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2: 1887
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der eigene Priester, noch die benachbarten Pfarrer im Stande waren, denso zahlreich sich einsindcnden Wallfahrern volles Genüge zu leisten; nament-lich ist bekannt, daß die Koblenzer Prozession bereits seit dem Jahre 1610alljährlich im Juli nach Bornhofcn kam und mehrere Wachskerzen zumOpfer brachte. Um nun die Bedürfnisse der frommen Pilger besser befrie-digen zu können, berief der Kurfürst Kaspar Karl im Jahre 1662 dieFransziskaner von Boppard zur Aushülfe, indem er sie verpflichtete, an denFesttagen eine Frühmesse in Bornhofen zu lesen und zugleich das Sakramentder Buße daselbst zu spenden. Sein Nachfolger Johann Hugo, Kurfürstund Erzbischof von Trier, welcher eine besondere Zuneigung zur schmerz-haften Mutter in Bornhosen gefaßt hatte, beschloß, daselbst ein Kloster zuerrichten, in welchem er selbst zuweilen mehrere Tage oder Wochen in stillerZnrückgezogenhcit zubringen könne.

Da um diese Zeit die in St. Goar ansässigen Kapuziner den dort sichniederlassenden Jesuiten hatten weichen müssen und sich in Wcllmich in einemengen, armseligen Hospitinm niedergelassen hatten, so suchte der Kurfürst,diese nach Bornhofcn zu berufen. Nach vielen Schwierigkeiten wurden sieam 10. Februar 1679 von einem kurfürstlichen Kommissar eingeführt undbewohnten einige Zeit Hindin ch das enge, bis dahin vom Glöckner bewohnteHaus. Schon im folgenden Jahre, am 16. April 1680, legte der Kur-fürst eigenhändig den Grundstein zum neuen Kloster; nach vier Jahrenstand dasselbe ganz vollendet da, weshalb im Oktober desselben Jahres >684die klösterliche Klausur eingeführt und statt des seitherigen Snperior einGuardian ernannt wurde. Derselbe Kurfürst ließ den kostbaren marmornenAltar erbauen, auf welchem jetzt das Gnadenbild sich befindet; derselbewurde am Fest des h. Jakobns, am 25. Juli 1691, von Johann PeterVerhörst, Weihbischof von Trier lousckrirt.

Durch die unermüdliche Thätigkeit der ?. U. Kapuziner nahm dieVerehrung der schmerzhaften Mutter Gottes von Bornhofen einen bedeutendenAufschwung. Im Jahre 1691 betrug die Zahl der Pilger am Feste MariäGeburt und den Sonntag darauf schon bei 12000, im Jahre 1703 ist dieseZahl auf 20000 gestiegen und in den 1740er Jahren soll sie sich ans 30000belaufen haben. Die Kirche war viel zu klein, um die Pilger zu fassen,weshalb man sich entschloß, vor der Kirche unter einer Halle einen Altaraufzuschlagen, dort die heilige Messe zu lesen und die heilige Kommunionauszutheilen. Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts kamen das Jahrhindurch regelmäßig 62 Prozessionen nach Bornhosen, von denen 37 einegroße Wallfahrtskerze zum Opfer brachten.

Der Geist des Unglaubens und der Aufklärung, welcher gegen Endedes vorigen und zu Anfang dieses Jahrhunderts der katholischen Kirche soviele Drangsale und Verfolgungen bereitet hat, ist auch auf Bornhofen vongroßem Einflüsse gewesen. Am 5. März 1813 wurde das Kloster nach