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Steinen gefertigten Sarges errichtet, welcher sich jetzt ans dem gräflichenSchlosse in Erbach befindet. 1372 wurde der Marmor-Sarkophag, der bisdahin unmittelbar vor dem Hochaltar stand, in ein an den nördlichenKrenzarm der Kirche stoßendes Scitcngemölbe versetzt. Bei der Eröffnungdes Sarkophags erblickte man zunächst eine große sargähnliche Lade ansstarkem Eichenholz, welche mit dem Siegel des Abtes Peter IV. geschlossenwar. Dieselbe enthielt zwei Säckchcn ans schwerem Seidenstoff, mit Gebeinenangefüllt; auf der andern Seite ruhten, in eben solchen Seidenstoff einge-schlagen, die Gebeine einer dritten Person. Diese letzteren Gebeine sind nacheinem im Pfarrarchiv beruhenden Dokumente die des Einhard, in dem einenSäckchen, an welchem eine Pergamcntrollc befestigt war, befanden sich dieGebeine der Gisla, in dem andern die der Jmma. Ans der Pcrgamentrollestand der Bericht über die Erhebung der Gebeine durch den Mainzer Erz-bischof Snikard von Kronenberg im Jahre 1607 und in diese Rolle einge-wickelt lag ein fingerlanges Zettclchen mit der Inschrift: Ossa, One (kwi-rexias Illmnorias. Bei den Gebeinen Einhards fand sich eine große schwarzeDalniatik nebst einigen Gewändern aus Seide und Leinen.
Das schöne Grabmal wurde seiner Zeit in Flandern aus schwarzem,röthlichem und weißem Marmor gefertigt und ist über 6 Fuß hoch. An derVorderseite trägt es das Wappen der Gräflich-Erbachschen Familie, an derRückseite das fränkischckarolingische Wappen. Auf der einen Langscitebefindet sich die Inschrift:
II ie iniraro uovem saoolis sorvaba viatorOssa prius stumulo guao jaousro raäi.
Xst ubi eura ?etri ^.bbatis gratissima ooako
Lplonäori tsmplom reÄüiüit orrmo oovo,
Ilas ?unäatoruo> exuvias nil passa bsoori
8axo bumili, ?umba nobiliors looat.
Oasa taeeot, marmorgus taoot seä kama ioguoturbixeslsas Hanäss von moriburas ?vtri.
Hier, o Pilger, bewundere durch neun Jahrhundert bewahrteMeuscheugcbeine, die einst lagen in kunstloser Gruft,
Aber da Petrus des Abtes dem Himmel gefällige SorgeDieses geheiligte Haus gänzlich ereuert im Glanz,
PZollte der Stifter geheiligte Neste nicht länger er lassenIn dem so dürftigen Sarg, bargt sie in edlerem Schrein.
Es schweiget das Bein, es schweiget der Stein, doch der Ruf, er verkündetPetrus erhabenes Lob, das mit dem Leibe nicht stirbt.
Die Inschrift auf der entgegengesetzte Seite lautet!
Linbaräus kaoram, Ro^um goi elaras amoro,
etui Oaroli llla^oi tilia miMr kalt,
(^uaoguo sub boo mooum tuomlo conolosa guioseit,
L.4 suPsros llouoo uos iuba rauea vooat.
LS