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oblag und er wurde 806 vom Kaiser nach Rom geschickt, um dem PapsteLeo III. die Theilungsurkunde des Reiches vorzulegen. — Seine GemahlinJmma war nicht die Tochter Karls des Großen, sondern eine Schwestedes Bischofs Bernhard von Worms und wahrscheinlich einem schwäbischenFürstengeschlcchte entsprossen. Ihre Ehe war kinderlos, jedoch überausglücklich. Einhard stand auch bei Kaiser Ludwig dem Frommen in hohemAnsehen. Es wurde ihm besonders die Erziehung des kaiserlichen SohnesLothar übertragen, und als dieser sich mit seinem Vater entzweit hatte,ermähnte er ihn in einem rührenden Briefe an seine kindlichen Pflichten undsuchte auch auf dem Reichstage zu Neumagen, wiewohl vergebens eine Aus-söhnung zwischen Vater und Sohn zu erwirken. Ludwig der Frommeschenkte ihm und seiner Gemahlin laut Urkunde vom 11. Januar den „Ort,welcher Michlinstat heißt, im Walde, der Odenwald genannt wird" nebst derGemarkung und den Dienstleuten daselbst, ferner das „Dorf, das Mulin-heim heißt, welches im Gau Mopnecgowe (Maingau) liegt ani User desFlusses Main." Zudem war er weltlicher Abt des Klosters Blandiniumbei Gent, von Fontenay bei Rouen, von St. Bavon zu Gent, von St. Ser-vatius zu Mastricht und besaß ein Benesizium zu Fritzlar, die Abtei desh. Chodoald, deren Lage man nicht bestimmen kann, und die Kirche desh. Johannes des Täufers zu Pavia als Lehen.
Vom Jahre 815 an brachte Einhard die meiste Zeit seines Lebensmit seiner Gemahlin in Seligenstadt zu, wo sie in der Nähe der Kirchewohnten, wahrscheinlich an dem Orte, wo später Kaiser Friedrich Barbarossadas Palatium baute, von dem noch wenige Uebcrreste vorhanden sind. WennEinhard im Winter an den kaiserlichen Hof ging, pflegte Jmma sich nacheinem in der Nähe von Seligenstadt gelegenen Kloster (Zelle, jetzt Zellhausen)zurückzuziehen, wo sie mit Gisla, welche von Einigen für eine Tochter Karlsdes Großen gehalten wird, in Gemeinschaft mit anderen frommen Frauender Frömmigkeit oblag. Den Gottesdienst daselbst besorgten Priester ausdem benachbarten Babenhausen. — Einhard zog sich nach dem Tode seinerGemahlin gänzlich von der Welt zurück und wurde Abt in dem von ihmgegründeten Kloster Seligenstadt.
Einhard hatte bei diesem Kloster eine Basilika gebaut, deren Grund-pfeiler jetzt noch stehen und das Langschiff der Kirche tragen. Nach vielenSchicksalen, welche das Gotteshaus im Laufe der Jahrhunderte erlebt hat,ist dasselbe vor 1878 in würdiger Weise renovirt worden. Das Portalmit seinen zwei Thürmen, die Seitenschiffe und die Giebelmauern des Quer-schifses sind neu gebaut, im Innern ist die Kirche geschmackvoll dekorirt.
Wie Einhard selbst bestimmt hatte, fand er in dieser Kirche nebenseiner Gemahlin auch seine Ruhestätte. In einem herrlichen Marmor-Sarkophage ruhen Beider Gebeine nebst denen der oben genannten Gisla.Dieses Grabmonumcnt wurde 1722 an Stelle eines früheren aus rohen