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2: 1887
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Für die sein Blut er hat vergossen,Hält ihn mit Mutterlieb' niuschlosscn,— So kommt'S ihm vor, — in ihrenArmen,

Als wär' todt er, und muss' erwarmenDurch ihr Gebet bei Jesus ChristZu neuen Lebens ew'ger Frist! —Und aller Wan in ihm ist fort; —

Er lauschet gläubig Gottes Wort'; —Er hält gefaltet seine HändeUnd betet au im Salramente,

Und ist von diesem Augenblick'Ein dankbar frommer Katholik,Der selig hoch Maria vreis'tUnd seine Retterin sie heißt! —

Veselich.

^Diidivig III. von Arnstein, dcr mächtige Gangraf des Einrichs,tcr Sohn Ludwigs 1l. und Urenkel Arnolds, des Erbauersder schönen und festen Burg an dcr Lahn, die von ihm den Namen Arnold-slei», Arnstein, führt, war noch keine drei Jahre alt, als sein Vater starb.Eine kräftige Natur und ganz zum Ritter geschaffen gab er sich den Ver-gnügungen des Lebens hin, aber auch den Ausschweifungen, denen dcr Adelseiner Zeit nur zu sehr ergeben war. Im Jahre l123 vermählte er sichmit der schönen und reichen Guda von Brnnnenburg, dem jetzigen Brom-berg, zwei Stunden oberhalb Arnstein an der Lahn. Ludwigs frommeGemüthsart, sein ruhiger Sinn und seine Liebe zur hänslichen Znrnck-gezogenheit nach im Uebermaße genossener Lebensfrenden, scheinen zn demlebhaften sanguinischen Temperamente seiner Gemahlin nicht gepaßt zu haben;die Ehe blieb kinderlos und war nicht glücklich.

Hierdurch veranlaßt und von dein frommen Geiste der Zeit getrieben,kam Ludwig auf den Gedanken, seine sämmtlichen Güter Gott und denArmen zu weihen nnd insbesondere seine gräflichen Besitzungen und seinGeburlsschloß Arnstein in ein Kloster zu verwandeln, in welchem er denNest seines Lebens mit Vnßübungcn zubringen wollte. Große Hindernissesetzte seine Gemahlin dcr Ausführung dieses Vorhabens entgegen, die vorAllem nicht dulden wollte, daß ihr väterliches Erb« zu diesem Zwecke ver-wendet werde. Kaum hatte er jedoch ihre Einwilligung erlangt, so schritter zur Anssührnug seines Planes und das Beispiel des Grafen Gottfriedvon Kappenberg in Westfalen, der im Jahr 1123 sein Schloß und Gebietdem h. Norbertus schenkte und in dessen Orden trat, diente ihm zum Por-bilde. Im Jahre ll39 Halle er den Klosterbau begonnen nnd es kamGottfried vom Orden des h. Norbertus als erster Abt ans Sachsen mit l 2Kanonikern und ebenso vielen Laienbrüdern, wovon die Urkunde berichtet,daß sie bei ihrer Ankunft mit Chorbüchern nnd vielen anderen Handschriftennebst verschiedenem Hansgcräthe reichlich versehen gewesen seien. Ludwigübergab ihm gleich darauf die reiche Stiftung nnd nahm mit seinem Truch-