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Buschhoven.
der Erzdiözese Köln, im Kreise Rheinbach, liegt das PfarrdorfBuschhoven mit einer Bevölkerung von etwa 60V Seelen. Inder Kirche dieses Dorfes befindet sich ein Gnadenbild, die allerseligste Jung-frau Maria vorstellend, wie sie das göttliche Jesukind vor sich auf demSchooße hält. Es ist dieses ohne Zweifel das älteste Marienbild, welchesin der Erzdiözese Köln verehrt wird und gehört demAusjprnche der Kunst-kenner gemäß dem Ende des zwölften oder dem Anfange des dreizehntenJahrhunderts an. Dieses Gnadenbild wurde früher in dem in der Nähebefindlichen Kloster Schillingskapellen verehrt und ist erst nach Aufhebungund Zerstörung dieses Klosters in die Pfarrkirche zu Buschhoven überbrachtworden, wo es nunmehr von den Gläubigen der Umgegend steißig besuchtund verehrt wird.
In der Kirche zu Schillingskapellen befand sich eine Tafel, welche inlateinischer Sprache Nachstehendes berichtete:
„Es sei Allen kund, daß im Jahre des Herrn 1197 unter der Ne-gierung des Kaisers Heinrich dieses Nonnenkloster von dem Ritter Wilhelmmit dem Beinamen Schilling erbaut und dotirt und von dem hochwürdigenHerrn Adolph, Erzbischof von Köln consekrirt worden ist. Dieser hat dennauch das Kloster in seinen und seiner Nachfolger Schutz genommen im Bei-sein vieler Prälaten, Grafen und Ritter. Und damit dieses Kloster mitgebührenden Ehren ausgestattet werde, haben dreizehn Bischöfe ein jederallen denen, die an nachfolgenden Festtagen, nämlich der Geburt. Aufersteh-ung und Himmelfahrt des Herrn, Pfingsten, allen Festen der allerseligstenJungfrau Maria, des h. Michael, der hh. Johann Baptist und Evangelist,welche Patronen der Kirche sind, der hh. Märtyrer Stephanus und Lau-rentius, der hh. Bekenner Nikolaus, Augustinus und Martinus, der heiligenJungfrauen Katharina, Margaretha, Agnes, Cäcilia und Lucia und der h.Maria Magdalena, am Kirchweihfeste, an allen Sonntagen des Jahres,von Aschermittwoch bis zum Sonntag nach Ostern und in den Oktavenaller vorgenannten Feste aus Andacht oder der Wallfahrt wegen diese Kirchebesuchen und diesem Kloster zum Baue, zu den Gewändern oder zur Be-leuchtung einen Beitrag leisten oder die auf dem Sterbebette ein Legat fürdieselbe aussetzen, vierzig Tage Ablaß von den ihnen auferlegten Strafenim Herrn bewilligt."
Der Ritter Wilhelm Schilling von Buschfeld war Vogt und Herr vonBornheim. Er hatte einen Sohn, Wilhelm genannt, und zwei Töchter,Beatrix und Lätitia. Lätitia wurde die erste Meisterin in Schillingskapellen.Wilhelm Schilling stiftete das Kloster für vierzig Nonnen und wurde im