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dennoch zur Begräbnis; alle Anstalt machn, ließen. Da nun alles zuge-richtet, der dritte Tag von meinem Tod ankommen, auch der Herr Pastormit dem Kreuz und Schulkindern, mich abzuholen, gegenwärtig war, thatmein Pater ein Gelnbd, zu dem Gnadcnbild nach Bornhofcn eine Wallfahrtund Opfer zu entrichten, wenn der gütige Gott, ein Herr des Todes undder- Lebens, mir durch die mächtigste Fnrbilt seiner schmerzhaften Mutter dasLeben wieder ertheilen weide. Nach gethanem Gelübd in vollem Glaubennahm er mich von der Todtenbahr in seine Arme, umfing und drückte michan sein väterliches Herz, lind sehet Wunder! alsbald ließ ich Zeichen desLebens verspüren, dergestalt, daß ich ganz wunderlich vom Tod zum Lebenanferweelt worden, auch der Herr Pastor unvcrrichtcter Sache nach Hausgetien müssen. Zeh bin aber ganz stumm und melancholisch verblieben. Danun nun Freud und Leid beisammen: Mein Vater merkte wohl, daß Gotthierdurch die Zahlung des Gelübdes forderte, es war aber seiner Seitsunmöglich zu entrichten, weil das Podagra ihn also zugerichtet, daß er wederstehen noch gehen konnte. Bei so gestellter Sachen wollte er doch recognos-circn lassen, ob es möglich nach Bornhofe» zu kommen, weil damals, als inden schwedischen Kricgszeiten die Leute verlosten, die Ocrter öde gelegen, undeine große Hungcrsnoth war. Er schickte derowcgen einen seiner Knechte,wel der von Salzig bei Bornhofcn zu Haus, dorthin mit Befehl, ihm einDenk;eichen mitzubringen; welcher dann auch glücklich dort angelangt, seinGebet vor dem Gnadcnbild verrichtet, und zum Denkzeichcu ein papiernes,die schmerzhafte Mutter entwerfendes Bild mit zurückgebracht, auch meinemHerrn Vater große Freude verursacht. Doch wußte er nicht was Raths?Laßt also zwei U. Ich Kapuziner des Klosters Wallerfangcn ihren Rath ein-zuholen, berufen; welche dann die Unmöglichkeit gethanes Gelübd nach Born-Hosen zu erfüllen erwägend, für gut befunden, solches zu xormutirsn.Meine Frau Mutter demnach mit den zwei ich ich Kapuzinern ist nachGräfenthal zu eben einem mirakulösen Mutter Gottes Bild gewallfahrtet,woselbst gemeldete Untres die h. Messe gelesen und meine Frau Mutter ihreAndacht verrichtet, die Hülfe Maria inständig anrufend, mir neben demL bcn, welches i h schon wieder hatte, auch die Sprache und vorige Gesnnd-h it zu erhalten, welches dann auch auf folgende Weise geschehen: Währendder Zeit, daß die Herreu Untres mit meiner Frau Mutter in der Kirchegewesen, ging ich auf den Bänken, so ringsum in der Stube waren, voneinem Fenster zum andern, fleißig merkend auf die Rückkehr meiner FrauMüller: welche, als ich von fern ersehen, fing ich an mit Heller Stimme zurufen: Pappn! Mainina! von selbigem Augenblick an habe ich nicht alleindie Sprache, sondern anck, die vorige Fröhlichkeit und Gesundheit erhalten."
Ans einem Votivtäfelchcn ist das Gnadenbild von Bornhofcn und vordemselben ein Mann mit dem Rosenkranz in der Hand knieend dargestellt;nnlen sind rechts die Worte zu lesen: „Anno 1710. Zur hogsten lob und