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2: 1887
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1749 wurde die Kapelle ausgeweißt und der Altar mit Oelfarbenzierlich gemalt und thcilwcise reich vergoldet.

1753 warcu die Wallfahrte» nach dem Herzbcrg besonders zahlreich,alle benachbarte» Pfarreien kamen in Prozessionen zur Erstehung eines ge-deihlichen Negens.

Die Aufhebung des Jesuitenordens im Jahre 1773 war auch für dieHcrzbergkapclle ein harter Schlag; jedoch die Verehrung der lieben Mntter-gottes daselbst blieb bei dem katholischen Volke lebendig bis auf denheutigen Tag.

Marienthal im Rheingau.

einem Thale an der westlichen Seite des Johannisberges standMain Anfang des 14. Jahrhunderts das niedrige Hans eines unbe-kannten Mannes von Adel, der in dieser Einsamkeit unverdrossen das LobGottes sang. Wer er war, woher er kam, Niemand konnte darüber Auf-schluß geben. Nur so viel weiß man noch, seinen kleinen Hof nannte erDüppenhausen und eine besondere Andacht zur hochgebcnedeiten Mutter unseresHerrn machte einen Theil seiner Beschäftigung aus. Einfach und natürlichwie seine ganze Umgebung hatte er in der Nähe ein Bild seiner hochver-ehrten Gönnerin aufgestellt und sie dort täglich verehrt. Einst geschah esnun, daß ein Waidmann Namens Hecker Herm, der im Dienste des JunkersHans Schaffreith von Oppelsheim stand und beim Jagen öfters in die Nähedes Bildes kam, und es auch nicht selten ans fromme Weise verehrte, dasGesicht verlor. Da gedachte er eines Tages jenes Unbekannten auf demHofe zu Düppenhausen; bald führte ihn die Erinnerung zu jenem andert-halb Spannen hohen Bilde der schmerzhaften Mutter. Rüstig schreitet erdahin, als er den wohlbekannten Pfad unter seinen Füßen findet.

Angekommen am eichenen Bildstocke, läßt er den Stab thränendenAuges zu Boden sinken und leise aber ebenso innig betet er vor dem heil.Bilde. Da öffnen sich seine Augen, um zu sehen. Auf seine Knie sinkendstammelt der Geheilte seinen Dank: aber seine Erhörung sollte nur daserste Glied einer wunderbaren Kette von überirdischen Gnadenerweisungensein. Schaaren von Nothleidenden aller Art pilgerten von nun an durchdas einsame Thal, zahlreiche Prozessionen zogen durch dasselbe; es erhieltden Namen Marienthal.

Die Geschichte der Wallfahrt unserer lsiben Frau zu Marienthal istnicht blos reich an freudigen, sondern auch an traurigen Ereignissen.