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ligcn Pricstcr Marcellinus getauft und von beiden Heiligen, da Sercnusinzwischen krank geworden wer, noch vierzig Tage lang in ihrem neuenGlauben unterrichtet.
Als der Präfekt nach seiner Genesung von dem Geschehenen Kundeerhielt, erfaßte ihn eine so unbeschreibliche Wuth, daß er die beiden heiligenMänner ergreifen, dem heiligen Marcellinus die Pulsadern mit Fäustenschlagen und ihn, seiner Kleider beraubt, in einen finstern Kerker auf Glas-scherben werfen, den heiligen Petrus aber, mit schweren Ketten beladen, inFußschrauben legen ließ. Allein ein Engel des Herrn befreite die beidenBckenner von ihren Marterwerkzeugen und vereinigte sie miteinander, so daßsie ihre Neubekehrten noch sieben Tage lang belehren und trösten konnten.
Darnach wurde zuerst Artemius mit dem Schwerte hingerichtet; seineGattin und Tochter aber stürzte man jählings in eine tiefe Grube hinab.Der heilige Marcellinus und sein Gefährte Petrus wurden an einem Ortein der Nähe von Rom, den man bis dahin Lilva, uiZra (schwarzer Wald)genannt hatte, fortan aber Lilva oauäiäa (weißer Wald) hieß, gemeinsamenthauptet.
Serenus glaubte, daß Niemand den Ort des Begräbnisses erfahrenwerde, denn Alles war heimlich geschehen und er brauchte nicht zu fürchten,daß auch aus diesem Grabe dem Christenthume neue Bckenner erstehenwürden; aber er rechnete nur mit irdischer Klugheit.
Eiue fromme Matrone mit Namen Lucilla hatte gleich nachher eineOffenbarung, in welcher ihr der Martertod der beiden Heiligen und ihr ein-sames Grab angezeigt wurde. Da nahm sie eine andere Matrone Firminazu sich, verließ die Stadt und begab sich auf die Haide, wo sie bald deuGrabhügel fanden.
Sie gruben die beiden Leiber aus, trugen sie nach der Via lavieanaund beerdigten sie mit großer Ehrfurcht neben den Gebeinen, des heiligenTiburtius.
Der Henker, der sie enthauptete, Dorotheas oder Theodorus mit Namen,that noch als Heide öffentlich Buße und wurde in seinem Alter getauft.Derselbe erzählte einem christlichen Knaben, daß er die Seelen der Heiligenin Gestalt von Jungfrauen, mit Edelsteinen und Perlen geschmückt, ihrenLeibern habe entsteigen und, von Engelhänden getragen, gegen Himmel habeemporschweben gesehen. Dieser Knabe war der spätere Papst Damasus I.,welcher das Gehörte in der Grabschrift, die er zu Ehren der Heiligen ver-faßte und in ihrem Cömeterium anbringen ließ, uns überliefert hat. Sielautet:
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