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2: 1887
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(aoalesia xlsllana) gewesen sein, wie sie vor Errichtung der Pfarrsprengelim Maingau bestanden haben.

Da nun aber die zwei nächsten Orte von Gimbach (in den Drallitiovss>' uiäsrwss her Schannat) schon im Jahr 813 und 873 als luonastoriumtisAvImcch und monastöriuM Dsocissdnolr fFischbach und Münster-Lieder-bach) bezeichnet werden und Gimbach eine Pfarrkirche eines Ortes gewesenist, so muß die Gimbacher Kapelle schon bei Errichtung der Pfarreien fürden sonn und festtäglichen Gottesdienst außer Gebrauch gekommen sein.Ihre Eigenschaft als Dictkirche ließe aber schon die Verehrung des Volkesfür sie durch alle Jahrhunderte hindurch und damit auch die Wallfahrt da-hin erklärlich erscheinen. Nun wird behauptet, daß um das Jahr 1100 dieGimbacher Kapelle dem h. Johannes geweiht gewesen sei und eine urkund-liche Nachricht von 1710 erklärt: 1. daß auf dem Gimbacher Kirchhofe dieBegräbuißstätte der ganzen Umgegend gewesen sei, sowie 2. daß vor 300Jahren (von 1710 gerechnet) ein Ablaßbrief nach altrömischem Gebrauchvon 17 Kardinälen unterzeichnet ausgestellt worden sei, demzufolge damalsdie Gimbacher Kapelle zu Ehren der allerheiligsten Dreifaltigkeit neu erbautworden ist. Jedenfalls bestand schon im Mittelalter die Wallfahrt, zu derenGunsten der Ablaßbrief ertheilt wurde, der wahrscheinlich in die Zeit desExils von Avignon um Z350 fällt. Aus einer weiteren Urkunde vom Jahre1629 im Fischbachcr Pfarrarchiv ergibt sich, daß diese Kapelle in Folge derKriegsunruhen eine Ruine geworden war und eine solche blieb sie auch biszum Jahre 1709,

In diesem Jahre unternahm es der Vogt und Keller der kurmain-zischen Herrschaft Eppstcin, wozu Gimbach gehörte, die in Ruinen liegendeKapelle mittelst Almosen und Geschenke wieder herzustellen, auch um Eiwaszu vergrößern und erbaute dabei zugleich ein Kommunikantcnhaus (da zurZeit der Wallfahrt wegen des Gedränge es nicht möglich war, in der Ka-pelle zu communiziren) und ein Eremitcnhaus, welch Letzteres bis 1806stets von einem oder mehreren Eremiten zum Dienste der Wallfahrt besetztwar. Ferner erwirkte er die Erneuerung des alten Ablaßbriefes in Formeiner Bruderschaft zu Ehren der allerheiligsten Dreifaltigkeit und übergabdem Pfarrer zu Fischbach, in dessen Sprengel Gimbach lag, die Oberaufsichtund Leitung der Wallfahrt.

Die Andacht und Wallfahrt knüpfte sich aber vorzugsweise an^dasinder Kapelle befindliche sogenannte Wallfahrts- resp. Drcifaltigkeitsbild, einHautrelicf von Holz. Dasselbe stellt vor in der Mitte die heilige Mitttcr-gottes, kniccnd, mit gefallenen Händen, nach dem Himmel gerichteten Blicken,angethan über dem Kleide mit einem Mantel, hinter dem Haupte der Heiligen-schein. Ihr zur Rechten Gott Vater, zur Linken Jesus Christus mit demKreuze, wie sie beide den Arm ausstrecken gegen das Haupt der MutterGottes, die innere Handfläche nach oben gerichtet und über diesen drei Per-

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