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2: 1887
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sehr genügsam und pflegte zu sagen: „Drei Speisen reichen für die Erhal-tung des Lebens hin," und ließ ein Mehr nicht zu. Für die würdige undfromme Abhaltung des Gottesdienstes zeigte er sich äußerst besorgt, micüberhaupt damals in den Stiftskirchen der Stadt ernste und würdigeMänner sich befanden. Er war ein besonderer Gönner des Klosters derAugustiner in Kirschgarten. Häufig verkehrte er mit den Mönchen, betetemit ihnen im Chöre, mischte sich unter sie in der Sakristei, wenn unserAbt die Brüder fragte, was sie von der Lesung bei Tische behalten hätten.Mit Recht wurde er später ausgezeichnet und mit der bischöflichen Würdegeehrt."

Zu Heidelberg trug er mehrere Jahre Theologie vor und schrieb Er-klärungen zu verschiedenen Büchern der heil. Schrift, auch Predigten undReden. 1488 ging er als Abgesandter zum Concil nach Basel, wurde 1449Canlor in Worms, 1446 Bischof von Lavaut in Oesterreich und 1468Bischof von Breslau, wo er am 9. Januar starb.

Durch die wilden Kricgsstürme waren die Reliquien des h. Valentinin Worms verloren gegangen und so bemühte man sich von dort aus imJahre 1874 von Kiederich Reliquien zu erlangen, welches auch bewilligtwurde.

Seit dem 14. Jahrhundert bestand in Kiederich auch eine Bruderschaftzur Verpflegung der armen und kranken Pilger.

Der Hauptwallfahrtstag ist der Sonntag nach der Oktav von MariaHimmelfahrt, jedoch kommen das ganze Jahr hindurch einzelne Pilger zurKirche, besonders solche, welche der fallenden Sucht unterworfen sind.

Gimbach.

'HPfn einem lieblichen Scitenthalc des Mainflnsses, das sich von HöchstD»/ nach Königstein hinzieht, am Fuße des Staufen, eines Aus-läufers des Tauuusgebirgcs, in südlicher Richtung, etwa 4 Stunden vonFrankfurt a. M. und 5 Stunden von Mainz liegt Gimbach, zur PfarreiFischbach vor dem Reis gehörig, jetzt ein einsam gelegener Hof. Hier standfrüher eine Kapelle, die eine der ältesten der Kulturstätten des Maingauesgewesen zu sein scheint. In den Fundamenten dieser Kapelle wurde vormehreren Jahren ein Stein gefunden, der folgende Inschrift trug: in Knnntotnlo regniösoit Ikotvldis könne rnornorino llodnkortn, gut vixit nninwXXll. Altcrthumsforscher z. B. der verstorbene Professor Becker in Frank-furt behaupten, daß dieser Grabstein der Zeit vor Bonifnzius angehöre.Ist dem so, dann muß Gimbach eine sogenannte Leut- oder Diellirche