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2: 1887
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133jnhrigem Bestände aufgehoben, die Klostergemcinde ward zerstreut undacht volle Jahre hindurch stand die Kirche öde, verlassen und trauernd da,ein stummes Denkmal besserer Zeiten. Die Klostergcbände wurden in dreiAbtheilungen verkauft und in Wirthshäuser nmgeschaffen, die Glocken, vondenen die größte 41 Centner schwer war, wurden für den Gebrauch derkatholischen Kirche nach Wiesbaden gebracht; auch das Gnadenbild solltenach Wiesbaden übertragen werden, wurde jedoch durch eine besondere Fügungder göttlichen Vorsehung in der Kirche behalten.

Da gefiel es dem Herrn, daß Bornhofen wiederum werden sollte, wases zuvor gewesen: ein Zufluchtsort für reuige Sünder, ein Gnadenort fürhülfsbednrftige Christen. Auf Befehl des Herzogs von Nassau wurde dieKirche ihrer früheren Bestimmung zurückgegeben und am 6. Mai 1821 inderselben zum ersten Male wieder Gottesdienst gehalten. Endlich war esdem hochwürdigsten Bischöfe Peter Joseph von Limburg 1850 möglich ge-worden, einen Flügel des Klostergebüudes anzukaufen. Er berief nunPriester des Redemptoristcnordens dorthin, deren zehn dort wirkten undaußer der Besorgung der Wallfahrt durch Ertheilen von Exercitien, Ab-haltung von Missionen und Aushülse in der Seelsorge für die Umgegendsegensreich wirkten, bis im Jahre 1873 in Folge des Kulturkampfes auchsie aus Deutschland verbannt wurden. Auch jetzt traten für die Wallfahrttraurige Zeiten ein, da es bis vor wenigen Jahren nicht möglich war, einenPriester für die Besorgung derselben anzustellen. Hoffen wir, daß nunmehrbald wieder ein dem Bedürfnisse entsprechender Zustand herbeigeführt werde.

Die Annalen und Urkunden des Klosters Bornhofen berichten eineMenge wunderbarer Heilungen, Errettungen aus mancherlei Gefahr undGnaden der verschiedensten Art, welche durch die Fürbitte der schmerzhaftenMutter erhalten und durch die zuverlässigsten Zeugnisse bestätigt und be-kräftigt worden sind. Aus einer im Jahre 1748 erschienenen Geschichte desKlosters Bornhofen theilen wir nachstehenden Bericht mit.

„Der Wohledelgebornc Herr Henrikus Ernestus von Lettig, der Chur-trierischen Truppen Obristeu und Commandant der Festung Ehrenbreitsteinist Anno 1719 selbst zu Bornhofen gewesen und hat dem damaligen P.Guardian, welcher war P. Damianus von Lcivcn, im Klostergarten dieganze Kpöcüorn tnoti mündlich erzählet, auch im folgenden 1720stcn Jahrden 14. Juli mit eigener Hand dieselbe in das Klosterarchiv hinterlegt,woraus ich's getreulich hierher setze:

„Ich Henrikus Ernestus auf dem Schloß zu Saargemünd, einer Stadtim deutschen Lothringen an dem Fluß Saar gelegen, Anno 1645 auf dieWelt geboren, war wegen aufgemuntertem Naturell der Angapfel meinerEltern. Als ich 5 Jahre erreicht, bin ich aus sonderbarer Schickung Gottesschwer erkrankt, auch theils verblichen. Welches dann auch meinen Elternso stark zu Herzen gedrungen, daß ihnen kein Trost beizubringen war,