift des Grabmales besagt imJahre 120V. Seine Gemahlin Adelheid wurde mit ihren beiden Töchternim Kapitelhause vor dem Altare beerdigt und es ist zu bemerken, daß inMitte des Kapitelhauses ein rundum von Steinen schön eingeschlossenerRaum sich befindet, der sich von der Umgebung unterscheidet und auf demin einem Strauche die Statue der allerseligstcn Jungfrau gestanden habensoll, welche die Veranlassung zum Baue des Klosters gegeben hat.

Diese Statue befand sich bei der nördlichen Thüre des Chores undwar von einem eisernen Gitter eingeschlossen. Auf der südlichen Seite derKirche befindliche deutsche Verse schildern diese Geschichte wie folgt:

Als man Dußendt hondert und Neuntzig zehlt,

Ein Ritter Wilhelm Schilling von Buschfeldt

Herr zu Bornheim aufs die Jagd geweist

Viel wildt woldt fangen zu selbiger frist

Gott aber der alle Ding weißlich regirt

Ihn durch das bellen seiner hondt führt

Zu einer Hecken, darin daß rechte wildt

Gefunden vnsre lieben Frawen bildt

Zwischen zweien brennenden Wachskertzen stahn

Ein kleines Klocklein hieng auch auf dein plan

Darab der Ritter sich hoch bewundern thet

Vnnd auf das orth ein Capel gebawt hett

Daß bildt mit Reuerentz er darin gesetzt

Daß Klöcklein in die große Klock zuletzt

Gegoßen wardt darnach der Ritter auß andacht

Sich vber Meer zum heiligen Grab gemacht

Als er mit glück nun wiederumb zu hauß anlendt

Ein Kirch gebawet hat an diesem endt

Dieselbe reichlich vnd wolbestifftet

Noch zweimahl zum heiligen Grab geschiffet

Viel heiligdumb von dannen mit sich gebracht

Die alhie gezeigt werden mit andacht

Sein haußfraw Alheidt mit zwo Dochtern fein

Zum ersten in diß Kloster gangen Sein

Deren die eine Laetitia gnant

Vor die erste Fraw Meisterin erkant

Der Ritter aber Herr Schilling von Buschfeldt

Wie ein Einstedler gelebt in der weldt

In dieser Kirchen er auch begraben ligt

Und rawet biß ahn das jüngste gerietst

Gott der dieses Closter so viel hondert Jahr

Bewart hat gnedig vor mancher gefahr

Wolle daßelbig hinfüro behuetten

Vor Krieg brandt vnd der seyenden wuetten.

In der Kirche des Klosters Schillingskapellen befanden sich auch vieleHeiligthümcr, welche der Stifter bei seiner Reise nach Jerusalem zum heili-gen Grabe erhalten und dem Kloster geschenkt hat; unter den in vierzehn