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seß Schwicker, seinem Kaplan Marquard und fünf anderen A ttcr» dasgeistliche Gewand; er selbst wurde Laienbruder.
Um diese Zeit ragte auf dem Berge zwischen Ober- und Niedertiefeu-bach, mitten aus hohen Eichen, eine einsame Kirche empor. Ein PriesterGottfried, dessen Geschlechtsname nicht bekannt ist, hatte sie hier im Gebieteder alten Grafschaft Diez, in der Bogtei des Grafen von Kahcnelubogcnund mit dessen Zustimmung auf eigene Kosten erbaut und mit einem ?chnt-freien Hofe dotirt; man nannte diese Kirche Basilika, woraus im Verlaufeder Zeit der Name Basclick — Beselick — Besclich entstanden ist.
Ludwig von Arnstein machte damals durch seine vielen frommen Stif-tungen außer Arnstein, wie z. B. der Klöster Hürzel, Münster und Gummers-heim, der Klausuereien zu Diez, Winden, Nassau und Ems vieles Auf-sehen, und dieses mag den frommen Priester Gottfried veranlaßt haben, imJahre 1163 dem damaligen Abte Eustachins von Arnstein seine Kirche mitder Dotation zu übergeben, um in Betreff der Fortdauer seiner Stistnngnach seinem Tode beruhigt zu sein. Die Abtei Arnstein erlangte von demErzbischof Hillin von Trier die Bestätigung*) und erbaute bei dieser Kircheein adeliges Fraucnkloster seines Ordens, dem er eine für seine erste Ein-richtung hinreichende Fundation zur Subsistenz gab. Von dieser Zeit anist aus den ersten Jahrhunderten seines Bestehens von den Schicksalen desKlosters Besclich nur wenig bekannt. Ludwig von Arnstein besuchte mitErlaubniß seines Abtes alljährlich einmal die von ihm gestifteten Klösterund weilte im Jahr 1185 zum Letztcnmalc auf dieser Stätte des Friedens,im Kreise dieser gottgeweihtcn Jungfrauen zu Beselich; er starb ans derselbenNeise am 28. Oltobcr in dem Kloster Gummcrshcim in der Pfalz.
Sehr bald muß jedoch das Kloster zu bedeutendem Besitzthume anGütern und Reuten gelangt sein, was schon daraus leicht gefolgert werdenkaun, daß die vermögenderen Familien ihren Töchtern Höfe und sonstigeRenten in dasselbe mit zur Aussteuer gaben. So gelangte es durch Schen-kungen und Vermächtnisse zu beträchtlichen Gütern, Zehnten und anderenEinkünften, besonders in dem Nnukcl'scheu und Hademar'scheu, zu Schnppach,Nieder- und Obertiefenbach, Wirbelau, Anmcnau, Thalhcim, Ober- undNiederwcier, Niedcrzenzheim, Hoben, Dictkirchen, Odcnsbach, Ober- undNiederlahustein, Hcckholshausen, Seelbach, Gaudcrnbach, Hassclbach imWeilburg'schcn, Steinbach, Oberzeuzheim, Dcrn, Offheim, Ahlbach und zuHuudsangen; von dem Collcgialstift zu Dictkirchen bezog es eine jährlicheReute von 16 Neichsthalern, von Vilmar und Arfurt I I Albus, von Scha-dcck 1 Gulden und 1 Pfund Wachs. Im Jahre 1327, am dritten Tagenach dem Feste Allerheiligen, stiftete Sigfried, Herr zu Ruukel, dem Kloster19 Mark Heller, um dafür Güter anzukaufen. In einer Urkunde „die
*) Beyer, Urkundenlmch I. S. 097.